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Karlsruhe Sieben Millionen Euro für die Rheinauen

Heute hat in Karlsruhe die Abschlussveranstaltung des LIFE Naturschutzprojekts "Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe" begonnen. Dazu wurden auch Ministerialdirektor Bernhard Bauer vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr und Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner vom Regierungspräsidium Karlsruhe erwartet.

Bei der zweitägigen Veranstaltung mit mehr als 100 weit über die Landesgrenzen hinaus angereisten Teilnehmern werden die Projektergebnisse vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus berichten Fachleute aus dem Bereich Natur-, Gewässer- und Auenschutz über weitere Flussauenprojekte in Mitteleuropa.

"Ein Leuchtturmprojekt am Oberrhein wurde mit dem LIFE Natur-Projekt 'Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe' verwirklicht, entscheidend dabei war die hervorragende Zusammenarbeit verschiedenster Partner", lobt Ministerialdirektor Bernhard Bauer. Insgesamt sieben Millionen Euro seien von der Europäischen Union und vom Land in dieses bislang größte LIFE Natur-Projekt im Land geflossen. "Ein hervorragendes Ergebnis für ein Naturprojekt am Rhein rund um Karlsruhe, das im Jahr 2004 gestartet wurde und nun zu seinem Abschluss kommt", erklärt Regierungspräsident Dr. Kühner.

Der Oberrhein und die Region um Karlsruhe sei und bleibe eine wirtschaftsstarke Region. "Mit diesem Projekt ist es gelungen einen Gegenpol, eine sogenannte grüne Infrastruktur zu schaffen, Biotope aber auch Akteure zu vernetzen und die Akzeptanz der Bevölkerung zu gewinnen", so Bauer. Eine besondere Meisterleistung sei sicherlich die Realisierung der größten Einzelmaßnahme im Rahmen des Projekts - die Entschlammung des Eggensteiner Altrheins mit Frischwasserzufuhr aus dem Rhein -, bei dem neben der Gemeinde, den Anglervereinen und dem Regierungspräsidium auch das Landratsamt Karlsruhe finanziell und ideell beteiligt war.

"Das Zusammenwirken von Mitteln der Europäischen Union und des Landes hilft insbesondere in Zeiten knapper Kassen wichtige Naturschutzprojekte umzusetzen", meint Ministerialdirektor Bauer. Dies müsse so beibehalten und wo möglich ausgebaut werden, um damit herausragende Naturschutzprojekte über das Nachfolgeförderprogramm LIFE+ zu realisieren. "Jede Antragstellung bei der Europäischen Kommission ist zwar ein großer Kraftakt für den Antragsteller und die Projektpartner. Aber die bisherigen Erfolge zeigen, dass sich die Kraftanstrengung und gemeinsame Arbeit aller Beteiligten am Ende lohnt", so Dr. Kühner.

Deshalb werde man auch weitere Anträge stellen. Aktuell liege bereits ein neuer LIFE+-Natur-Antrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe bei der Europäischen Kommission. Mit einer Entscheidung über den Antrag werde im Herbst dieses Jahres gerechnet. Die Bilanz des Landes bei der LIFE Natur-/LIFE+-Natur-Förderung könne sich sehen lassen, denn von 14 beantragten Projekten wurden bislang 13 von der Europäischen Kommission genehmigt.

Daran werde der hohe Qualitätsstandard der baden-württembergischen LIFE Natur-Projekte deutlich. "Nach Abschluss dieser Projekte werden EU-Fördermittel in Höhe von knapp 12,5 Millionen Euro und Gesamtmittel in Höhe von über 25 Millionen Euro in herausragende LIFE Natur-Projekte im Land umgesetzt worden sein", so Bauer. Baden-Württemberg nehme damit zusammen mit Bayern und Nordrhein-Westfalen einen Spitzenplatz bei der LIFE Natur-/LIFE+ Natur-Förderung innerhalb Deutschlands ein.

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Kommentare (1)
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  • unbekannt
    (37 Beiträge)

    26.04.2010 19:55 Uhr
    Meisterleistung
    und ein Landschaftsschutzgebiet, Wasserschutzgebiet und Naherholungsgebiet, direkt vor unserer Haustüre, das uns noch dazu keinen Cent gekostet hat, wurde von den gleichen Herren mit einem Federstrich und verwaltungstechnischen Winkelzügen einem wahnsinnigen Moloch eines hungrigen Lobbyisten geopfert. Dafür wird bei uns bestimmt die Wurst dann auch billiger!
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