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Karlsruhe Umfrage der Volkswohnung: Mieter sind zufrieden - kritisieren aber Sauberkeit

Mit rund 13.000 Mietwohnungen ist die Volkswohnung die größte Vermieterin in Karlsruhe. Um zu erfahren, wie ihre Kunden sie beurteilen, wurde im Herbst 2017 eine repräsentative Mieterbefragung durchgeführt. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Wie die Volkswohnung in einer Pressemitteilung informiert, liegt die Auswertung der über 1.500 Telefoninterviews nun vor: 78 Prozent aller Mieter sind mit der Gesamtleistung sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden, ebenso viele Haushalte sind es mit ihrer aktuellen Wohnungssituation.

Weiterhin konnte festgestellt werden, dass es stabile Nachbarschaftsverhältnisse in den Quartieren des städtischen Immobilienunternehmens und keine Hinweise auf überforderte Nachbarschaften gibt. Darüber hinaus bewerten drei Viertel der Befragten das Preis-Leistungs-Verhältnis als angemessen oder günstig. Zur Verdeutlichung: Die durchschnittliche Nettokaltmiete über den Gesamtbestand liegt bei 5,92 Euro pro Quadratmeter (31. Dezember 2017).

Handlungsbedarf bei der Sauberkeit

Gezielt wurde auch nach dem im August 2016 eröffneten Service-Center gefragt. Innerhalb eines Jahres sind die Kollegen dort zur wichtigsten Anlaufstelle für alle Kundenanliegen geworden: 32 Prozent, also etwa jeder dritte Mieter, hatte bereits Kontakt zum Service-Center. Mit der Erreichbarkeit (78 Prozent), Freundlichkeit (89 Prozent), Kompetenz (78 Prozent), Reaktionszeit (77 Prozent) und Bearbeitungsdauer (77 Prozent) waren die Mieter zufrieden bis sehr zufrieden.

Kritik wurde hinsichtlich der Sauberkeit der Treppenhäuser beziehungsweise Eingangsbereiche geäußert. "Hier haben wir ebenso Handlungsbedarf wie bei der Sauberkeit und dem Zustand der Müllplätze: Denn nur 46 Prozent der Befragten haben sich zufrieden bis sehr zufrieden geäußert - im Vergleich zu 2015 sind das 4 Prozent weniger", so Reiner Kuklinski, Geschäftsführer der Volkswohnung.

ka-Reporter bestätigt Dreck in Haus der Volkswohnung

Dieses Ergebnis bestätigt auch ein ka-Reporter, der sich im August 2016 hilfesuchend an ka-news gewandt hatte. Er beklagte damals die "schwierigen" Zustände, in einem Haus der Volkswohnung in der Karlsruher Südstadt: "In einer Sozialwohnung zu wohnen bedeutet ja für manche auch, eh schon nicht 'mithalten' zu können. Da muss man es den Mietern nicht noch zusätzlich 'reindrücken' und sie im Dreck hausen lassen", so der ka-Reporter.

Auf die Beschwerden des Mieters angesprochen hat Beatrice Kindler, Sprecherin der Volkswohnungen Karlsruhe, versichert, dass man die Lage vor Ort überprüfen wolle. Nach einem Hausbesuch habe man sofort eine Reinigung durch eine Firma veranlasst.

Waschraum in den Volkswohnungen Karlsruhe
Mittlerweile haben die Verantwortlichen der Volkswohnung Karlsruhe einen Reinigungstrupp in das betroffene Haus geschickt. So ist immerhin oberflächlich gereinigt, sagt der ka-Reporter. | Bild: (flk)

Mieter mit Modernisierungsarbeiten zufrieden

Mit dem Ergebnis von Modernisierungsmaßnahmen seien allerdings vier Fünftel (82 Prozent) aller Haushalte zufrieden bis sehr zufrieden. "Das freut uns sehr, denn wir investieren seit Jahren in unsere Gebäude, um die Energieeffizienz zu verbessern und die Wohnqualität zu steigern", sagt Kuklinski. 74 Prozent der Befragten sind zufrieden bis sehr zufrieden mit dem Ablauf, 82 Prozent zufrieden bis sehr zufrieden mit dem Resultat der Modernisierungsarbeiten.

Ein überraschendes Ergebnis stellt das geringe Interesse - lediglich 12 Prozent - an CarSharing-Angeboten dar. Kuklinski: "Das ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass die großen Wohngebiete der Volkswohnung gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen sind."

