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Rheinstetten Stadt Rheinstetten warnt: Lebensgefahr am Epple-Baggersee

Bei Temperaturen an die 37 Grad suchen viele Karlsruher Erholung im kühlen Nass der Baggerseen in der Region. Ungetrübtes Badevergnügen ist dabei nicht immer garantiert. Denn das Baden in der Natur birgt teils ungeahnte Gefahren.

Im Epplesee in Rheinstetten beispielsweise werden nach wie vor Kies und Sand abgebaut. So brach im November 2008 innerhalb des Betriebsgeländes im südöstlichen Abschnitt des Sees die Böschung ab.

Aus Sicherheitsgründen war das Gelände umgehend abgesperrt und das Betreten der Fläche untersagt worden. Weitere Böschungsabbrüche können auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden, weshalb weiterhin akute Gefahr bei einem Betreten des Bereichs besteht. Dies gilt in gleicher Weise für die hohen Steilböschungen am Westufer des Sees, wo aktuell der Kiesabbau betrieben wird.

Trotz umfangreicher Absperrvorrichtungen des Kieswerkbetreibers ignorieren Besucher immer wieder die Gefahrenzone. Dabei wird die besondere Gefahrensituation verkannt, die ein Kieswerksbetrieb mit sich bringt, da sich bereits ein tödlicher Unfall auf dem Betriebsgelände ereignet hat.

Gefahrenzone Uferböschung und variierende Wassertiefe

Als besondere Gefahrenzonen benennt die Stadt Rheinstetten die Uferböschungen, die plötzlich steil abfallen und Steilufer, die jederzeit ohne Vorwarnung abrutschen können. Auf dem meist kiesigen, sandigen Untergrund des Sees besteht Abrutschgefahr, wo die Wassertiefe zudem aufgrund von Untiefen stark variieren kann und Gefahr für Schwimmer auch von Schlingpflanzen droht.

Deshalb weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass die Nutzung des Sees und der Seeuferbereiche nur auf eigene Gefahr erfolgt. Beachten Badegäste allerdings die Gefahrenhinweise und verhalten sich den Baderegeln entsprechend, steht einem ungetrübten Badevergnügen nichts mehr im Weg.

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Kommentare (7)
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  •   joka
    (9833 Beiträge)

    06.07.2010 15:24 Uhr
    Das ist doch überall so...
    wenn ich mich an die Regeln halte, bin ich auf der sicheren Seite...
    Beim Skifahren, nur auf den ausgewiesenen Pisten bleiben, beim Radfahren die roten Ampeln beachten, im Auto anschnallen, bei Gewitter keinen "spitzen Stock" in die Luft halten, höchstens eine Banane... zwinkern So einfach ist das.
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  •   fritzi
    (933 Beiträge)

    06.07.2010 14:31 Uhr
    Steilufer
    ... dann sollen die einfach einen flacheren Böschungswinkel baggern, dann rutscht auch nichts ab. Leider gehen dem Betreiber und der Kommune dadurch Kiesgelder verloren, für die Natur ist es aber nach einstellen der Baggerarbeiten langfristig besser.
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  •   rheintaeler
    (772 Beiträge)

    08.07.2010 09:58 Uhr
    die Natur
    regelt das selbst, z. B. indem ein Steilhang abrutscht
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  • unbekannt
    (29 Beiträge)

    06.07.2010 14:15 Uhr
    uralt
    ist das Bild, wohl irgendwann aus den achtzigern
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  • unbekannt
    (270 Beiträge)

    29.07.2010 08:07 Uhr
    nee, eher später
    denn ich war regelmässig die ganzen 80er hindurch am Epple und hab diese Bootsanlegekonstruktion nie gesehen...

    waren ja auch zu viele nackerte mädels zugegen grinsen
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  •   kampion
    (1294 Beiträge)

    06.07.2010 10:39 Uhr
    der Herr Epple...
    ...sollte endlich mal aufhören zu baggern. Jetzt wurde schon ein Naturschutzgebiet dafür plattgemacht (östliches Ufer)...
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  •   rheintaeler
    (772 Beiträge)

    08.07.2010 10:20 Uhr
    Wo ist bei dir Osten?
    östlich vom See sind und waren schon immer die Betriebsanlagen welche durch das Bahngleis begrenzt sind. Das Gelände dazwischen ist kein NSG.
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