Karlsruhe/Salem Schloss Salem

Der Wohnsitz des Hauses Baden im Bodenseekreis geht vielleicht an das Land (Foto: pr)
Die verschuldete Schlossanlage Salem wird möglicherweise jetzt doch vom Land Baden-Württemberg aufgekauft. Minister Oettinger riet dem Landtag den Immobilienwert des Schlosses prüfen zu lassen, um den Erhalt des "Kulturguts Salem" sicherzustellen. Der derzeitige Besitzer Bernhard Prinz von Baden hatte nach Bekanntgabe eines Schuldenberges von 30 Millionen Euro mit dem Verkauf des Anwesens (ka-news berichtete) und seiner Kulturgüter im Wert von 300 Millionen Euro liebäugelt - oder gedroht.

Bis Ende November werden die Ermittlungen einer unabhängigen Komission noch dauern, die klären soll, wessen Eigentum die badischen Kulturgüter sind. Ein Vergleich mit dem Haus Baden nach Ende der Ermittlungen ist für das Land noch offen, da sich ein größerer Anteil an untersuchten Handschriften als bisher angenommen unumstritten im Besitz des Landes befinden könnte.

Landes-SPD fordert Überführung in Stiftung

Oettinger will mit dem Kauf das kulturelle Erbe bewahren (Foto: pr)
Oettinger sprach sich in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für eine rasche Ermittlung des Wertes der Immobilie Salem aus. Er strebe eine Lösung an, bei der der Kauf nicht allein aus staatlichen Kassen finanziert werden soll, das kulturelle Erbe aber dennoch gesichert sei. Ob das Land Salem übernehme oder ob es in eine Stiftung übergehe, sei bisher noch nicht abzusehen.

Die SPD-Landtagsfraktion befürworte stark eine Überführung des Anwesens in eine Stiftung. Die Kaufoption im Voraus ins Spiel zu bringen, liefere die Landeskasse dem Zugriff des Hauses Baden aus, so Fraktions-Vizevorsitzender Nils Schmid. Die SPD hat eine Parlamentsinitiative gestartet, die eine umfassende Wirtschaftsprüfung des Anwesens verlangt. Erst nachdem alle anderen Möglichkeiten zur Finanzierung ausgeschöpft wurden, soll laut SPD-Fraktion ein Ankauf durch das Land angedacht werden.

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