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Kommentare (9)
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  •   Suedweschter
    (324 Beiträge)

    14.01.2018 17:52 Uhr
    Die Befragung ist ein Witz!
    Und das weiß Kuklinski auch. Handverlesene Kunden anzurufen, von denen nie eine Beschwerde kam und die in keinem der Konflikthäuser wohnen, ist pure Augenwischerei. Wer es wirklich ernst meint, mit der Ermittlung der Kundenzufriedenheit, gibt so eine Umfrage an ein unabhängiges Institut in Auftrag.
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  •   ALFPFIN
    (6251 Beiträge)

    13.01.2018 19:14 Uhr
    Es gibt eine Hausordnung,
    und ist Bestandteil des Mietvertrages. Auch wenn die Volkswohnung viele Häuser in der Stadt hat, kann man mal Kontrollgänge machen und die Mieter, direkt ansprechen. Hausordnung siehe Mietvertrag. Dieser ist einzuhalten und Punkt. Ruhig darauf hinweisen, dass Vertragsverletzungen auch Folgen haben können. Aber das macht Arbeit. Ist bei unserer Genossenschaft genau so. War früher einmal anderst. Der Hinweis von Mietern, dann eben einen Putzdienst zu beauftragen und die Kosten auf die Mieten umlegen, macht auch Arbeit.
    Es stimmt schon, man kann einen Besen in die Hand nehmen und fegen. Machen wir bei uns auch. Irgendwann stellen die Willigen das aber ein, denn die anderen schauen aus dem Fenster, "ach die kehren ja."
    Die Volkswohnung als Vermieter hat sich genau wie die anderen Wohnbaugesellschaften darum zu kümmern, dass die Verträge eingehalten werden, auch im Interesse aller Mieter.
    Die heutige jüngere Generation, zumindest die meisten, kennen das Wort Hausordnung nicht.
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  •   betablocker
    (3318 Beiträge)

    13.01.2018 22:18 Uhr
    Die sollte
    man mal zu den Schwaben schicken, da gäbs sowas nicht. Kehrwoch isch heilig. zwinkern

    Heimsieg! grinsen
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (983 Beiträge)

    15.01.2018 19:15 Uhr
    Und wenn man sieht, dass geputzt wurde, wars zu spät.
    Gibts die typisch schwäbische Hausfrau noch, die zwische Kässpätzle schabe und Maultasche wickle noch schnell die Kehrwoche mache kann?

    Oder schaffen die jungen Leut inzwische alle beim Daimler und leiste sich ä Putzfrau? S isch halt net wie selbscht gmacht unds Geld wird auch fortgetrage.
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  •   Darth_Vader
    (779 Beiträge)

    14.01.2018 04:35 Uhr
    Nix Heimsieg!
    KehrWOCH kann nichts gegen minütliche Verwahrlosung ausrichten. Es gibt immer mehr Asoziale. Daran wird auch der Schwob nichts ändern.
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  •   ingrid333
    (134 Beiträge)

    13.01.2018 18:39 Uhr
    Befragung
    ich für meine Person lege sofort auf, egal was mich wer befragen will. Hintergrundhotline und weg.
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  •   müllermeier
    (44 Beiträge)

    13.01.2018 17:34 Uhr
    Meckern ist einfacher als selbst mal was zu tun!
    Fast die Hälfte ! der Leute, die günstig wohnen sind mit einfachen Dingen unzufrieden, die sie selbst in der Hand haben. Traurig! Wem bricht ein Zacken aus der Krone, mal nen Besen in die Hand zu nehmen, mal ne Tüte oder Verpackung , auch wenn sie von anderen stammen, in die Mülltonne zu werfen? Gelonde gesagt finde ich das einfach nur frech; vielleicht könnte man selbst auch mal weniger Müll bzw. Dreck verursachen????
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  •   betablocker
    (3318 Beiträge)

    13.01.2018 10:45 Uhr
    Warum
    nimmt man da nicht selbst mal einen Besen in die Hand?

    Was wären knapp sechs Euro heute in Mark? Weiss das einer der sich mit Geld auskennt?
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  •   Susanne91
    (29 Beiträge)

    13.01.2018 10:21 Uhr
    Unzulässige Befragung!
    Eigene Kunden per Telefon zu befragen verstößt nach herschender Meinung und mehreren Gerichtsurteilen (siehe Oberlandesgericht Köln, 6 U 41/08) gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb!

    Habe ja nix gege die Volkswohnung aber rechtswidrig ist rechtswidrig.

    Naja und die die ne Wohnung haben. Wieso sollen sie sich beschweren? Sie gehören zu den wenige die überhaupt eine haben.
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