Offenburg/Karlsruhe Polizei bittet um Mithilfe

Seit Januar verschwunden: Natascha Balslink. (Foto: pol)
Der Fall einer Erzieherin aus der Nähe von Offenburg zeigt sich zusehends mysteriös. Denn mehrere Monate nach ihrem Verschwinden Anfang Januar hat sich das Handy der 22 Jahre alten Natascha Balslink für kurze Zeit wieder ins Netz eingeloggt. Und doch fehlt von der jungen Frau aus Grafenhausen nach wie vor jede Spur. Wie die Polizeidirektion Karlsruhe jetzt ergänzend mitteilt, soll die Gesuchte - so Zeugenhinweisen - vor etwa zwei Wochen in der Karlsruher Uni-Bibliothek gesehen worden sein. Hinweise nimmt auch der rund um die Uhr besetzte Kriminaldauerdienst unter Tel. 0721/939-5555 entgegen.

Hat sie sich selbst etwas angetan, ist sie untergetaucht, um Problemen zu entfliehen oder ist sie gar einem Verbrechen zum Opfer gefallen? - Die Ermittlungen der federführenden Kriminalpolizei in Lahr sind in alle Richtungen offen. Die Kripo hat Verwandte, Freunde, Bekannte, Schul- und Arbeitskollegen und Nachbarn befragt. Vernehmungsprotokolle und Aktenvermerke füllen inzwischen einen ganzen Aktenordner. Und dennoch zeichnet sich von der 22-Jährigen kein klares Bild. ie Vermisste. Diese ist etwa 1,60 Meter groß, 55 Kilo schwer und hatte bei ihrem Verschwinden rot-blond gesträhnte, schulterlange Haare, die sie manches Mal zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte. Auffällig sind ihre Kinn- und Zungenpiercings.

Die Erzieherin, die mit einem Freund zusammen lebte, war zuletzt arbeitslos und litt offensichtlich unter dieser Situation. Sie vertraute sich einer Freundin an und wollte diese auch am Abend des 13. Januar treffen. Nach Angaben ihres Freundes war sie, als er gegen 21:00 Uhr heim kam, tatsächlich weg. Doch bei der Bekannten ist sie an diesem Abend nicht gewesen. Ein Zeuge ist sich sicher, dass er die Vermisste am Samstag, dem 14. Januar, morgens gegen 08:30 Uhr, in Richtung Ortsmitte von Grafenhausen gehen sah. Ihr Auto stand daheim. Sie ließ aber auch ihre Brille zurück, obwohl sie ohne diese nur schwerlich zu Recht kommt.

Natascha Balslink wurde schließlich am 18. Januar vermisst gemeldet, nachdem sämtliche Versuche mit ihr Kontakt aufzunehmen, ergebnislos verliefen. Die Kriminalpolizei ermittelte in alle Richtungen, ohne jedoch einen konkreten Hinweis auf die Vermisste zu bekommen. Es gab aber auch keine direkten Anhaltspunkte, die auf ein Verbrechen schließen lassen. Veröffentlichungen im Februar und im März in der Presse, aber auch eine Ausstrahlung eines Interviews mit den Eltern in RTL brachten keine nennenswerten Hinweise. Mit Hilfe einer Internetfahndung auf der Seite www.polizei-bw.de unter Fahndungen/Vermisste versucht man weitere Hinweise zu bekommen.

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