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Karlsruhe Tanzende Kondome: Karlsruher Tierschützer fordern Katzen-Kastration

Tanzende Riesenkondome fordern Kastration von Katzen - Peta-Aktion in Karlsruhe auf dem Marktplatz | Bild: ps

Mit einer kuriosen Aktion machten Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta Deutschland am Dienstag auf dem Karlsruher Marktplatz auf sich aufmerksam. Sie stülpten sich überdimensionale, rosafarbene Kondome über den Körper. Damit wollten die Tierschützer an Katzenhalter appellieren, ihre Schützlinge rechtzeitig kastrieren zu lassen. Nur so könne die Stadt die Überpopulation von Katzen in den Griff bekommen, teilt die Organisation in einer Pressemeldung mit.

Bei der örtlichen "Katzenhilfe" warteten derzeit über 100 Katzen auf ein neues Zuhause. Laut Peta könne die Stadt nur mittels einer Kastrationspflicht die Überpopulation von Katzen langfristig unter Kontrolle bekommen und somit Tierleid verhindern. Allein in Deutschland landeten jedes Jahr rund 300.000 unerwünschte und ausgesetzte Tiere in Tierheimen.

In Baden-Württemberg habe noch keine Stadt die dringend notwendige Kastrationspflicht beschlossen, obwohl inzwischen über 140 Städte und Gemeinden in ganz Deutschland eine entsprechende Regelung auf den Weg gebracht haben, zeigen sich die Aktivisten von Peta enttäuscht. "Angesichts der steigenden Zahl von Katzen, die in Tierheimen auf ein neues Zuhause warten, sind die Kommunen gefragt hier tätig zu werden" fordert Patrique-Robert Noetzel, Aktions-Koordinator bei Peta.

Eine nicht kastrierte Katze könne im Normalfall zweimal im Jahr vier bis sechs Nachkommen zeugen. Diese seien wiederum ab dem fünften Lebensmonat geschlechtsreif. Dies zeige deutlich, wie verheerend das Problem wirklich sei, findet die Tierrechtsorganisation. So könne eine einzige Katze und ihre Nachkommen rein rechnerisch in nur sieben Jahren 420.000 weitere Katzen in die Welt setzen. Die Kastration von Katzen und Katern sei ein tierärztlicher Routineeingriff, betont Peta. Auch die Bundestierärztekammer rate zur Kastration von Freigänger-Katzen.

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