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Karlsruhe Umfrage: "Deutschland, das Volk der Raser" - Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Im Südwesten sind die Autobahn-Rowdies zu Hause. Sie rasen, bauen Unfälle und dabei besonders viele schwere - das sagt zumindest eine Studie des AutoClub Europa (ACE) über das Jahr 2008. Noch schlimmer als Baden-Württemberg sei Rheinland-Pfalz mit einem deutlich höheren Schnitt. Was meinen Sie: Sollte in Deutschland ein generelles Tempolimit auf den Autobahnen gelten?

Während Rheinland-Pfalz die Liste der Tempo-Unfälle anführt (1.272 pro eine Million Einwohner) wurde im Jahr 2008 auch in Thüringen (1.148), Schleswig-Holstein (1.006) und Sachsen-Anhalt (935) gerast.

Baden-Württemberg steht mit 904 tempobedingten Kollisionen auf Platz Fünf. Der Bundesdurchschnitt lag bei 778 Unfällen pro eine Million Einwohner - am sanftesten ging es in Berlin und Brandenburg zu.

Allerdings wies der ACE darauf hin, dass Raser nicht immer Tempolimits überschritten. Auch Dunkelheit, Schnee oder Regen führe oft zu nicht angepasster Geschwindigkeit und verursache Unfälle. Insgesamt war ein zu hohes Tempo 2008 sogar die zweithäufigste Unfallursache.

120-Stundenkilometer-Limit wie in der Schweiz?

Der ACE kritisierte die Verantwortlichen in Bund und Ländern, die nach seiner Ansicht nur bedingt gegen die Raserei vorgehen würden. Immer wieder kocht in diesem Zusammenhang auch die Diskussion über ein generelles Tempolimit hoch.

Unser Nachbarland Schweiz macht vor, was in Deutschland bisher nicht umzusetzen war: Dort darf nie schneller als 120 Stundenkilometer gefahren werden. Strafzettel sind astronomisch teuer. Das Konzept scheint zu funktionieren - wer eidgenössische Autobahnen benutzt, findet eine äußerst disziplinierte Fahrweise vor. Oder geht die Ordnung am Ende nur auf die Gebührenpflicht auf der Schweizer Autobahn zurück?

Was denken Sie: Wäre eine maximale Geschwindigkeitsbegrenzung in Deutschland sinnvoll, um vor allem schwere Unfälle auf Autobahnen zu verhindern? Oder ist der Tempolimit-Vorschlag nur eine weitere Initiative von panikmachenden Aktionisten?

   
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (557 Beiträge)

    20.08.2010 08:15 Uhr
    Raser, keine Minderheit
    die schützenwert wäre.
    73 % der Deutschen sind laut Forsa 2007 FÜR ein generelles TL auf den Autobahnen.
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    unbekannt
    (786 Beiträge)

    19.08.2010 12:06 Uhr
    @eh-wessi
    Wenn ich 150 fahre und ich im Rückspiegel sehe, dass Jemand im Rückspiegel schnell größer wird, ist doch schon klar, dass er schnell ist.
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    (29986 Beiträge)

    18.08.2010 23:34 Uhr
    Deutsche Autobahnen
    sind ein Sonderfall und weder hinsichtlich Verbindungen noch Verkehrsaufkommen mit irgendetwas vergleichbar. Schon gar nicht mit der Schweiz, Österreich oder Frankreich.
    Tatsache ist: Bei geringerer Geschwindigkeit sinkt der Sicherheitsabstand, die Strasse kann also mehr Fahrzeuge aufnehmen. Das ist natürlich kein Garant dafür, dass es keine Staus gibt. Allerdings ist es so, dass Schnellfahrer für einen ausscherenden Langsamerfahrenden oftmals stark abbremsen müssen. Das sorgt dann für eine Kettenreaktion, weil manche ja schon auf die Bremse gehen wenn einen Kilometer voraus ein Bremslicht leuchtet. Zwei Kilometer weiter hinten fahren sie dann ineinander rein.
    Wenn wir ein Limit von 120 annehmen (nur mal so), kann auch einer ausscheren ohne dass der hintere bremsen muss. Da genügt es vom Gas zu gehen (ordentlicher Sicherheitsabstand vorausgesetzt) um den Abstand wieder herzustellen.
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    (29986 Beiträge)

