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Berlin/Stuttgart Rotstift bei Coca-Cola: Auch Karlsruher Standort betroffen

Coca-Cola setzt den Rotstift an, drei Logistik-Zentren in Baden-Württemberg sollen von der Landkarte verschwinden. Grund: zu geringe Auslastung. Gewerkschafter schütteln den Kopf.

Coca-Cola schließt Standorte
Der Getränkehersteller Coca-Cola ist auf Sparkurs.Foto: Carmen Jaspersen |

Dem Sparkurs von Coca-Cola sollen etwa 100 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg zum Opfer fallen. Die Logistik-Standorte in Riegel (Kreis Emmendingen) mit 23 Arbeitsplätzen und Gomaringen (Kreis Tübingen) mit 32 Stellen sollen Ende Juli geschlossen werden, wie Coca-Cola am Dienstag in Berlin mitteilte. Beiden sind noch 112 Außendienstler zugeordnet, die von den Kürzungen nicht betroffen sind und künftig anderen Orten zugeordnet werden. Zudem soll der Logistikteil der Karlsruher Anlage geschlossen werden, was wohl etwa 50 Jobs kostet.

In Baden-Württemberg hat die Firma eigenen Angaben zufolge etwa 1300 Mitarbeiter. Deizisau (Kreis Esslingen), Mannheim und Urbach (Rems-Murr-Kreis) sind von dem Stellenabbau nicht betroffen.

Coca-Cola begründete den Schritt mit einer «Straffung des Produktionsnetzwerkes», mit der man auf geänderte Bedingungen am Markt für Erfrischungsgetränke reagiere. Die Wettbewerbsfähigkeit müsse gesichert werden, sagte eine Sprecherin. Da Supermarktketten die Belieferung ihrer Verkaufsstellen mehr und mehr selbst übernommen hätten, sei die Auslastung der Coca-Cola-Logistikzentren gesunken. Durch die sinkende Auslastung seien die Standorte «nicht mehr

wirtschaftlich zu betreiben». Man bemühe sich, die betroffenen Mitarbeiter auf Stellen in anderen Konzernbereichen zu vermitteln. Zusätzliche Stellen hierfür soll es aber nicht geben.

Der Landeschef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Uwe Hildebrandt, reagierte mit Unverständnis. Die Umstrukturierung sei einzig und allein ausgerichtet auf eine hohe Rendite und Wertsteigerung, monierte Hildebrandt. Er werde sich für sozial verträgliche Lösungen für die Betroffenen einsetzen.

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Kommentare (16)
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  •   auchmalsenfdazu
    (3068 Beiträge)

    02.03.2016 15:26 Uhr
    wenn
    es nach mir ginge, könnten die morgen dichtmachen.
    Trinke die Zuckerplörre dieses Konzerns nicht.

    Ausser man ist mal im Notfall auf der Autobahn beim gelben M und lässt sich ne Sprite aus dem Automaten. Wobei ich auch nicht sicher bin, ob dieses Gepansche da wirklich von dem Konzern ist.
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  •   Keroka
    (112 Beiträge)

    02.03.2016 17:08 Uhr
    MC Fett
    Zu MC Fett geht man aber auch nicht, da verzichte ich lieber auf Essen !
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  •   Smartraver
    (7542 Beiträge)

    02.03.2016 18:50 Uhr
    Lieber ein Nutellabrot mit Butter drunter oder?
    P.S.: Ich geh auch nicht zu McDoof
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  •   baeuerchen
    (651 Beiträge)

    02.03.2016 13:06 Uhr
    Wettbewerbsfähigkeit - und alle spielen mit
    wer ändert, denn sein Einkaufsverhalten und fördert Firmen die sich sozial, ökologisch und fair verhalten. Es geht bei uns nur um den Preis. Daher braucht sich niemand beschweren, wenn die Firmen so agieren. Sie werden vom Kunden doch belohnt
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  •   armeshundele
    (523 Beiträge)

