Karlsruhe Trotz Studiengebühren: AStA fürchtet kleinere Hochschulbibliothek

Ende März hat sich der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Pädagogischen Hochschule (PH) in einem Brief an Wissenschaftsminister Peter Frankenberg und die CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schütz gewandt. Grund dafür: Die Hochschulbibliothek soll verkleinert werden - trotz Studiengebühren.

Der AStA fordert mit Verweis auf die Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester die Beibehaltung der Bibliotheksgröße. Nach Angaben des Ausschusses soll die Fläche der PH-Bibliothek um 1.000 Quadratmeter reduziert werden. Dies habe zur Folge, dass rund  36.000 Bücher entsorgt werden müssten. Der Asta prognostiziert aus diesem Anlass, dass Neuanschaffungen zukünftig mit der Entsorgung alter Literatur einhergingen.

AStA: "Eindeutig falsche Sparpolitik!"

Zu wenig Platz herrsche nur deshalb, so die Studenten, weil die virtuelle "Grundlast" der Hochschule mit 2.000 Studenten angesetzt sei, tatsächlich seien aber 1.000 mehr eingeschrieben. "Die Vernichtung von Büchern beruht also darauf, dass die seit vielen Jahren bestehende Überlast nicht anerkannt wird."

Dazu Marius Stein, studentische Vertretung im Hochschulrat der PH: "Die Studenten sehen die Studiengebühren sowieso schon als sehr kritisch an. Dass uns trotz des Menschenrechts verachtenden Mottos 'Bildung gegen Bezahlung' die wissenschaftliche Grundlage unseres Studiums und die dringend benötigten Plätze zum Arbeiten entzogen werden, ist eindeutig falsche Sparpolitik!"

Auch die Leitung der PH und Teile des Lehrkörpers hätten ihre Bedenken bereits dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gegenüber schriftlich geäußert.

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