    18.08.2010 23:47 Uhr
    Fortsetzung
    Den Stau verursachen die Panikbremser und die denen der Überblick fehlt. Die, die nach der Bremsung nicht in die Socken kommen. Da muss man wieder Gas geben, genauso wie bei der Einfahrt auf die Autobahn. Ein Irrsinn was man da sieht. Manche halten an wenn sie partout nicht reinkommen (gibts), aber dann fährt man halt zur Not noch auf dem Standstreifen weiter. Immer noch besser als anzuhalten.
    Ein Tempolimit könnte mE die Situation verbessern. Ein bisschen. Aber so wie die deutschen Autobahnen was besonderes sind, ist es eben auch der deutsche Autofahrer.
    Noch eine Tatsache (in der ich einen Vorschreibern zustimme): Die Beachtung eines unbedingten Limits ist anstrengend. Jeder der schon mal in der Schweiz war kennt das. Mit konstant 80 oder gar 60 durch eine 15 Kilometer lange Baustelle zu fahren ist anstrengender als 100 Kilometer 250 zu fahren. Bei 80 schläfst du ein, bei 180+ bist du wach.
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    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    18.08.2010 23:57 Uhr
    Nochmal Fortsetzung
    Die Unfälle entstehen nicht durch zu schnelles Fahren, sondern durch Unachtsamkeit. Wer nicht in der Lage ist, die Geschwindigkeit eines nachfolgenden Fahrzeugs einzuschätzen, sollte der Autobahn fernbleiben. Für die die sich eh nicht getrauen schneller als 100 zu fahren gibt es genug Bundesstrassen auf denen sie auch vorankommen und keinen Stress verursachen.
    Wenn die wegwären, wäre alles schon viel einfacher. grinsen
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  •   ralf
    (3745 Beiträge)

    18.08.2010 18:31 Uhr
    Raser auf Autobahnen kein Hauptproblem
    Kritischer sehe ich Raser in Ortsdurchfahrten (darf man ja teils mit 50km/h durch und wenn man mit 70km/h durchfährt, gibt es im unwahrscheinlichen Falle einer Kontrolle auch keine Strafe, die weh tut). Auch wenn man mal auf einer kurvigen Landstraße ohne Geschwindigkeitsbegrenzung oder im Winter bei Frost mal nicht die erlaubten 100km/h ausfährt, wird man häufig vom Hintermann genötigt.

    Auf der Autobahn habe ich eher Angst vor LKWs, die scheinbar ohne zu schauen auf meine Spur wechseln.

    Naja, eigentlich fahre ich lieber Bahn. Da muss man sich nicht so sehr aufregen und kann nebenbei noch was lesen. Oder mit dem Fahrrad weit entfernt der Hauptverkehrsstraßen durch die Natur.
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  •   franky4you
    (1330 Beiträge)

    18.08.2010 17:43 Uhr
    Wär doch schade,
    wenn die vielen Touris/Pendler sich bei uns in D nicht mehr kostenlos austoben dürfen. Könnten sich ja dann auch die Versicherungsprämien dem europäischen Durchschnitt anpassen und dann wär ja unser Wirtschaftsfiasko absolut komplett. Bräuchten dann wahrscheinlich nochmal tausend Trillionen für die Versicherungen.
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  •   Karsten2010
    (243 Beiträge)

    18.08.2010 17:03 Uhr
    Generelles Tempolimit erübrigt sich meistens
    Durch zahlreiche Geschwindigkeitsbeschränkungen und hohes Verkehrsaufkommen gibt es bereits Geschwindigkeitsbeschränkungen. Man sollte auch bedenken, dass die meisten schweren Unfälle auf Landstraßen passieren und nicht auf Autobahnen. Was den Verkehrsfluß angeht, sollte man mal über die Aufhebung des Rechtsüberholverbots nachdenken, das klappt z.B. in Kanada einwandfrei. Es gibt da auffallend weniger Spurwechsel als hier, was sicherlich nicht nur mit der Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h zusammenhängt.
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    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    18.08.2010 18:00 Uhr
    Gibts in USA
    auch nicht.

    Aber bist du das an den deutschen Autofahrer bringst gibts tausende Tote. zwinkern
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    unbekannt
    (33 Beiträge)

    18.08.2010 16:25 Uhr
    die pfälzer---
    fahren dafür in den rechtsrheinischen städten, wie karlsruhe...
    immmer wie die angsthasen...kennen keinen kreisverkehr...ampeln sind ihnen auch fremd....
    zum glück sin die pfälzer autofahrerinnen rechts hübsch..
    bei denenbin ich njicht für verkehrsverbote....
    gell
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