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Karlsruhe Tiergesundheitsampel für Karlsruhe: Angst vor Tierseuchen soll so verringert werden

Tollwut, Afrikanische Schweinepest oder Geflügelpest: Meldungen über Tierseuchen verunsichern oft die Bevölkerung. Dann wird auch vermehrt beim Ordnungs- und Bürgeramt der Stadt Karlsruhe nachgefragt, welche Risiken für Mensch und Haustier damit verbunden sind. Darüber informiert nun die Tiergesundheitsampel der Stadt Karlsruhe.

Schon 2016 hat daher das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) zusammen mit dem Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen ein Infoportal für Tierseuchen eingerichtet. Es informiert monatlich über die Gefahrenlage in Deutschland und der Schweiz mittels eines Ampelsystems. Auch Karlsruhe hat diese Tiergesundheitsampel übernommen, das teilt die Stadt in einem Bericht an die Presse mit. "Da das Risiko für Karlsruhe, strukturell und geographisch bedingt, ein ganz anderes sein kann als für andere Orte in Deutschland, wurde nun vom Ordnungs- und Bürgeramt die Karlsruher Tiergesundheitsampel entwickelt", heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung. 

Das jeweilige Risiko wird durch Ampelfarben dargestellt: rot für hohes Risiko, gelb für mittleres Risiko und grün für geringes Risiko: 


Risiko­ka­te­go­rie

Optische Darstel­lung

Hoch

Mittel

Gering

 

 

Krankheit

(emp­fäng­li­che Tierart, keine abschlie­ßende Aufzäh­lung)

 

Risiko

Anmer­kun­gen

 

Ameri­ka­ni­sche Faulbrut (Bienen)

 

 

Amtliche Gesund­heits­be­schei­ni­gung für Bienen beim Verbringen aus Karls­ruhe notwen­dig!

 

 

Anste­ckende Blutarmut der Einhufer (Pferde, Esel)

 

 

 

Aujesz­ky­sche Krankheit (Schweine, Rinder, Hunde, Katzen)

 

 

Ausbruch bei Wildschwei­nen im Stadtkreis Heidelberg am 27.02.2018. Die Krankheit endet bei betrof­fe­nen Tier­ar­ten tödlich.
Kontakt von Hunden mit toten Wildschwei­nen vermei­den!

 

 

Blauzun­gen­krank­heit (Wieder­käu­er)

 

 

Impfung wird empfohlen

 

 

Kleiner Beuten­kä­fer (Bienen)

 

 

 

Geflü­gel­pest (Hühner, Enten, Gänse, Tauben und andere Arten)

 

   
  • Atypische Geflü­gel­pest (Newcastle Disease)

 

Impf­pflicht für Atypische Geflü­gel­pest!
  • Klassische Geflü­gel­pest (Aviäre Influ­enza)

 

 

 

Hasenpest (Hasen, Kanin­chen)

 

Zoonose (Gesund­heits­ge­fähr­dung für den Menschen), tote Feldha­sen ­nicht ungeschützt (ohne Schutz­hand­schu­he) anfassen, Tierkör­per ­nicht öffnen

 

Staupe (Hunde, Füchse, Frett­chen)

 

Nachweis des Erregers bei einem tot aufge­fun­den Fuchs im Stadt­kreis Karlsruhe im Juni 2018.
Kontakt mit toten Füchsen vermeiden. Hunde und Frettchen sollten ­ge­gen die Staupe geimpft werden!

 

Schwei­ne­pest (Schwei­ne)

 

   

 

  • Afrika­ni­sche Schwei­ne­pest (ASP)

 

Nachweise des Erregers der ASP bei Wildschwei­nen in Osteu­ro­pa (­Bal­ti­kum, Polen, Tsche­chi­sche Republik)

Weitere Infor­ma­tio­nen:
https://www.bmel.de/DE/Tier/Tier­ge­sund­heit/Tier­seu­chen/_tex­te/ASP.html

 

  • Klassi­sche/­Eu­ro­päi­sche Schwei­ne­pest (KSP/ESP)

 

 

 

Tollwut (alle Säuge­tier­ar­ten, Vögel)

 

Nachweise in Fleder­mäu­sen vorrangig im Norden Deutsch­lands; derzeit keine Gefahr für Karlsruhe; Impfpflicht für Hunde, Katzen und Frettchen im Reise­ver­kehr

 

 

Usutu-Virus (Sper­lings­vö­gel, Eulen)

 

Mehrere verendete Amseln in Karlsruhe im Juli 2018. Infek­tio­nen ­des Menschen sind möglich, jedoch sehr selten; betroffen sind ins­be­son­dere immun­ge­schwächte Personen. Tote Amseln nur mit Schutz­hand­schu­hen anfassen.

 

West-Nil-Virus

(Sper­linge, Rabenvögel, einige Greif­vo­gel­ar­ten)

 

 

(Stand 16. August 2018)

Bei der Bewertung des Risikos wird auch berücksichtigt, ob der Erreger schon in Wildtierpopulationen oder im angrenzenden Landkreis nachgewiesen wurde, schreibt die Stadt weiter. Es werden aber auch andere Infektionskrankheiten, die für die Fächerstadt relevant sein können, aufgeführt. 

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Kommentare (2)
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  •   ALFPFIN
    (6209 Beiträge)

    19.08.2018 15:09 Uhr
    Wahrscheinlich
    waren die Hunde froh, dass so ein Zweibeiner, wenn auch ein kleiner, mit ihnen in der Hütte mitten im Wald schläft, das beruhigt, zumal es noch keine Tiergesundheitsampel gab. grinsen
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  •   Weichei
    (61 Beiträge)

    19.08.2018 11:00 Uhr
    Wenn Angst zur Krankheit wird.
    Wegen des Krieges in einem Forsthaus mitten im Wald aufgewachsen, wurde ich oft gesucht und immer in der Hundehuette mit drei Hunden schlafend aufgefunden.
    Hurra ich lebe noch.
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