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Karlsruhe Schwere Schäden in Karlsruher Wäldern: Dürrejahr 2018 setzt vor allem Hardtwald-Bäumen zu

Die lang andauernde Trockenperiode im vergangenen Jahr zeigt nach wie vor negative Auswirkungen auf die Wälder in und um Karlsruhe. Das Forstamt informierte nun in einer nichtöffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit über konkrete Schäden, Gefahren und Maßnahmen.

Eines der Probleme war der Befall durch verschiedene Borkenkäferarten. Vor allem durch die Trockenheit geschwächte Fichten und Lärchen seien laut der Stadt Karlsruhe betroffen, am stärksten im Stupfericher Wald, Grötzinger Wald sowie im Rittnert. "Es ist nur schwer möglich, die vielen Schäden aufzuarbeiten. Kahlflächen sollen im Frühjahr wieder mit Douglasie, Europäischer Lärche, Esskastanie und Roteiche bepflanzt werden", so die Stadt Karlsruhe in einem Schreiben an die Presse. Für das Jahr 2019 wird mit weiter steigendem Befall gerechnet.

Vertrockneter Baum
(Symbolbild) | Bild: pixabay.com@ddzphoto

Mit einem Befall hatten auch die Eschen stark zu kämpfen. Durch den Pilz "Falsches Weißes Stängelbecherchen" käme es vielfach zu Triebsterben, besonders in der Rheinaue und Kinzig-Murg-Rinne. Die letztendlich umstürzenden Bäume würden vielerorts zum Verkehrsrisiko. "Stellenweise fielen so viele um, dass von sogenanntem 'Eschenmikado' die Rede ist." Zum Zustand vieler anderer Laubbäume könne laut Stadt indes noch keine verlässliche Prognose abgegeben werden. 

Mehrere Baumarten betroffen

Den Kiefern erging es durch den trockenheißen Sommer im vergangenen Jahr ähnlich schlecht wie den Eschen. Ein Pilz führte zum Triebsterben und lässt fast täglich neue befallene Bäume finden. "Die Situation sei besonders im Hardtwald katastrophal", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe. "Deshalb müsse verstärkt über mögliche Maßnahmen zum Waldumbau nachgedacht werden." 

Wie es den Wäldern in diesem Jahr ergeht lässt sich noch nicht sagen. "Eine Gesamtprognose für 2019 fällt durch verschiedene Faktoren ebenfalls kritisch aus", so die Stadt Karlsruhe in einer Pressemitteilung. Die Stürme seien weiterhin unberechenbar und die Entwicklung ist stark von der Witterung abhängig. Der Grundwasserstand ist in den betroffenen Gebieten momentan noch sehr niedrig, gut zu sehen an der geringen Wassermenge im Erlachsee im Oberwald. "Der Waldumbau wird uns immer wieder beschäftigen", sagt Bürgermeisterin Bettina Lisbach, "gerade in Bezug auf den Klimawandel".

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Kommentare (1)
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  •   Berty87
    (494 Beiträge)

    24.03.2019 01:30 Uhr
    Komisch
    Der Erlachsee hat Niedrigwasser und der andere Hochwasser
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