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Karlsruhe/Bruchsal Rechte Schmierereien: Polizei richtet Ermittlungsgruppe ein

Die Karlsruher Polizei hat auf die rechtsextremistischen Graffiti, die am Wochenende an zahlreichen Gebäuden und Objekten im Bruchsaler Ortsteil Untergrombach festgestellt wurden, mit der Einrichtung einer siebenköpfigen Ermittlungsgruppe der Kripo reagiert. Man nehme die Vorfälle sehr ernst, sagte ein Polizeisprecher gegenüber ka-news.

"Wir werden alles daran setzen, solche rechtsextremistischen Bestrebungen im Keim zu ersticken", so der Sprecher weiter (siehe auch: "Rechtsextreme Sprayer verschandeln Untergrombach"). Hierzu arbeite man mit der Bruchsaler Stadtverwaltung Hand in Hand. Bürgermeister Ulli Hockenberger hatte die Schmierereien gestern aufs Schärfste verurteilt (siehe auch: "Anzeige der Stadt Bruchsal wegen rechtsextremistischer Graffiti").

Nach den Erkenntnissen der Ermittler haben die insgesamt 41 Graffiti an zahlreichen Objekten "eindeutig rechtsextremistischen, teils fremdenfeindlichen Hintergrund"; mutmaßlich aus der linken Szene stammende Parolen seien später  und gewissermaßen als Reaktion hinzugefügt worden.

Eine derartige Demonstration der Präsenz rechtsextremistischer Gruppierungen habe es in Bruchsal bislang nicht gegeben, so die Polizei. Ermittelt werde nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern auch wegen des Verdachts der Volksverhetzung sowie der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Polizeibeamte haben gestern gezielt den Kontakt mit der Untergrombacher Bevölkerung gesucht, um Hinweise auf die Täter zu erlangen. Wo Anwohner nicht persönlich angetroffen wurden, habe die Polizei Handzettel mit Zeugenaufrufen verteilt. Erste Hinweise habe man bereits erhalten: "Wir sind guter Dinge, die Verantwortlichen ermitteln zu können."




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