Karlsruhe Richtfest fürs Freizeitbad

Vor der Kulisse der Baukräne und bei strahlendem Sonnenschein wurde Richtfest gefeiert (Foto: ka-news)
"Von Karlsruhern, mit Karlsruhern, für Karlsruher!" Mit diesen Worten begann Erster Bürgermeister Siegfried König seine Rede anlässlich des Richtfests für das neue Freizeitbad bei der Europahalle am Montag. Mit dem Projekt wolle man eine "attraktive Badelandschaft" für die Fächerstadt schaffen, so König. Er hatte aber nicht nur Lob im Gepäck, sondern ging auch auf Kritik an dem umstrittenen Vorhaben ein.

Ein wichtiger Pluspunkt des Freizeitbades sei die Familienfreundlichkeit, so König. Andere Bäder in Karlsruhe hätten bei diesem Thema Probleme, deshalb würde die Bevölkerung viel Freude an dem neuen Angebot haben. Für die Großen gäbe es aber natürlich auch umfangreiche Wasserattraktionen. Oberbürgermeister Heinz Fenrich lobte die "herrliche Lage" des Freizeitbades. Er drückte außerdem die Hoffnung aus, dass das Projekt, trotz Bauverzögerungen, noch in diesem Jahr beendet werden könne.

Beim Richtspruch flossen lobende und segnende Worte sowie (ein wenig) Alkohol
(Foto: ka-news)

Zu den Bedenken, die die Kritiker des umstrittenen Vorhabens in der Vergangenheit anführten, meinte Fenrich: "Probleme gibt's nicht, es gibt nur Herausforderungen." König ging in seiner Rede konkret auf die heiß diskutierte Kostenfrage ein. Trotz anziehender Baupreise würden die Kosten des Bades unter den geplanten 25 Millionen liegen. Das sei großartig, so König. Für ausreichende Parkmöglichkeiten habe man dank dem Parkdeck inzwischen gesorgt (ka-news berichtete).

OB Heinz Fenrich (mi.) behielt auch im größten Bauchaos den Überblick (Foto: ka-news)

Die Bauarbeiten für das neue Freizeitbad begannen im April des vergangenen Jahres (ka-news berichtete). Eine halbe Million Besucher sollen durch die Attraktion jährlich in die Fächerstadt gelockt werden. Um die Kosten stemmen zu können, das sah der nicht unumstrittene Beschluss aus dem Jahr 2004 vor, sollten andere Bäder in der Fächerstadt geschlossen und Zuschüsse gestrichen werden.

Die Bäderlandschaft nimmt bereits konkrete Formen an (Foto: ka-news)

Das Bauwerk gliedert sich in fünf Hauptetagen und verschiedene Zwischenetagen. Den Besucher erwarten unter anderem Kinderplanschbecken mit Schiffchenkanal und Wasserfall, Außen- und Erlebnisbecken, Rutschenturm, Wildwasserfluss, ein Wellnessbereich mit Sprudelbecken, -liegen und Dampfbad sowie ein Sportbereich für Schulen und Vereine mit 25-Meter-Becken und Nichtschwimmerbecken. Außerdem gibt es eine Saunalandschaft und einen Gastronomiebereich in der Badmitte.

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