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Karlsruhe Stärkere Waffenkontrollen in Karlsruhe - Amokläufen vorbeugen

Wer Schusswaffen und Munition zu Hause bei sich aufbewahrt, muss dies so tun, dass kein Unbefugter an die Waffen kommen kann. So schreibt es das Gesetz vor. Deshalb hat der Landkreis Karlsruhe Waffenbesitzer in der Region aufgefordert, einen schriftlichen Nachweis über die korrekte Aufbewahrung der Waffen vorzulegen. Wer das bis heute nicht gemacht hat, muss nun mit einem Besuch der Waffenkontrolleure rechnen.

Mit diesen Kontrollbesuchen weitet das Landratsamt Karlsruhe die häuslichen Kontrollen der sicheren Aufbewahrung von Waffen deutlich aus. Wurde bislang nur bei konkretem Verdacht in die Tresore geschaut, klingeln von März an die Mitarbeiter des Landratsamtes bei allen Waffenbesitzkarteninhabern, die den angeforderten schriftlichen Aufbewahrungsnachweis nicht geliefert haben.

Kontrollgebühr zahlen Waffenbesitzer

Die Kosten für die Besuche müssen die Waffenbesitzer selbst tragen. Die Gebühr liegt im Regelfall bei rund 100 Euro. Sind viele Waffen zu kontrollieren, erhöht sich der Betrag entsprechend. Die höhere Wachsamkeit ist eine Folge des Amoklaufs von Winnenden und der Änderung des Waffengesetzes im Jahr 2009, die Besuche seitens des Landratsamtes auch ohne weitere Verdachtsmomente ermöglicht.

Im Landkreis Karlsruhe sind rund 4.500 Waffenbesitzer - meist Jäger oder Sportschützen - mit 25.100 Waffen registriert. Deren Aufbewahrung sowie die sichere Lagerung der Munition ist gesetzlich geregelt.  Ob das Behältnis stimmt und alles ordnungsgemäß aufbewahrt wird, kontrollieren die Mitarbeiter des Landratsamtes bei ihren Besuchen grundsätzlich zu zweit. So ist immer ein Zeuge dabei. Außerdem legitimieren sich die Beamten mit einem Dienstausweis. Die Vorgehensweise ist mit den Verbänden der Jäger und Sportschützen besprochen.

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Kommentare (14)
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (2 Beiträge)

    17.03.2012 18:48 Uhr
    Völker hört die Signale................
    schnipp, schnapp... Bürgerrechte werden immer mehr beschnitten.
    www.google.de
    "grüne wollen verbieten "
    2.470.000 Ergebnisse !!!
    Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlachter selbst.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (2 Beiträge)

    17.03.2012 18:47 Uhr
    Völker hört die Signale................
    schnipp, schnapp... Bürgerrechte werden immer mehr beschnitten.
    www.google.de
    "grüne wollen verbieten "
    2.470.000 Ergebnisse !!!
    Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlachter selbst.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    16.03.2012 11:49 Uhr
    Es ist jetzt
    seit der Einführung dieser Kontrollen genug Zeit vergangen, sodass doch jeder der legal Waffen besitzt den geforderten Nachweis inzwischen erbringen konnte.
    Und wenn dann jemand zum Kontrollieren kommt kann man den doch reinlassen. Der guckt sich den Schrank an, prüft die Waffen und geht wieder.
    Den Heizungsableser lässt man ja auch rein.
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  •   dirkman
    (490 Beiträge)

    16.03.2012 12:07 Uhr
    der vergleich hinkt hetti
    es geht nicht darum etwas zu verbergen sondern ums prinzip.
    warum schränkt man einen LWB in seinen grundrechten ein und z.b. einen mehrfach vorbestraften triebtäter nicht? (nur als beispiel)
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (11392 Beiträge)

    16.03.2012 13:19 Uhr
    Triebtäter
    Wow da wird wieder ein Schlüsselwort erwähnt grinsen

    Meine Vermutung: Wer Waffen kauft läßt sich bewußt darauf ein, Triebtätertum könnte man hingegen auch unliebsamen Personen unterstellen und mal geschwind die Bude durchwühlen...
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (5 Beiträge)

    16.03.2012 18:31 Uhr
    Haarsträubend
    Wer Waffen kauft läßt sich bewußt darauf ein, daß seine Grundrechte eingeschränkt werden?

    Das ist ja mal eine Logik!

    Es geht schon mal nicht um Waffen, sondern um Schußwaffen und ganz genau um erlaubnispflichtige Schußwaffen.

    Wer die erwerben darf, hat schonmal nachgewiesen, daß er ein unbescholtener Bürger ist.

    Grunbdrechte konnten eingeschränkt werden durch unfreiwillige Sachen wie Pflichtwehrdienst (fällt jetzt weg), Strafhaft oder Beugehaft.

    Wer die Kontrolleure einläßt, tut dies freiwillig und dazu ist keiner verpflichtet.

    Wenn die Ehefrau was dagegen hat, dann dürfen die sowieso nicht rein.

    Aber auch ein Alleinstehender muß sie nicht reinlassen (falls er nicht eh auf der Arbeit oder sonstwo ist, schließlich ist keiner verpflichtet, den ganzen Tag zu Hause zu sein).
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (672 Beiträge)

    16.03.2012 11:34 Uhr
    Die Rechtsgrundlage ergibt sich
    aus Rosa Luxemburgs "Sofortmaßnahmen zum Schutz der Revolution" und ist somit alternativlos!
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (5 Beiträge)

    16.03.2012 10:33 Uhr
    Unverletzlichkeit der Wohnung
    Die Unverletzlichkeit der Wohnung ist bei Legalwaffenbesitzern natürlich nicht aufgehoben und das Baden-Württembergische Oberverwaltungsgericht hat im vergangene Jahre auch schon festgestellt, daß die Kontrolleure nicht in die Wohnung eingelassen werden müssen und dem Waffenbesitzer daraus kein Strick gedreht werden kann.
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  •   dirkman
    (490 Beiträge)

    16.03.2012 10:54 Uhr
    dann lies mal §36 waffengesetz
    "§36 Abs. 3: Wer Schusswaffen, Munition oder verbotene Waffen besitzt, hat der zuständigen Behörde die zur sicheren
    Aufbewahrung getroffenen Massnahmen auf Verlangen nachzuweisen. Bestehen begründete Zweifel an einer sicheren
    Aufbewahrung, kann die Behörde verlangen, dass man Ihr zur Überprüfung der sicheren Aufbewahrung Zutritt zum Ort
    der Aufbewahrung gewährt.Wohnräume dürfen gegen den Willen des Inhabers nur zur Verhütung dringender Gefahren für
    die öffentliche Sicherheit betreten werden ; das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 d. Grundgesetzes)
    wird insoweit eingeschränkt."

    oder wurde das zwischenzeitlich aufgehoben? wenn ja bitte ich um belegbare quelle. vielen dank!
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (5 Beiträge)

    16.03.2012 11:50 Uhr
    Urteil
    Dann lies Du doch mal das Urteil und mach Dich mit der Systematik von Gesetzen vertraut.
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