Karlsruhe Von Zustimmung bis Schock

Gestern wurde die Ex-Steffi geräumt (Foto: ka-news)
Nach der gestrigen Räumung der Ex-Steffi (ka-news berichtete) äußerten auch Vertreter der Parteien ihre Positionen zum Vorgehen der Stadt und zur Zukunft des Projekts. Während SPD und Grüne ihr Bedauern ausdrückten, zeigten die Bürger für Karlsruhe (BüKa) Verständnis für die Durchsetzung des Räumungsbeschlusses.

Die SPD-Gemeinderatsfraktion bedauerte die Räumung und bezeichnete sie als kontraproduktiv für das Alternativprojekt in der Kußmaulstraße. Dieses hält sie für einen innovativen und durchaus Erfolg versprechenden Ansatz. Nun fordert die SPD-Fraktion die Stadt auf, den nun obdachlosen Bewohnern der Ex-Steffi bei der Suche nach Unterkünften behilflich zu sein.

"Unnötig wie ein Kropf"

Bei den Grünen stieß die Räumung auf Unverständnis und scharfe Kritik: "Die Nachricht über die Räumung der Ex-Steffi in einer Nacht- und Nebelaktion trifft uns unvorbereitet und empört uns sehr", erklärte Fraktionssprecherin Gisela Splett. "Hier zieht Ignoranz gegenüber alternativen Kulturansätzen der selbstgelobten Liberalität enge Grenzen."

Die Landtagsabgeordnete Renate Rastätter, ebenfalls von den Grünen, stimmte ihrer Kollegin zu und kritisierte die Räumung mit deutlichen Worten. Auch der linke Jugendverband Solid erklärte seinen Protest und bezeichnete die Räumung als "unnötig wie einen Kropf".

Die BüKa hingegen unterstützen das Vorgehen der Stadt: "Mit der gestrigen Räumung hat die Polizei einen richtigen Schritt getan und ein Zeichen gesetzt. Ein Zeichen dafür, dass es in unserem Land Gesetze, Regeln und Bestimmungen gibt, an die sich jeder zu halten hat", teilte Jürgen Wenzel, der Sprecher und OB-Kandidat der BüKa, mit. "Wer von unserer Gesellschaft toleriert werden will, muss auch seinen Beitrag dazu leisten und sich an geltende Gesetze und Verhaltensregeln halten."

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