Karlsruhe Verkalkuliert

Im Blickpunkt der Öffentlichkeit: Die Finanzlage der Neuen Messe
(Foto: ka-news)
Ein Millionen-Defizit von mehr als 14,6 Millionen Euro schreibt die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK). Dies teilte Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister Manfred Groh gestern mit. Auf den Standort Neue Messe entfielen davon rund 9,6 Millionen Euro. 2001 hatte die KMK in ihrem Businessplan noch mit einem Verlust von nur 4,7 Millionen für die Neue Messe im Jahr 2004 gerechnet. Als Hauptgründe für die Abweichung nennt Groh vor allem gestiegene Personal- und Marketingkosten, vorgezogene Abschreibungen und die Wirtschaftslage.

"Der Wirtschaftsplan 2004 ist kein Katastrophen-Szenario", kommentiert Groh. Die KMK sei davon ausgegangen, vor allem langjährig etablierte Messen nach Karlsruhe zu holen. "Die Realität ist jedoch eine andere", so Groh. Hauptsächlich Messen mit neuen Themen habe die KMK bislang durchgeführt - verbunden mit erheblichen Mehrkosten beim Marketing. Durch die Konjunkturlage hätten zudem viele Aussteller ihre Standmieten nicht bezahlen können. Die Neue Messe besitze jedoch enormes Wachstumspotential. Gerade im Konzertbereich führe die KMK derzeit "interessante Gespräche".

Im letzten Jahr habe die KMK mit insgesamt 60 Veranstaltungen rund 370.000 Besucher in die Neue Messe gelockt. Für das kommende Jahr kündigt Geschäftsführer Günter Wohlfahrt ein Internationales Reitturnier und ein Eishockeyländerspiel an. Auch der "Radio Regenbogen Award 2005" finde in Karlsruhe statt. Sollten die "Tabaluga"-Veranstaltung am Wochenende und das Peter-Gabriel-Konzert im Mai erfolgreich verlaufen, so seien weitere Großkonzerte geplant.

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