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Karlsruhe Schaden von mehreren hunderttausend Euro: Karlsruher Geschäftsmann soll Kunden um Kapitalanlagen betrogen haben

Mehrere hunderttausend Euro Schaden soll ein Geschäftsmann im Raum Karlsruhe und im Rhein-Neckar-Kreis angerichtet haben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten, soll der 46-jährige Chef von zehn Investment- und Wohnbaufirmen seit 2010 mit einem Kapitalanlagemodell zahlreiche Kunden um ihre Einlagen gebracht haben.

Wie viele Geschädigte es gibt, ist noch unklar. "Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen", sagte ein Polizeisprecher.

Der Mann soll eine Art Schneeballsystem genutzt haben. Dabei gibt es Gewinne fast nur durch neue Teilnehmer, die frisches Kapital einbringen. Der Karlsruher Geschäftsmann soll - entgegen der Verträge und Zusagen - nur einen geringen Teil des Kapitals seiner Kunden in Immobilien investiert haben. Das meiste Geld habe er verwendet, um eigene Ansprüche oder die anderer Anleger zu befriedigen. Ein Teil sei wohl innerhalb des Firmengeflechts verschoben worden.

Der Schwindel flog nach mehreren Anzeigen auf. Nach monatelangen Ermittlungen durchsuchten Wirtschaftskriminalisten am Mittwoch die Wohn- und Geschäftsräume des Mannes. Dabei habe sich der Verdacht des Betruges, der Untreue sowie des Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz erhärtet. Sichergestellte Unterlagen und Rechner werden nun ausgewertet. Im Zuge der Ermittlungen fiel zudem auf, dass der 46-Jährige weiter Auto fuhr, obwohl er seit November keinen Führerschein mehr hatte. Der Mann ist auf freiem Fuß.

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Kommentare (10)
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  •   malerdoerfler
    (5090 Beiträge)

    16.02.2019 15:03 Uhr
    Ist auf freiem Fuß?
    Und setzt sich ab nach. .............
    Das wäre nicht der erste Verbrecher, der die deutsche Justiz an der Nase herum führt.
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  •   beutelratte
    (66 Beiträge)

    15.02.2019 22:20 Uhr
    Das war doch so offensichtlich
    wundert mich dass es so lange gedauert hat.
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  •   Route66
    (1687 Beiträge)

    15.02.2019 19:26 Uhr
    Schön dass er auf freiem Fuß ist
    Er genießt weiterhin das Leben und die Anleger gehen leer aus. Wie immer. Das ist so ein Hohn gegenüber den Opfern.
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  •   Chris23
    (241 Beiträge)

    15.02.2019 20:42 Uhr
    Gerichte Urteilen nicht Ermittler
    ganz Einfache aber wichtige Regel. Untersuchungshaft ist nicht dafür da eine Strafe vorweg zu nehmen, und falls man doch falsch lag zu sagen "Sorry aber wenn sie das ihren Arbeitgeber erklären stellt er sie vielleicht wieder ein, und wenn ihr Partner sie verlassen hatte ist es vielleicht besser so wenn sie Ihnen nicht vertraut also sein sie mal dankbar ...".

    Untersuchungshaft ist dafür da wenn Flucht oder Verdunklungsgefahr besteht, und wird schon fast eher zu großzügig gehandhabt und hat viele Opfer.
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  •   Route66
    (1687 Beiträge)

    15.02.2019 20:51 Uhr
    Stimmt in allem
    Aber der Bankräuber sitzt sofort ein oder? Der Anlagenbetrüger hingegen ist wohl ein Gentlemenganove, der in Freiheit bleiben darf, bis er verurteilt wird. Wer schaut eigentlich ob der sich nicht absetzt auf die Caymans, wo vielleicht schon genug Geld auf ihn wartet? Weil wer ohne Führerschein einfach weiter Auto fährt, der hält sich sicherlich an alle Auflagen. Bestimmt sogar.
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  •   dipfele
    (5155 Beiträge)

    16.02.2019 14:49 Uhr
    Wie schon das Wort sagt....
    … ist ein Bankräuber ein Räuber, der sich mit Gewalt vorsätzlich bereichern will.
    Wenn irgendjemand Geschäfte macht, die mit einem Versprechen verbunden sind und die Geschäftsidee wird zum Flop, dann ist das eben ein erfolgloses Geschäft. Pech für die, die ihr Geld in das Geschäft gesteckt haben. Wie Raub muss auch Betrug mit VORSATZ geschehen.
    Nur Dumme rauben Banken aus.
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  •   Route66
    (1687 Beiträge)

    16.02.2019 15:52 Uhr
    Hier handelt
    es sich um einen Anlagebetrüger, der seine Anleger ausraubt. Nichts anderes als ein Bankräuber. Dieb ist Dieb.
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  •   magambo
    (43 Beiträge)

    16.02.2019 16:15 Uhr
    Betrug vs. Raub
    Betrug und Raub sind zwei unterschiedliche Delikte: Raub umfasst per Definition eine Gewaltanwendung bzw. Nötigung, Betrug dagegen nicht. Daher hat der Betrüger seine Anleger auch nicht ausgeraubt, sondern schlicht betrogen. Er hat somit ein Vermögensdelikt und kein Raubdelikt begangen.
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  •   Route66
    (1687 Beiträge)

    16.02.2019 16:54 Uhr
    Ehrlich
    Mir ist das egal. Beide rauben andere Menschen aus. Mir ist egal ob das Heinz Schmitt ist, der eine Bank ausraubt oder Karl Napf der Vorstand einer Bank ist und Anlagenbetrug begeht. Auch wenn es im Verfahren einen anderen Namen bekommt. Es sind beides Verbrecher mit dem Vorsatz zu rauben und betrügen. Und sie gehören direkt in U-Haft bis zum Urteil. Warum trauen sich denn immer noch so viele, ob Unternehmensberater haha, Versicherungen oder Banken ungeniert ihre Opfer zu betrügen? Weil ihnen in der Regel nicht viel passiert. Auf freiem Fuss bis mal irgendwann das Gericht Zeit hat, bis dahin ungeniert unter dem Namen der Ehefrau weiter abzocken. Und die Banker kassieren ne Riesenabfindung, damit sie die Klappe halten und die Schuld auf sich nehmen. Auch mehrere Staranwälte sorgen für eine minimale Strafe, wenn überhaupt. Oft sind das Verflechtungen, die keiner nachvollziehen kann. Der kleine Bankräuber ist im Grunde ein armes Schwein dagegen, wenn er erwischt wird.
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  •   Chris23
    (241 Beiträge)

    15.02.2019 22:58 Uhr
    Nicht unbedingt
    Der Bankräuber dem weder Verdunklungsgefahr noch eine hinreichende Fluchtgefahr (Kinder, bereits nicht genutze Fluchtchancen etc) nachgewiesen werden können bleibt auch bis zum Urteil frei.
    Der Betrüger hat vermutlich dem Vorteil, das zwischen Beweissicherung und in Augenscheinnahme von dem finanzexperten eine Gewisse Zeit vergangen ist, bei dem ihn klar sein sollte das er erwischt ist da geblieben ist. Das erleichtert die Arbeit der Verteidigung vermutlich, auch da er seine Zeit in Freiheit wohl ziemlich sicher nicht dem Lebensstandard genießt wie zuvor ...
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