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Karlsruhe Verglasungsanlage wird in Betrieb genommen

Am Mittwoch, 16. September, hat nach langer Vorbereitungsphase der Ofen der Verglasungseinrichtung Karlsruhe (VEK) mit der Einspeisung der hochradioaktiven Abfalllösung (HAWC) begonnen. Vorangegangen war ein erster "nuklearer Probebetrieb", bei dem keine Störungen auftraten, wie das WAK in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Dazu wurden 50 Liter Abfalllösung mit zirka 1.800 Litern nicht radioaktivem Simulat gemischt und in den Schmelzofen eingespeist. Insgesamt wurden drei Kokillen mit dieser verdünnten radioaktiven Glasschmelze befüllt. Da auch sichergestellt sei, wohin diese Glaskokillen transportiertund zwischengelagert werden, konnte der Verglasungsbetrieb in der VEK genehmigt werden.

Bis Ende 2010 sollen insgesamt 130 Kokillen mit je 400 Kilogramm Abfallglas erzeugt werden. Dabei wird die Verglasungsanlage im voll kontinuierlichen Betrieb gefahren, so das WAK.

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Kommentare (8)
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  • unbekannt
    (60 Beiträge)

    17.09.2009 10:14 Uhr
    @abakus
    "wie z.B. ist sichergestellt, dass die "Glaskugeln" auch wirklich 1000 Jahre dicht bleiben?"
    Die Anlage produziert keine Glaskugeln in denen im Inneren eine Flüßigkeit schwimmt. Da könnte man die Brühe ja in Glasflaschen umfüllen, wäre deutlich günstiger.
    Die radioaktiven Bestandteile der Flüssigkeit werden im Glas eingeschmolzen. Es entsteht ein durchgehend massiver Glasblock. Wenn dieser platzen würde, müsste man "nur" die Scherben aufsammeln. Eine ausgelaufene Flüssigkeit kann eben nie zu 100% entfernen. Zudem ist Glas nicht so reaktionsfreudig wie die Salpetersäure, in der das radioaktive Material momentan gelöst ist.

    Aber es würde mich schon interessiern wie effektiv, oder auch nicht, die Filteranlage arbeitet. Das konnte man bisher nirgends lesen. Komisch!!!
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  •   stefko
    (1969 Beiträge)

    17.09.2009 08:38 Uhr
    @udoh
    Die entstehenden Dämpfe und Gase werden gefiltert und anschließend in die Umgebung abgegeben.
    -> http://www.umverka.de/hefte/heft206/atomverglasung.html
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  • unbekannt
    (208 Beiträge)

    17.09.2009 08:11 Uhr
    Die Anlage ...
    ... soll ja "nur" die 60 Kubikmeter (ein schöner Swimmingpool voll) hochradioaktiver "Suppe" verglasen, die seit bald 20 Jahren im Forschungszentrum gerührt und gekühlt werden muß!
    Dieses Überbleibsel der Wiederaufbereitung kann man nun endlich in einen anderen Aggegatzustand überführen, der sicherer zu handhaben sein wird, wenn auch immer noch hochradioaktiv.
    Das Hauptproblem ist und bleibt das Endlager. Und ich fürchte, da wird es keine optimale Lösung geben und uns werden in den kommenden Jahrzehnten noch immense Kosten aufgehalst werden, die natürlich die Stromversorger auch nicht tragen werden...
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  • unbekannt
    (208 Beiträge)

    17.09.2009 08:11 Uhr
    Die Anlage ...
    ... soll ja "nur" die 60 Kubikmeter (ein schöner Swimmingpool voll) hochradioaktiver "Suppe" verglasen, die seit bald 20 Jahren im Forschungszentrum gerührt und gekühlt werden muß!
    Dieses Überbleibsel der Wiederaufbereitung kann man nun endlich in einen anderen Aggegatzustand überführen, der sicherer zu handhaben sein wird, wenn auch immer noch hochradioaktiv.
    Das Hauptproblem ist und bleibt das Endlager. Und ich fürchte, da wird es keine optimale Lösung geben und uns werden in den kommenden Jahrzehnten noch immense Kosten aufgehalst werden, die natürlich die Stromversorger auch nicht tragen werden...
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    17.09.2009 00:22 Uhr
    Und warum baut man die Anlage zurück?
    Vielleicht kann man sie ja nochmal brauchen, wer weiss... Eine derartig teure Hightechanlage nach so kurzer Betriebszeit wieder vernichten, da muss man doch was mit anfangen können.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    17.09.2009 00:18 Uhr
    Das mit den Flugzeugabstürzen
    wird so langsam langweilig. Aber wie das funktioniert würde mich auch interessieren.
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  •   abakus
    (1066 Beiträge)

    16.09.2009 21:53 Uhr
    Probleme über Probleme
    Es gibt noch viel mehr davon, wie z.B. ist sichergestellt, dass die "Glaskugeln" auch wirklich 1000 Jahre dicht bleiben? Scheinbar ist die Anlage auch nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze abgesichert. Und was auf jeden Fall noch offen ist, was das Ganze kostet. Die Atomindustire ist fein raus, die zahlen genau 1 Milliarde und nicht mehr, den ganzen Rest darf der Steuerzahler aufbringen, das sind bis jetzt schon 1,4 Milliarden, Ende nach oben hin offen. Und trotzdem gibt es immer noch Politiker, die uns erklären wollen, dass Atomenergie billig sei.
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  •   udoh
    (1722 Beiträge)

    16.09.2009 20:19 Uhr
    Verfahren?
    Was mich nach wie vor interessieren würde ist:
    Wenn ich eine Flüssigkeit verdampfe entsteht ca. das 1000-fache an Gas. D.h. 60.000 l "Suppe" 60 Millionen Liter Gas. Wohin damit? OK wohl in die Umwelt, aber wie kann sichergestellt werden, dass das Abgas auch "sauber" ist?
    Weiß jemand wie das funktioniert? Welche radioaktive Belastung auf die Umwelt zukommt?
    Nicht falsch verstehen, dass die "Suppe" in der aktuellen Form viel zu gefährlich ist, ist klar. Nur was passiert beim "auslöffeln"? Gibts da Infos?
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