Karlsruhe Recht verteilt in Karlsruhe

Einen "Werkstattbericht" wollte Ullrich Eidenmüller, Kulturbürgermeister und Projektleiter der Bewerbung zur Kulturhauptstadt gestern Mittag im Rathaus abgeben. "Denn jetzt geht es weiter, da die Vorbereitungen in eine neue Phase eintreten." Der Stand des Verfahrens sei, dass im Juni die Bewerbung in Berlin überreicht wird. Die Entscheidung fällt allerdings erst Mitte 2005.

Es gäbe einige Neuigkeiten. Das verkündet Eidmüller gestern im Rathaus. Denn die Bewerbung zur Kulturhauptstadt ist fertig und wird im Juni in Berlin eingereicht. Der Bundesrat muss Mitte 2005 mindestens zwei Städte auswählen. Die Endauswahl trifft dann der europäische Rat allerdings erst 2006.

Bisher wurden vor allem die Grundzüge für die Bewerbung formuliert, wobei Künstler und Denker aus der Region mitgeholfen haben. Jetzt sei es soweit, dass die Bevölkerung miteinbezogen werden könne. Denn das Projektteam wolle die Bürger für das Thema "Recht" sensibilisieren, da dazu genauso "Gerechtigkeit" und "Unrecht" gehören.

Was hat nun aber Recht mit Kultur zu tun?

Das Recht, die Gerechtigkeit und das Unrecht sei die Grundlage für die Kultur, wie zum Beispiel für die Handlung von Theaterstücken, so Eidenmüller.

"Platz der Grundrechte"

Vor drei Jahren gab die Stadt dem Künstler Jochen Gerz den Auftrag für den "Platz der Grundrechte". Er sollte sichtbar machen, was die "Stadt des Rechts" ist. Herausgekommen sind 24 Masten, die in Form und Farbe wie Straßenschilder aussehen. Aufgedruckt sind Aussagen von Menschen der Zeitgeschichte, die gegensätzlich sind. Zum Beispiel ist auf der Vorderseite die Aussage eines Richters und auf der Rückseite die eines Häftlings zum Thema Recht zu lesen.

Ullrich Eidenmüller will Bürger miteinbeziehen (Foto: ka-news)
Nun sei es an der Bevölkerung mitzuentscheiden, wo die Schilder aufgestellt werden. Denn jedes Schild wird es zweimal geben. Die eine Hälfte soll zusammmen auf einem zentralen Platz aufgestellt werden, die anderen werden in der ganzen Stadt verteilt. Wo, sollen nun die Bürger entscheiden. Dafür wurden drei Foren eingerichtet, die ab dem 11. Mai stattfinden. Hier können die Bürger Vorschläge machen, wo die Schilder aufgestellt werden. Die Kunstwerke werden aber auf jeden Fall aufgestellt, egal ob Karlsruhe Kulturhauptstadt wird oder nicht. Auch will Eidenmüller und seine Mannschaft die Bürger durch ein Gewinnspiel zum Thema hinführen. Nähere Infos zum Gewinnspiel gibt es im Internet bei "Karlsruhe 2010".

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