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Rheinstetten Schüsse und Parolen: Asylbewerberheim von Nazis angegriffen?

Aufgrund mehrerer in den letzten Tagen gemeldeter Vorfälle im Bereich der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Rheinstetten ermittelt die Karlsruher Kriminalpolizei. In der Nacht zum 24. Mai gab ein bislang unbekannter Täter auf dem Gelände am Kutschenweg mehrere Schüsse aus einer Schreckschusspistole ab.

Ein hierdurch aus dem Schlaf geschreckter Mitbewohner ging daraufhin nach draußen, konnte jedoch keine Personen mehr auf dem Gelände feststellen. Am Freitag, 30. Mai, wurde im Zufahrtsbereich der Einrichtung, versteckt in einem Gebüsch, eine Fünf-Liter-Plastikflasche aufgefunden, die zu etwa drei Vierteln mit Dieselkraftstoff gefüllt war.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Im unmittelbaren Nahbereich befand sich ein circa zwei Meter langer Kunststoffschlauch, der ebenfalls Dieselantragungen aufwies. Der Schlauch wurde vermutlich dazu verwendet, den Dieselkraftstoff aus einem Fahrzeugtank "abzuschläucheln". Da die Plastikflasche zum Zeitpunkt des Auffindens nicht mit einem Deckel verschlossen war, wurde sie durch die vor Ort befindlichen Polizeibeamten zur Sicherung des Abtransportes, provisorisch mit einem Stofftuch abgedichtet.

Die mit Nachdruck betriebenen kriminalpolizeilichen Ermittlungen, zu denen auch die Auswertung der durch die Zentrale Kriminaltechnik gesicherten Spuren zählt, sollen die Hintergründe des Fundes klären. Darüber hinaus wurden in den zurückliegenden Tagen durch Bewohner der Unterkunft wiederholt Sachverhalte gemeldet, bei welchen zur Nachtzeit Fahrzeuge in die dortige Zufahrt einfuhren.

In einem Fall grölten Pkw-Insassen ausländerfeindliche Parolen. Das Polizeipräsidium Karlsruhe hat seit Bekanntwerden der Fälle seine Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen im Bereich des Unterkunftsgeländes verstärkt. Zudem steht die Polizei mit dem Landratsamt Karlsruhe als Betreiber der Einrichtung in ständigem Kontakt und berät in Fragen der Sicherheit.

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