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Karlsruhe Umfrage: Betrifft Stuttgart 21 auch Karlsruhe?

War noch vor kurzem die Stuttgarter Familiencard als Vorzeigemodell in aller Munde, so ist diese spätestens seit der Dachbesetzung des Stuttgarter Hauptbahnhofs am Donnerstag in der öffentlichen Wahrnehmung abgelöst worden: Das Mammut-Projekt Stuttgart 21 spaltet die Gemüter in der Landeshauptstadt. Sogar in Karlsruhe gibt es Kundgebungen gegen das umstrittene Verkehrsprojekt. Doch ist das ein Thema, das die Karlsruher überhaupt betrifft?

Seit gut einer Woche hat sich in der Fächerstadt eine Formation gegen das Stuttgarter Bauprojekt gebildet: Auf dem Marktplatz protestieren die "Solidar-Schwaben" fast täglich mit Trillerpfeifen und anderen Krachmachern gegen Stuttgart 21. Initiator Felix Schmidt-Eisenlohr wollte mit der Aktion auch die Badener daran erinnern, dass "S 21" - wie das Stuttgarter Jahrhundertprojekt auch genannt wird - mit einem beträchtlichen Anteil aus Landesmitteln finanziert werde. Dies bedeute eben auch, dass Karlsruher Steuergelder dort verbuddelt würden.

Während Befürworter der Kombilösung sich zwischenzeitlich für Stuttgart 21 ausgesprochen haben, ging es in der Landeshauptstadt richtig rund: Gegner besetzten das Dach des Hauptbahnhofs und führten so einen Baustopp herbei. Außerdem ruft der Protest in Stuttgart immer mehr Demonstranten auf den Plan, die auch am Freitag wieder gegen "S 21" mobil machten.

Die Initiative "Ja zur Kombilösung" sieht für Karlsruhe vor allem einen wirtschaftlichen und verkehrstechnischen Vorteil: Durch die Anbindung des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs an das Hochgeschwindigkeitsnetz "Magistrale für Europa" profitiere Karlsruhe enorm. Die Magistrale verbinde Karlsruhe mit unzähligen Städten und Regionen Europas, außerdem stehe "S 21" für zukunftsorientierten Städtebau und umweltorientierte Mobilität.

Was denken Sie? Geht das Stuttgarter Infrastrukturprojekt Stuttgart 21 die Karlsruher doch etwas an oder handelt es sich allein um eine schwäbische Angelegenheit? Stimmen Sie ab!

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Kommentare (10)
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  • unbekannt
    (63 Beiträge)

    28.08.2010 16:01 Uhr
    Jetzt
    sollte es bei uns auch rundgehen! Leute - ich hoffe,daß sich immer mehr Karlsruher Bürger endlich organisieren - zusammen mit den Karlsruher Geschäftsleuten - da werden doch sicherlich ein paar einflussreiche dabei sein - und dann ordentlich Bambule machen werden. Denen da oben endllich mal zeigen wo hier der Hammer hängt und dass man mit uns nicht umspringen kann wie mit Schuljungen. Nehmt Euch ein Beispiel an unseren Nachbarn - den Franzosen. Die gehen auf die Straße - geschlossen,und dann geht nichts mehr im Land und die Politnasen müssen die Segel streichen. So werden Gesetze gemacht und nicht nur von oben bestimmt. Die oben sind "nur" unsere Vertreter. Die ganze Gewalt geht vom Volke aus - so steht's geschrieben im GG (Grundgesetz) - Machen wir endlich Gebrauch davon!!
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  • unbekannt
    (6 Beiträge)

    28.08.2010 08:06 Uhr
    Mittelalter?
    Leben wir noch im Mittelalter? Macht jedes Dorf was es will? Oder leben wir in einer großen Gemeinschaft, in der jeder mehr oder weniger seinen Nutzen von den Mitmenschen hat? Wer das nicht einsehen kann, soll doch in den Urwald oder mit den Krebsen auf eine einsame Insel ziehen und dort vermodern. Wenn er Glück hat, findet er ja dort noch mehr Einsiedler(krebse). Viel Spaß
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  • unbekannt
    (6808 Beiträge)

