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Karlsruhe Vor Gericht in Karlsruhe: Angeklagte im "Mafia"-Prozess wollen nicht reden

Im sogenannten Mafia-Prozess in Karlsruhe vor dem Landgericht Konstanz wollen die neun Angeklagten zunächst nicht aussagen. "Wer nichts sieht, nichts hört und nicht redet, wird in Ruhe 100 Jahre alt", sagte am Freitag der Anwalt von einem der Männer.

Sein Mandant sei ein unbescholtener Pizzabäcker. Die Männer stehen wegen bandenmäßigen Drogenhandels in großem Stil vor Gericht, außerdem in einem Fall wegen versuchten Mordes sowie Körperverletzung, Brandstiftung und illegalen Waffenbesitzes. Die Angeklagten lehnten überwiegend auch Angaben zur Person ab. Bei allen wird ein Bezug zu den italienischen Mafia-Organisation Cosa Nostra und 'Ndrangheta vermutet.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Konstanz etwa eineinhalb Stunden lang die mehr als 100 Seiten lange Anklageschrift verlesen. Den Beschuldigten stehen insgesamt 17 Verteidiger zur Seite. Die Anklägerseite wird von zwei Staatsanwälten vertreten.

Der Prozess, der aus Platzgründen die ersten beiden Verhandlungstage in Karlsruhe stattfindet, hatte am Morgen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Die Männer, überwiegend Italiener oder aus Italien stammend, waren vor allem im Schwarzwald-Baar-Kreis ansässig. Insgesamt sind 67 Verhandlungstage geplant.

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Kommentare (6)
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  •   357.Magnum
    (50 Beiträge)

    21.09.2018 17:23 Uhr
    nur die kleine die Spitze des Eisberges
    ändert endlich die Beweislage gegen diese Verbrecher, wenn die keinen Nachweis auf legalen Erwerb von Immobilien, Fahrzeugen oder sonstigen Vermögen haben muss das dem Deutschen Staat zufallen, so wird das in Italien erfolgreich mit Mafia-Vermögen gemacht.
    Entzug der Deutsche Staatsangehörigkeit und anschließend raus nach Italia mit diesen Banditen auf Nimmerwiedersehen.
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  •   Lipa
    (413 Beiträge)

    21.09.2018 17:19 Uhr
    17 Anwälte
    sie müssen alle bezahlt werden. Woher kommt dieses Geld, da kann man schon mal behaupten: Schweigen ist Gold
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  •   Route66
    (1215 Beiträge)

    21.09.2018 17:36 Uhr
    Wer redet
    ist tot.
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  •   Laetschebachschorsch
    (3081 Beiträge)

    23.09.2018 16:49 Uhr
    ?
    na und? Spart weitere Kosten, das wissen die doch von Anfang an. Wer mit dem Teufel verkehrt, kommt dadurch um.
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  •   Laetschebachschorsch
    (3081 Beiträge)

    23.09.2018 05:34 Uhr
    Und
    wer nicht redet kann sich nicht verteidigen, er ist daher schuldig im Sinne der Anklage. Folge: Höchststrafe bitte. Wer sich in dieses Umfeld begibt ist selber schuld, er kennt deren Regeln vorher.
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  •   Route66
    (1215 Beiträge)

    23.09.2018 09:49 Uhr
    Die Mafiosi
    sind immer schuldig. Nur wissen sie, wenn sie reden, dann ist finito. Auch im Knast.
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