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Karlsruhe Verbraucherschutz fordert

Wer weiß, was drin steckt? (Foto: ka-news)
Noch immer wehren sich die Lobbyverbände der Lebensmittelbranche gegen die Nährwertkennzeichnung auf Verpackungen. Begründet wird dies damit, dass es zu wenig Platz dafür gebe und die Kennzeichnung außerdem zu teuer und zu aufwändig sei. Anders sehen dies viele Unternehmen selbst, wie eine neue Untersuchung der Verbraucherzentrale zeigt.

Bei 47 Prozent der 1.400 untersuchten Lebensmittelverpackungen waren die Informationen zu den Nährwerten vorhanden, in manchen Fällen sogar viersprachig. "Eine aussagekräftige Nährwertkennzeichnung ist also machbar, der Widerstand der Lobbyisten ist antiquitiert und läuft der verbraucherfreundlichen Praxis vieler Produzenten längst hinterher", so die Verbraucherschützer.

Auch deshalb fordern sie, dass es zu einer europaweiten verbindlichen Auszeichnungspflicht für Nährwerte kommt. Dies liege sowohl im Interesse gesundheitsbewußter Verbraucher als auch im Interesse der Firmen, die Vorreiter in diesem Bereich sind. Soweit möchte Doktor Gerhard Marx von der Chemische Landesuntersuchungsanstalt Karlsruhe nicht gehen, denn eine "Kennzeichnungspflicht verführt den Verbraucher dazu, nicht weiterzulesen. Und das würde dem Sinn einer Kennzeichnung widersprechen". Nach seiner Meinung ist bereits aus den jetzigen Angaben herauszulesen, welche Nährmittel die Produkte enthalten. Pflicht ist die Kennzeichnung bisher nur für wenige Lebensmittel, so für Diätprodukte und Säuglings- und Kleinkindernahrung.

An erster Stelle der freiwillig gekennzeichneten Lebensmittel stehen trotz ihres hohen Fettgehalts Chips und Snacks. Darauf folgen Fruchtjogurts und alkoholfreie Getränke. Nicht so klar vermittelt werden die Inhaltsstoffe von Backwaren, Fleisch und Wurst. Sie landeten bei den Untersuchungen auf den letzten Plätzen.

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