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Karlsruhe Trotz Vermittlungen durch Kampagne "Dach gesucht!": Wohnraumsituation in Karlsruhe bleibt angespannt

Vom 14. bis 28. September war die Wohnraumkampagne "Dach gesucht!" mit einem Info-Pavillon auf dem Kirchplatz St. Stephan aktiv, um Studenten und Azubis bei ihrer Suche nach einer Wohnung in Karlsruhe zu unterstützen. Diese sind aufgrund des langjährigen Wohnraummangels in der Fächerstadt mehr als rar. In diesem Jahr konnten durch die Aktion rund 500 Wohnungen und Zimmer vermittelt werden.

Seit 2012 ist es das Ziel der "Dach gesucht!"-Kampagne, auf den Wohnraummangel in der Fächerstadt aufmerksam zu machen. Gleichzeitig will sie Wohnungsbesitzer animieren, ungenutzten Wohnraum an Studierende und junge Menschen in Ausbildung zu vermieten. In diesem Jahr startete die Aktion am 14. September auf dem Kirchplatz St. Stephan mit einem Flashmob, den Karlsruher Studenten organisiert hatten.

Gesamtnachfrage konnte gelindert werden

In einer Pressemeldung der Stadt Karlsruhe zieht das Studierendenwerk nun eine positive Bilanz aus der diesjährigen Aktion: So seien im September rund 500 Wohnungs- und Zimmerangebote beim Studierendenwerk eingegangen, die über deren Webseite sowie Aushänge im Studentenhaus und dem Infopavillon weitergegeben wurden. Zusammen mit den rund 4.400 Wohnheimzimmern in Karlsruhe habe man die große Nachfrage zwar nicht komplett aufgefangen, aber zumindest lindern können.

"Wir stellen jedoch fest, dass sich das Preisniveau der eingehenden Wohnungsangebote, der Situation auf dem privaten Wohnungsmarkt angepasst, deutlich nach oben entwickelt hat", so Michael Postert, Geschäftsführer des Studierendenwerks. "Hält diese Entwicklung an, wird der private Wohnungsmarkt immer schwerer die Spitzen der studentischen Wohnungssuche abdecken können."

Der Durchschnittspreis für ein Zimmer in einem Studierendenwohnheim des Studierendenwerks liegt laut Postert bei 239 Euro, der der privaten Wohnungsangebote weit darüber. Das mache die Suche für Studierende in diesem Jahr nicht einfacher. 

Viele Angebote von Privatvermietern

Michael Kaiser, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und des Wissenschaftsbüros, freut besonders, dass viele Angebote von Privatvermietern kommen, die erstmalig ein Zimmer oder eine Wohnung vermieten wollen, oder auch für den Übergang ihr Gästezimmer für die Erstsemester zur Verfügung stellen. "Das ist ein positives Signal für die Hilfsbereitschaft und offene Kultur in Karlsruhe und für die Arbeit der Wohnraumkampagne", zieht er Bilanz. 

Wer ein Zimmer oder eine Wohnung vermieten möchte, kann sich auch weiterhin unter 0721/6909192 und per E-Mail unter info@dach-gesucht.de melden.

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  •   Malerdoerfler
    (4652 Beiträge)

    12.10.2018 22:22 Uhr
    Wellness-Studenten?
    Die kleine Studentenbude reicht sicher nicht mehr - da muss schon richtiger Komfort her, oder?
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  •   betablocker
    (3670 Beiträge)

    13.10.2018 00:26 Uhr
    Ach woher denn,
    ein ordentliches WG-Zimmer ist doch ok. Das war früher auch schon nicht unbedingt billig. Ich kann mich noch erinnern. Wir haben 1986 zu dritt (Schulkameraden) eine Wohnung gesucht. Und gefunden. 80qm, drei Zimmer, ganz klassischer Schnitt, Wohnzimmer, ein etwas kleineres Schlafzimmer, Kinderzimmer, zwei Balkone (das war nicht schlecht!), Küche, Bad, kein extra Klo. Billige Bausubstanz, Erstausstattung von Anfang der 60er, Karlstrasse 130 über dem heutigen Metzger Sack (wenn man davor steht die beiden linken Fenster). Die Miete haben wir gestaffelt nach Zimmergrösse, 350, 300, 250. Macht 900 Mark warm, natürlich wie heute auch zzgl. Strom und Telefon. Die letzten drei der 12 Jahre hab ich allein drin gewohnt, Endpreis war 1100 warm.
    Das kann man 1:1 auf Euro übertragen, somit ist es heute vielleicht ein bisschen teurer, aber nicht viel.
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  •   de.schwule.sascha
    (185 Beiträge)

    13.10.2018 18:35 Uhr
    @Betablocker
    Wow!
    1986....Da bin ich gerade mal in die Schule gekommen...
    Hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, aber die 80er waren/sind für mich so eine magische Zeit....mmmm....
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  •   betablocker
    (3670 Beiträge)

