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Karlsruhe Viel vor. Viel G'schwätz

Das XXL-Ortsschild, bevor es dem Maischerz zum Opfer fiel... (Foto: ka-news)
In der Nacht auf den 1. Mai hatten sich sechs mutige Scherzbolde aufgemacht, um die diesjährige Walpurgisnacht in Karlsruhe zu einer besonderen zu machen: Ausgerüstet mit bedruckter Haftfolie und einer großen Leiter, erklommen sie - unter erheblichem körperlichen Einsatz - die über acht Meter hohen, überdimensional großen "Karlsruhe. viel vor. viel dahinter"-Ortsschilder an der Südtangente.

In luftiger Höhe angekommen, schafften es die "Täter" an allen vier Seiten der beiden Schilder den Werbeslogan scherzhaft zu ändern, nämlich in: "Karlsruhe. viel vor. viel G’schwätz". Dabei ist anzumerken, dass die Beteiligten äußerst behutsam vorgingen, um keinen Schaden zu verursachen. Die Polizei konnte das gegenüber ka-news bestätigen. Das Treiben der lustigen Gesellen blieb nicht lange unentdeckt: Sie wurden von den eintreffenden Ordnungshütern gestellt, festgehalten und zum Entfernen der Folie aufgefordert. Summa summarum war die Polizei schließlich mit drei Streifenwagen und einem Einsatzbus sowie acht Einsatzkräften vor Ort.

...und danach. (Foto: pr)

Die sechs Zivilpersonen leisteten dabei keinen Widerstand. Nach längerer Diskussion folgten sie der Aufforderung der Polizei, die Folien zu entfernen. Da jedoch Regen einsetzte und sich die Beschuldigten laut eigenen Angaben weigerten, die letzten beiden Folien zu entfernen - es wurde aber angeboten, sie am nächsten Morgen abzumachen -, oblag es schließlich der Feuerwehr, die Ortsschilder von den restlichen Folien zu befreien. Nach Polizeiangaben wurde aus Sicherheitsgründen auf die Feuerwehr zurückgegriffen. Die herbeigerufenen Einsatzkräfte der Feuerwehr, berichten die Scherzbolde, konnten sich beim Entfernen der Folien das Lachen nicht verkneifen.

Obwohl an den XXL-Ortsschildern dank des behutsamen Vorgehens der Walpurgisnacht-Aktivisten kein Schaden entstanden ist, könnte sich die nächtliche Aktion für die sechs Maischerz-"Delinquenten" im Nachhinein als ein teurer Spaß erweisen. Da es sich um eine "vorsätzlich herbeigeführte Hilfeleistung" gehandelt hat, so der Einsatzleiter der Feuerwehr gegenüber ka-news, ist der Einsatz der Floriansjünger kostenpflichtig. Mit mehreren hundert Euro werden die Scherzbolde rechnen müssen.

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