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Karlsruhe Streit um Abschlussprüfung

Zwei Studenten am Institut für Regionalwissenschaft der Universität Karlsruhe haben jahrelang studiert, um nun entsetzt festzustellen, dass sie ihre Abschlussprüfung nicht schreiben dürfen. Hintergrund: Der Studiengang, für den sich die beiden entschieden hatten, endete am 12. Juni 2005. In der dann in Kraft tretenden Prüfungsordnung wurde festgelegt, dass die Abschlussprüfung bis zum 17. Juni 2007 noch abgelegt werden kann. Doch auf ihre Anträge erhielten Roberto León und Juan Manuel González die Antwort, ihr Prüfungsanpruch sei erloschen.

Zwar heiße es in der Prüfungsordnung, dass die Prüfung bis zum 17. Juni "abgenommen" wird, dies bedeute jedoch, "dass die Anmeldung zu der Prüfung eine angemessene Zeit vor dem 17. Juni 2007 erfolgen muss, damit dieser letzte Prüfungstermin einhaltbar ist", so Professor Dr. Karl Schweizerhof, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses für Regionalwissenschaft und Regionalplanung, in einem Schreiben an León. Diese Zeit sei notwendig, damit die Lizentiatenarbeit erstellt und begutachtet werden könne und damit die mündliche Prüfung abgehalten werden könne, schreibt Schweizerhof weiter. Darauf sei seit dem 14. April 2005 durch öffentlichen Aushang hingewiesen worden.

Diese Frist hatten die beiden nicht eingehalten. Allerdings sehen sie ihre Auslegung der etwas schwammigen Formulierung in der Prüfungsordnung durch zwei Gerichtsurteile bestätigt. Deshalb legten die Studenten Widerspruch im Rektorat ein und wandten sich ans Wissenschaftsministerium. Das Rektorat kündigte an, dass man den Widerspruch zurückweisen werde. In der Pressestelle der Universität heißt es dazu, es gebe keine Möglichkeit, den Studenten zu helfen. Die Prüfungsordung sei verpflichtend. Ausnahmen dürfe man keine machen. Das Ministerium schließt sich der Rechtsauffassung der Universität an.

León und González befürchten nun ein jahrelanges Prüfungsverfahren. Deswegen haben die Studenten jetzt den Petitionsausschuss des Landtags um Hilfe gebeten. Ob sie damit Erfolg haben, bleibt abzuwarten.

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