Karlsruhe Sie wollen nur spielen: Der Spieleverein Thoule

"Jugendliche und junge Erwachsene aus der Eintönigkeit der Computerspiele und Einsamkeit vor dem Fernseher herausholen", so lautet das Selbstverständnis des Rollen- und Brettspielvereins Thoule. Unlängst begrüßte der Karlsruher Verein das 500. Mitglied.

Der Verein besteht mittlerweile seit 22 Jahren. Anfangs trafen sich die Mitglieder in Jugendtreffs und veranstalteten Spieleabende. Später bezogen sie ein Vereinsheim in der Alberichstraße und trafen sich dort zum Spielen. Im Frühjahr 2001 fand der Verein seine aktuelle Heimat in der Ostendstraße 1. Der Name Thoule bezog sich ursprünglich auf die Heimat des Comic-Helden Prinz Eisenherz, Thule. Durch einen bis heute beibehaltenen Schreibfehler wurde daraus aber Thoule.

Enge Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendausschuss

Am 1. November wurde das 500. Mitglied des Vereins begrüßt. Die Mitglieder stammen aus allen Bevölkerungsschichten, "vom Akademiker bis zum einfachen Arbeiter ist alles dabei", so Erika Hubrach, verantwortlich für die Pressearbeit im Verein. Zur Zeit betrage der Altersdurchschnitt rund 30 Jahre. Das Ziel sei es aber, das Durchschnittsalter zu senken und verstärkt Jugendliche anzusprechen.

Ein wichtiger Aspekt hierbei sei auch die gute Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendausschuss, dem Thoule schon seit 1994 als vollwertiges Mitglied angehört. Gemeinsam veranstaltet man einmal im Jahr eine siebentägige Spielefreizeit für Kinder und Jugendliche in Baerenthal in den Nordvogesen.

Brettspiele als Anreiz für Jugendliche

Auch durch Spielespenden an Jugendtreffs versucht der Verein Jugendlichen das Thema Brettspiele näher zu bringen. Außerdem würden regelmäßig Familientage im Vereinsheim ausgerichtet. Denn in vielen Familien würde das Spielen mit den Kindern oft vernachlässigt, erklärt Hubrach. Diesen Zustand zu ändern sei ebenfalls ein Anliegen des Vereins.

Auch für Behinderte ist das Spielen ein wichtiger Bestandteil der Freizeitbeschäftigung, deshalb leistete der Verein auch eine Spende von Brettspielen an die Hagsfelder Werkstätten für Behinderte. Für diese gibt es auch die Möglichkeit, Spiele aus der vereinseigenen Sammlung auszuleihen.

Karlsruher Spieletage vom 20. bis 22. November

Im Vereinsheim wird die ganze Woche über regelmäßig gespielt, erzählt Hubrach, Gruppen aus zehn oder zwanzig Personen treffen sich zum Spielen von Rollen- oder Brettspielen. Auch für Nichtmitglieder hat das Vereinsheim geöffnet, immer sonntags, montags und donnerstags. Hierbei kann man sich aus einem Fundus von über 1.500 verschiedenen Brettspielen bedienen.

Als besonderes Ereignis veranstaltet der Verein einmal im Jahr die Karlsruher Spieletage mit Turnieren, Spielvorführungen und Verkaufsständen. Spiele können getestet werden, und für Kinder stehen "Erklärbären" bereit, die bei Interesse Spielregeln erläutern. In diesem Jahr finden die Spieletage vom 20. bis 22. November im NCO-Club in Karlsruhe statt. Erwartet werden zwischen 1.000 und 1.500 Besucher.

   

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