Karlsruhe Rundumschlag der Jusos

Die Jungsozialisten (Jusos) finden deutliche Worte für das Kommunalwahlprogramm der Jungen Union (JU). So führe die Forderung nach der Videoüberwachung belebter Plätze lediglich zu einer Verlagerung der Kriminalität in die Seitenstraßen. Mehr Sicherheit für Karlsruhe entstehe hierdurch aber nicht, prognostiziert Juso-Kreisvorsitzender Daniel Melchien. Auch das Argument des unbescholtenen Bürgers, der sich vor nichts zu fürchten brauche, könne sich nicht halten.

Diese These begründet er mit Erfahrungen in England, wo die beobachteten Bürger verstärkt Übergriffe auf die Überwachungsanlagen tätigen. Melchiens Kritik richtet sich auch gegen das einzige Thema, bei dem die Junge Union Leidenschaft zeige, nämlich bei der Ex-Steffi. "Wenn die begrenzte Duldung von Menschen in unserer Stadt als 'Kuschelkurs' bezeichnet wird", kommentierte der Vorsitzende, "muss man sich fragen, welches Verhalten der Stadt gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Lebensauffassungen, die JU denn als anzustrebende Norm erachtet." Die JU-Äußerung, dass für solche Leute (Ex-Steffi) kein Platz in Karlsruhe ist, wertete Melchien als intolerant und unchristlich ab.

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