Karlsruhe Streit um Wildpark-Miete

Im Streit um die künftig vom KSC für das Wildparkstadion zu zahlende Miete haben die SPD-Fraktionsvorsitzende Doris Baitinger sowie die Stadträtinnen Gisela Fischer und Ute Müllerschön in ihrer Funktion als Aufsichtsrätinnen der Fächer GmbH Kritik an der Informationspolitik der Stadtverwaltung geübt. Zudem bezeichneten sie Lüppo Cramer ob seiner Doppelfunktion als Mitglied des Fächer-Aufsichtsrats und des KSC-Verwaltungsrats als befangen.

Die SPD-Politikerinnen beklagen sich in einem Schreiben an den Oberbürgermeister darüber, zum wiederholten Male aus den Medien über Probleme in den Verhandlungen zwischen der Stadt und dem KSC beim Thema Stadionumbau erfahren zu müssen.

Als Mitglieder des Aufsichtsrats der Fächer GmbH, die für den Stadionumbau verantwortlich zeichnet, sei diese Situation "sehr unbefriedigend". "Wir erwarten von der Stadt beziehungsweise der Fächer GmbH über die neuesten Entwicklungen zeitnah informiert und nicht über die Medien in Kenntnis gesetzt zu werden", heißt es weiter.

In diesem Zusammenhang stelle sich zudem die Frage nach der Rolle von KAL-Stadtrat Lüppo Cramer. Er scheine "beim Thema Stadionumbau immer auf dem neuesten Informationstand zu sein und gibt den Medien hierzu bereitwillig Auskunft. Als Aufsichtsratsmitglied der Fächer GmbH ist er jedoch ebenso wie wir zum Stillschweigen verpflichtet." Der mögliche Einwand, er spreche nur als Verwaltungsratsmitglied des KSC, mache das eigentliche Problem erst deutlich: "Eine Trennung zwischen beiden Funktionen ist nicht möglich, weshalb Herr Cramer zwar nicht im rechtlichen, so doch im tatsächlichen Sinne befangen ist."

Das Schreiben endet mit der Forderung, das von Tagesordnung der letzten Sitzung des Aufsichtsrats der Fächer GmbH abgesetzte Thema Stadionumbau auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen und hierzu auch den Sportbürgermeister Harald Denecken einzuladen.

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