    13.10.2018 00:39 Uhr
    Die Studiendauer
    dürfte im Gegensatz zu dieser Zeit deutlich gesunken sein, während der Anteil von Studenten die schon während des Studiums gerade im IT Bereich mehr und branchengleich arbeiten (und besser verdienen) deutlich gestiegen sein dürfte. Also das vom Bettelstudenten kann mir keiner verkaufen. Dass es grundsätzlich weniger Platz hat und man sich die Bleibe nicht nach Belieben aussuchen kann, das ist mit Sicherheit richtig. Und dass feuchte Kellerlöcher auch für Studenten nicht zumutbar sind ist auch richtig. Aber viel braucht man nicht, die Zeit ist überschaubar und manch einer wird sich noch wünschen, dass sie länger gedauert hätte, die Zeit ohne Verantwortung für irgendwas ausser für sich selbst.
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  •   betablocker
    (3670 Beiträge)

    13.10.2018 00:53 Uhr
    Aber
    die jungen Leute wollen die klugscheisserischen und spiessigen Sprüche der Alten ja nicht hören und die die es doch tun waren schon früher Lappen und sinds heute auch noch. Heute wahrscheinlich noch etwas mehr, da die Kinder ja schon ab dem frühesten Alter zur grösstmöglichen Unselbständigkeit erzogen werden, Stichwort Elterntaxi, Viertklässler mit dem Auto vor die Schule fahren und wieder abholen, total Banane. Das würd ich nichtmal machen wenn die Schule direkt auf meinem Arbeitsweg läge und ich zur exakt richtigen Zeit dran vorbeikäme. Bus, Bahn, Rad, laufen, moped- und autofahren kannst du wenn du den Führerschein hast, zahl ich dann. Samt Fahrgerät.
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  •   betablocker
    (3670 Beiträge)

    13.10.2018 00:55 Uhr
    Aber
    nur e Honda, was anderes gibts nicht! zwinkern
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1002 Beiträge)

    12.10.2018 15:32 Uhr
    Immer das gleiche regelmäßige Gejammer
    zu Semesterbeginn. Aber irgendwie kommen dann doch alle unter, (teils sogar in beneidenswert guter Lage für moderates Geld) obwohl gerade hier auf ka-motz mal wieder der obdachlose Bettelstudent unter der Brücke an die Wand gemalt wird.
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  •   Rambazamba
    (279 Beiträge)

    12.10.2018 12:53 Uhr
    Umkreis? Vorbereitung?
    Was mir hier fehlt, ist der Suchradius. Geht es nur um die Möglichkeiten in der Innenstadt oder gehört der Landkreis dazu? Natürlich möchte jeder Neustudent gleich zu Beginn des Studiums in einer hippen WG in einem Studioloft in der City, Backstein, Retro-/Industrieschick ... unterkommen, so wie man das aus dem Fernsehen kennt und nicht bei Oma Hoppenstedt auf dem Land im Keller wohnen oder?
    Welche Information auch zu wünschen übrig lässt: Wie lange suchen die Studenten? So ein Studium kommt ja meist ganz plötzlich und unerwartet zum Semesterbeginn im September. Da sollte es doch reichen, sich so Anfang August drum zu kümmern, oder? Sorry, aber wenn ich miterlebe, wie unglaublich alltags- und lebensfremd (inzwischen) viele junge Menschen sind, wundert es mich, dass manche ohne Hilfe von den Heli-Eltern überhaupt eine Bleibe finden.
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  •   Malerdoerfler
    (4652 Beiträge)

    12.10.2018 22:23 Uhr
    Ohne Heli-Eltern?
    Tun sie eben nicht!!!
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  •   mcclaney
    (1402 Beiträge)

    12.10.2018 14:38 Uhr
    ...
    Lebensfremd ist ihr Kommentar. Zusagen für Studienplätze für bestimmte Studiengänge erreichen die Bewerber oftmals erst Mitte August. Das wissen Sie und haben es unterschlagen oder es ist Ihnen einfach nicht bewusst gewesen und haben drauf los geschrieben.
    Und natürlich sucht man sich auch erstmal einmal eine Wohnung in Uni-Nähe, wenn man zeitweise einen oder zwei Studijobs hat, und diese dann auch gerne entsprechend ebenfalls in der Nähe der Hochschule hat. Damit spart man sich nämlich das zeitraubende Pendeln. Das würde jeder so versuchen.
    Ferner: Jeder Student würde natürlich liebend gerne für nen Appel und nen Ei in einem sanierten Industrieloft leben mit Blick auf Karlsruhes Schokoladenseiten, meistens sind es aber aus Kostengründen dann halt eher doch die runtergekommenen 4er-WGs in der Waldstadt mit Etagenküche zu horrenden Preisen.
    Machen Sie sich doch mal Gedanken über die Tatsachen bevor Sie anderen Realitätsverlust vorwerfen.
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