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Karlsruhe Straßenbahnfahren in der "Home Zone": KVV will neuen Handytarif einführen - aber erst in kommenden Jahren

Unter dem Projektnamen "Home Zone" wird momentan ein neues E-Tarifmodell für Karlsruhe entwickelt. Insbesondere "Vielfahrer" und Dauernutzer sollen von dem ÖPNV-Angebot profitieren. Laut einer Pressemitteilung des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) sollen Kunden künftig einen "Nahverkehrsradius" bestimmen können, in dem sie beliebig oft mit Bus und Bahn fahren können.

Wenn es dann soweit ist, sollen Kunden per Smartphone ihren persönlichen "Nahverkehrsradius" bestimmen können, in dem sie dann so oft sie möchten mit Bus und Bahn fahren dürfen. Fahrten, die darüber hinaus gehen, werden zum Entfernungstarif abgerechnet. Für Nutzer, die nur gelegentlich mit Bus und Bahn fahren, gilt ebenfalls der Entfernungstarif. "Somit wäre das Modell auch unabhängig von einem festgelegten Mobilitätsbereich für Gelegenheitsfahrer nutzbar", teilt der KVV mit.

eTarif KVV
Das neue Modell soll in den kommenden Jahren umgesetzt werden. | Bild: ka-news

Neues Tarifmodell verbundübergreifend?

Außerdem befinde sich der KVV in Gesprächen mit anderen Verkehrsverbünden. "Wir stimmen uns vor allem dazu ab, in welcher Form sich das neue Tarifmodell in verbundübergreifenden Gebieten realisieren lässt", heißt es in der Pressemitteilung.

Bis das neue Modell an den Start geht, wird es allerdings noch dauern. "Die konkrete Ausgestaltung des neuen E-Tarifmodells erfolgt im Rahmen der großen Tarifstrukturreform des KVV, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll", informiert der KVV in einer Meldung an die Presse.

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Kommentare (10)
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  •   Mondgesicht
    (2000 Beiträge)

    25.03.2019 12:13 Uhr
    Sollte man nicht gleich schlecht reden
    Es ist vom Ansatz her durchaus eine Verbesserung gegenüber dem heutigen Wabensystem. Das ist nämlich nicht immer "gerecht".

    Zum Beispiel kann man zwar für den Preis von 2 Zonen von Stupferich bis in die Rheinstrandsiedlung fahren. Wenn man aber stattdessen "nur" vom Entenfang bis zur Messe bzw. nach Forchheim fährt, zahlt man trotz kürzerer Strecke eine Zone mehr. Oder von Ettlingen zum Hauptbahnhof, ebenfalls 3 Zonen. Da könnte eine flexible Zonenregelung schon deutliche Verbesserungen bringen.

    Die Idee ist also nicht falsch. Ich habe aber noch so meine Zweifel, ob die Herren in der Führungsetage des KVV das am Ende richtig hinbekommen. Bisher sieht deren Erfolgsbilanz nämlich nicht sonderlich gut aus.
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  •   lenkdreiachser
    (398 Beiträge)

    25.03.2019 19:51 Uhr
    Zonengerechtigkeit
    Die langjährige Zonengerechtigkeit hat man im Falle Ettlingen 《-》 Hauptbahnhof ja erst vor einigen Jahren gekillt. Da haben zwei Zonen gereicht, die dann einer 'Ertragsoptimierung' mit drei Zonen weichen mussten.
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  •   reinhardo48
    (19 Beiträge)

    25.03.2019 21:53 Uhr
    Noch krasser ...!
    Es geht sogar noch etwas krasser:
    Von der Haltstelle ... Maximiliansau Eisenbahnstraße ... nach ... Karlsruhe Maxau ...- praktisch nur eine Fahrt über den Rhein, Fahrtzeit nur eine Minute, werden ebenfalls ... 3 Zonen ... berechnet zum Preis von ...3,60 €!
    Dann doch lieber eine Fahrt über den Rhein mit einer Rheinfähre zum Preis von 1, 50€ !
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  •   lenkdreiachser
    (398 Beiträge)

    24.03.2019 21:24 Uhr
    Nix Neues
    Also alter Wein in neuen Schläuchen. Die 'Home Zone' nennt sich heute 'Monatskarte für x Waben' und ein Anschlussticket dafür gibt es heute auch. Nur halt ohne Smartphone, was dann wohl die neue Zugangsvoraussetzung zum ÖPNV ist.
    Also eine Verschlimmbesserung in einem Tarifsystem, das bis auf eine fehlende Kurzstreckenregelung eigentlich recht gut ist. Aber weil das wohl nicht sein darf, ist es wohl an der Zeit, massig Beraterhonorare an Civity abzudrücken. Meint ein Branchenkenner, der deren Tagessätze kennt.
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  •   Route66
    (1716 Beiträge)

    25.03.2019 07:10 Uhr
    Da werden Menschen
    die kein Smartphone haben benachteiligt. Aber da denken die Verantwortlichen nicht drüber nach.
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  •   ettlinger
    (173 Beiträge)

    25.03.2019 10:20 Uhr
    Das ist schon heute so
    Auch heute sind schon Fahrscheine im Online-Verkauf billiger, weil die Vertriebskosten geringer sind.
    Wo ist das Problem, wenn ein Verbund diesen Vorteil an die Kunden weitergibt?
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  •   lenkdreiachser
    (398 Beiträge)

    25.03.2019 19:45 Uhr
    Vertriebskosten
    Dass die Vertriebskosten im Onlinevertrieb geringer im Automaten- oder Agenturvertrieb sind, ist eine beliebte Fehleinschätzung. Kosten für Netzbetreiber, hohe Provisionen für Zahlungsdienstleister und Lizenzgeber und auch die leicht anderen Stelleneinwertungen für Systemadministroren als für Automatenleerer fordern da ihren Tribut. Und der KVV-Standardtarif ist beim Handyticket auch nicht rabattiert. Lediglich das ticket2go hat einen eigenen Tarif und soll so etwas wie ein Ersatz für die nicht vorhandene Kurzstrecke sein.
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  •   Route66
    (1716 Beiträge)

    25.03.2019 13:36 Uhr
    Solange
    Menschen, und hier spreche ich vor allem die Ü 75 an, diesen Vorteil auch ohne erhalten ist alles ok. Aber das ist nicht vorgesehen lt. Artikel. Und dann ist es Benachteiligung.
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  •   ettlinger
    (173 Beiträge)

    25.03.2019 18:02 Uhr
    Ü75?
    Wo steht in dem Artikel etwas davon, dass Kunden "Ü75" ausgeschlossen sind? Und von einer Abschaffung der Automaten steht da nichts.
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  •   Route66
    (1716 Beiträge)

    25.03.2019 18:19 Uhr
    Na hier zum Beispiel
    [iWenn es dann soweit ist, sollen Kunden per Smartphone ihren persönlichen "Nahverkehrsradius" bestimmen können, in dem sie dann so oft sie möchten mit Bus und Bahn fahren dürfeni]
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