Karlsruhe Sicheres Karlsruhe

In einem Schreiben der CDU-Gemeinderatsfraktion an Oberbürgermeister Heinz Fenrich stellt diese die Anträge, den Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung ausführlich über die Erfahrungen zu informieren, die andere Städte mit der Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen, in Straßenbahnen sowie an Straßenbahnhaltestellen gemacht haben. Ferner soll geprüft werden, welche Kriminalitätsschwerpunkte in der Fächerstadt mit Hilfe von Videokameras entschärft werden können und wie der Einsatz von Kameras in Straßenbahnen und an und Haltestationen erfolgen kann.

Insgesamt bezeichnet die CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe als sichere Kommune. Der Kriminalstatistik des Vorjahres ließe sich jedoch entnehmen, dass die Zahl der Gewaltdelikte drastisch angestiegen sei. Besorgniserregend sei vor allem, dass immer mehr Jugendliche als Straftäter registriert werden, die in vielen Fällen auch Gewaltdelikte begehen. Auffallend sei nach Aussage der CDU, dass sich laut Kriminalstatistik die meisten Taten am Wochenende und in der Nacht ereignen, oft Gruppen aus dem Landkreis beteiligt sind und es unter dem Einfluss von Alkohol zu Konfrontationen kommt.

Betroffen sei vor allem der Innenstadtbereich, weshalb vermehrt Polizeibeamte eingesetzt werden. Hinzu komme, dass sich Bedrohungen von Straßenbahnführern häufen und Straftaten in Trams oder an Haltestellen begangen werden. Positive Erfahrungen mit Videoüberwachungen hat beispielsweise Mannheim gemacht, das einen Rückgang von Straftaten an überwachten Plätzen verzeichnen kann. Die Videoüberwachung solle in erster Linie aber eine präventive Wirkung erzielen. Die Bürger sollen sich sicherer fühlen und potentielle Straftäter schon im Vorfeld abgeschreckt werden. Erforderlich wäre nach Meinung der CDU eine Aufstockung des Polizeipersonals, da die übermittelten Bilder schließlich gesichtet und ausgewertet werden müssten.

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