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Karlsruhe Time To Say Goodbye?

Versprechen für die einen, Drohung für die anderen
(Foto: ka-news)
Es ist offiziell: Am gestrigen Donnerstag wurde die Ex-Steffi unter hohem Polizeiaufgebot geräumt, die Bewohner müssen sich wohl oder übel ein neues Heim suchen (ka-news berichtete). Aber so leicht scheinen die (ehemaligen) Bewohner des Gebäudes in der Schwarzwaldstraße nicht locker zu lassen. Mit einer Demonstration verschafften sie sich gestern Abend auf dem Karlsruher Marktplatz abermals Gehör - und das nicht gerade in sanften Tönen.

Vor Beginn der eigentlichen Demonstration fanden sich alle Ex-Ex-Steffis auf dem Marktplatz ein und sorgten im Voraus für "gute" Stimmung. Per Megaphon machten sie ihrem Unmut Luft: "Heute wurde das letzte große selbstverwaltete Wohn- und Kulturprojekt in Süddeutschland polizeilich geräumt. Polizeiliche Räumung ist ein Armutszeugnis. Von einer Stadt wie Karlsruhe hätten wir etwas anderes erwartet." Der insgesamt 21 vorübergehend festgenommenenen Anhänger wurde mit dem Reim "Wir sind nicht alle, es leben die Gefangenen" gedacht. Polizeisprecher Anton Gramlich erklärte gegenüber ka-news, dass alle Festgenommenen im Laufe der Nacht wieder auf freien Fuß gesetzt wurden. Gegen einige laufen aber Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch.

"Macht ihr uns die Steffi platt, nehmen wir die ganze Stadt"

Einige Ex-Bewohner erklärten der nur wenig interessierten Öffentlichkeit noch einmal die Hintergründe der Räumung aus ihrer Sicht. Dabei wurde auch das Ersatzprojekt "Initiative Kußmaul" angesprochen und warum die Verhandlungen mit der Stadt ihrer Ansicht nach ins Leere liefen (ka-news berichtete). In Bezug auf die gestrigen Räumung wurde immer wieder betont, man sei von der Stadt und dem Gerichtsvollzieher "hinters Licht geführt worden" und es seien "falsche Versprechungen" gemacht worden (ka-news berichtete).

Die Ex-Steffi-Anhänger ziehen ihre Demo mit Begeisterung durch, immer begleitet vom Freund und Helfer (Foto: ka-news)

Ihren Demo-Marsch begleiteten die Ex-Steffi-Anhänger mit provokanten Parolen: "Macht ihr uns die Steffi platt, nehmen wir die ganze Stadt" oder "Jeder Stein, der abgerissen wird von uns zurückgeschmissen". Dabei ließen die Ex-Ex-Steffis kein gutes Haar an Oberbürgermeister Heinz Fenrich, der Polizei, dem Gerichtsvollzieher, der Politik, selbst die Karlsruher bekamen "ihr Fett weg". Geschlagene eineinhalb Stunden marschierten nach Aussage der Polizei rund 100 Ex-Steffi-Anhänger durch die Karlsruher Innenstadt. Zu Ende ging die Demonstration auf dem Kronenplatz - mit den kämpferischen Worten: "Wir geben keine Ruhe, bis wir alle in Baden-Württemberg unseren eigenen Freiraum haben."

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