    28.08.2010 07:58 Uhr
    erstens
    ist das nicht die verbotene Stadt, sondern die Landeshauptstadt. Was für ein Unfug. Und darüber hinaus hat Stuttgart 21 tatsächlich überregionale Verbindung. Spätestens, wenn andere wichtige Verkehrsinfrastrukturprojekte nicht mehr gebaut werden können, wie der Ausbau der Rheintalbahn bspw., wird das jedem klar werden. Aber dann ist es zu spät.
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  •   runsiter
    (11979 Beiträge)

    28.08.2010 10:05 Uhr
    Wer sitzt am Geldhahn
    Also ob die Rheintalbahn gebaut worden wäre, wenn der U21 gestoppt worden wäre, ich weiß nicht. Diese "was wäre wenn" Szenarios sind nicht so nicht auf einfache Aussagen zu reduzieren wie: "Wenn kein U21 dann Rheintalbahn". das halte ich für unseriös.
    Ein sinnvolles Verteilen der Gelder setzt auch immer eine passende Regierung voraus. Ich glaube Ihnen gerne, Herr Rupp, dass Sie mit dem Geld lieber sinnvollere Infrastrukturprojekte finanziert hätte. Aber die Landesregierung in Stuttgart? Unwahrscheinlich.
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  •   runsiter
    (11979 Beiträge)

    28.08.2010 10:12 Uhr
    Farbecht
    Das heißt natürlich S21. *grins*. Da scheint ja der Fenrichtunnel abzufärben.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    28.08.2010 04:02 Uhr
    Wieso?
    Das Projekt findet doch in der verbotenen Stadt statt. Was geht das KA an? Sonst hats doch auch keinen interessiert was die blöden Schwaben machen. Jetzt auf einmal?
    Gibts da jetzt ein Zusammenspannen? Na da bin ich mal gespannt.

    Da eröffnen sich vollkommen neue Möglichkeiten.
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  •   kampion
    (1243 Beiträge)

    28.08.2010 23:11 Uhr
    es geht nicht
    um die verbotene Stadt sondern um unser aller verlorenes Geld welches sinnlos verbuddelt wird...das Projekt wird zw. 9 und 11 Milliarden kosten, noch Fragen?
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  •   franky4you
    (1330 Beiträge)

    28.08.2010 15:30 Uhr
    Also ich kanns mir auch nicht vorstellen,
    daß ausgerechnet die Stuttgarter sich um Karlsruher Belange tiefergehende Gedanken machen, wäre ja wirklich ein Widerspruch an sich in den Gundfesten des Musterländles.
    Ansonsten:
    Der ollen Russguck Stuttgart würde eine grüne Lunge auf den gewonnenen Flächen wirklich gut tun. Allerdings ist das wohl allerhöchstens auf den schicken Vorplänen auf Papier zu finden als später in der Realität. Die Grundstückspreise in Verbindung mit der schwäbischen Seele sprechen dafür so was von dagegen, da fließt das Wasser bei Schaffhausen eher die Felsen rauf!
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  •   kampion
    (1243 Beiträge)

    28.08.2010 03:02 Uhr
    wow
    über 80%, dat is ma ne Hausmarke!

    und ja, leider betrifft es ganz KA
    nein, ganz BaWü
    nein, ganz Deutschland!
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  • unbekannt
    (6808 Beiträge)

    28.08.2010 08:18 Uhr
    und der vorsitzende des Verkehrsauschusses dazu
    http://www.winnehermann.de/2010/2010/08/23/wie-die-bahn-milliarden-in-den-sand-setzt-gastbeitrag-von-winne-hermann-zu-stuttgart-21-im-handelsblatt-online/
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