    02.03.2016 14:29 Uhr
    Woher soll
    der Kunde wissen, welcher Betrieb ökologisch und sozial arbeitet ? Ein hoher Preis sagt gar nichts aus ? Das haben Qualitätstests bewiesen.
    Das ist eben die Marktwirtschaft. Sozial wurde schon lange entfernt.
    Die Wirtschaft sucht Fachkräfte. Aber bitte nur unter dem Mindestlohn. Leben können die dann vom Sozialstaat.
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  •   Avatar
    (997 Beiträge)

    02.03.2016 17:31 Uhr
    Na ja
    ein bischen schauen muss man schon. Z.B. KIK ist ständig in den Medien aufgrund schlimmsten Arbeitsbedingungen für die Arbeiter bzw. Kinder in den Fabriken in Indien ind Pakistan und auch der ganzen Giftstoffe in der Kleidung. Solange es Menschen gibt, die glauben dass sie sich für 25 Euro komplett einkleiden können und das ganze gesund und unter korrekten Bedingungen hergestellt ist, wird KIK natürlich weitermachen.
    Einige Billig-Discounter sind dadurch aufgefallen, dass sie nicht nur ihre Mitarbeiter weit unter Mindestlohn ausbeuten sondern auch bespitzeln (ich sage nur Kameras , auch in den Toiletten was ein schwerer Verstoß gegen den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte sind).
    Und jetzt hat jeder mündige Verbraucher selbst in der Hand ob er dort weiter einkauft und diese Machenschaften dadurch unterstützt oder nicht.
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  •   barlou
    (2555 Beiträge)

    02.03.2016 17:56 Uhr
    Ich rate mal...
    Davon hört der gemeine KA-News-Leser zum ersten Mal.
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  •   Avatar
    (997 Beiträge)

    02.03.2016 18:25 Uhr
    Wenn das
    alles ist, was Sie dazu beitragen können...
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  •   jojo
    (463 Beiträge)

    02.03.2016 12:46 Uhr
    StellenAbbau
    Ist immer das einfachste mittel.es geht auch anders.falls wirklich notwendig kann man freiwerdende stellen einfach nicht mehr besetzen.so aber wird rasiert ohne Rücksicht auf die Menschen.xxl Lutz in Mannheim ist ein weiteres Beispiel.was kann der Verbraucher dagegen tun? Einfach keine Produkte mehr von den betreffenden Unternehmen kaufen.es gibt ja genug alternativen.
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  •   Avatar
    (997 Beiträge)

    02.03.2016 17:22 Uhr
    Wir Verbraucher
    können schon was tun. Bei xxxl z.b. habe ich sofort reagiert, meine Kundenkarte zurückgeschickt und auf Löschung meiner Daten bestanden. Erklärung: so geht man nicht mit seinen Mitarbeitern um (und in diesem Fall hat mich angekäst, dass in Mannheim die Leute sofort alle nicht mehr an ihren Arbeitsplatz durften!!! Ohne Vorwarnung. Dafür aber nahe der Grenze zu Osteuropa 60 neue Stellen geschaffen wurden (meine Vermutung, dass dann eben für 1/3 des vorherigen Lohns gearbeitet wird). Ich habe dann eine Erkärung erhalten, dass alles ganz anders war und die Presse lügt. Mir egal. Xxxl ist bekannt dafür wie sie mit ihren Mitarbeitern umgehen. Wen die keinerlei Reaktion erfahren , fühlen sie sich in ihrem Handeln nur bestätigt.
    In Zeiten wo der Mensch im Mittelpunkt steht in einem Unternehmen, nämlich der Aktionär, können die Mitarbeiter nur verlieren. So wie jetzt auch bei Coca Cola. Ich kann nur hoffen, dass die Leute besser versorgt werden und sozialverträglich mit Älteren umgegangen wird
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