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Durlach Pfinzstraße ist zwei Jahre lang gesperrt: In Durlach wird die alte Volksbank abgerissen und der Verkehr muss Umleitung nehmen

Auch ein Eilantrag der FDP konnte das bereits Beschlossene nicht verhindern: Die Umleitung für die Baustelle auf dem Gelände der ehemaligen Volksbank in Durlach wird bleiben und zwar auf der bereits festgelegten Strecke und für die vorgesehene Zeit von zwei Jahren.

Jürgen Lohmeyer, Baustellenkoordinator im Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe und Thorsten Metz, Sachbereichsleiter Straßenverkehr im städtischen Ordnungsamt, stellten das Projekt noch einmal vor und erklärten, warum etwa eine Ampelschaltung an dieser Stelle in der Pfinzstraße nicht funktionieren kann. Zum einen, weil dann die Anwohner und Gewerbetreibenden im Ampelbereich ihre Grundstücke nicht mehr ohne eigene Ampel erreichen und verlassen könnten und zum anderen, weil Wartezeiten an den Ampeln noch mehr Ausweichverkehr – in beide Richtungen – auf der Waldshuter- und der Hubstraße verursachen würden.

Deshalb habe man sich entschieden, den Verkehr lieber in eine Richtung, kontrolliert über diese Straßen zu lenken, statt dort für mehrere Jahre ein unkontrolliertes Verkehrschaos entstehen zu lassen. Außerdem könne man mit dieser Lösung die Belastung auf für alle Anwohner mildern, in dem man sie auf mehrere Schultern verteilt.

Absperrung vor Baustelle
(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Großräumige Umleitung des Durchgangsverkehrs

Zumal der meiste Verkehr, der durch diese Ost-West-Verbindung fließt Zielverkehr nach Durlach ist und nicht - wie von vielen Durlacher vermutet, Durchgangsverkehr, der einen Schleichweg zur Durlacher Allee oder Südtangente nutzt. Das haben Verkehrszählungen an Ort und Stelle ergeben. Den wenigen Durchgangverkehr weise man schon auf der B3 darauf hin, dass die Pfinzstraße gesperrt ist - allerdings dort ganz ohne Hinweis auf die bestehende Umleitung. "So dass alle, die Richtung Südtangente und Ottostraße orientiert sind, eher die B3 und die Rommelstraße als Alternative nutzen", so Lohmeyer.

Absperrung vor Baustelle
(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Baustellenprüfungen während der Bauzeit sind vorgesehen

Zur angepeilten Bauzeit von rund zwei Jahren merkten die städtischen Experten an, dass man die Ausführungen der Bauherren und der ausführenden Unternehmen selbstverständlich detailliert überprüft habe und dass es keinen Grund gebe, an diesen zu zweifeln. "Nehmen Sie nur einmal den Bau im Anna-Leimbach-Haus, das in der Nachbarschaft des Volksbank-Areals liegt", führte Lohmeyer aus. "Dieser Bau ist viel kleiner und weniger komplex, dauert nun aber auch schon fast zwei Jahre und ist noch nicht fertig. Das ist also durchaus eine realistische Zahl." Auf die Frage, ob man die Umleitung wirklich während der gesamten Bauzeit dauerhaft brauche, versprachen beide Referenten, die Baustelle regelmäßig zu kontrollieren und auch diese Frage dabei eingehend zu prüfen.

Weiterhin versprach Thorsten Metz den besorgten Anwohnern in der Hub- und Waldshuter Straße, dass man das Tempolimit von 30 km/h dort regelmäßig kontrollieren werden, auch zu Tages- und Nachtzeiten, die eventuell zum Rasen geeignet wären.

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Kommentare (9)
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  •   Vollbürger
    (59 Beiträge)

    13.12.2018 12:27 Uhr
    Abriss
    Da eine Bank als „Bank“ kein Geld mehr verdient, weicht man zum eigenen Überleben in die Immobilienbewirtschaftung aus. Damit kann eine ausreichende Rendite/Eigenkapitalverzinsung dargestellt werden. Hier in der Region öfters im genossenschaftlichen Sektor zu beobachten.

    Daher baut hier die PSD-Bank Wohnungen.

    Für das Areal gab es zig Angebote für eine Drittverwendungsmöglichkeit, die dann leider kurzfristig wieder alle aus dem Adels gekegelt wurden, nachdem man sich unter „Genossen“ auf das Weiterreichen der Liegenschaft innerhalb des genossenschaftlichen Sektors geeinigt hatte.

    Peinlich für den beauftragten Makler und die VoBa!

    Naja, politisch ist eine ordentliche Nachverdichtung ja gewünscht, insoweit wurden hier wieder einmal großzügige Genehmigungen erlassen, die man als Privater weder in dieser Form noch in dieser kurzen Zeit erlangt hätte! Wir brauchen einfach mehr Platz für die die noch nicht so lange hier wohnen....
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  •   hajmo
    (4083 Beiträge)

    13.12.2018 08:24 Uhr
    Das wird wohl länger dauern
    Wenn ich mich recht erinnere, gab es schon beim Bau der VoBa Probleme mit dem Untergrund, da dort vorher eine Tankstelle stand und der Boden verseucht war. Da die Messmethoden mittlerweile verbessert wurden und die Schadstoffgrenzen ebenfalls gesteigert wurden, dürften da noch einige Überraschungen warten.
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  •   Svetogor
    (281 Beiträge)

    12.12.2018 17:24 Uhr
    .
    "...könne man mit dieser Lösung die Belastung auf für alle Anwohner mildern, in dem man sie auf mehrere Schultern verteilt."

    Was für ein Glück, dass keiner von den Schlonzen dort wohnt. Da kann man dann immer solch ein Gesülze raushauen.
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  •   kscgrufti
    (3602 Beiträge)

    12.12.2018 16:20 Uhr
    Warum wird
    eigentlich überhaupt ein Gebäude, das erst knapp 30 Jahre alt ist (Baujahr 1990!), wieder abgerissen. Sieht ja auch keinesfalls "alt" aus.
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  •   Chris23
    (203 Beiträge)

    12.12.2018 17:43 Uhr
    Weil es nicht ohne weiteres möglich ist...
    ... in eine Bank einzuziehen. Erst recht wenn man davon ausgeht das hier mehr als eine Partei einzieht zwinkern

    Ich kenne das Gebäude nicht von ihnen, aber bei Bürogebäuden sind häufig das Treppenhaus und der Fahrstuhl nicht so gelegen, das man diese als Zugang zu mehren Wohnungen nutzen kann. Dadurch muss man verdammt viele Kompromisse eingehen, da der Fahrstuhlschat und das treppenhaus tragend sind.
    Dem rest müsste man eh entkernen, um eine bewohnbare Raumaufteilung und genügend Badezimmer und Küchen zu bekommen. Wenn du einen Kreislauf für die Klimaanlage hast, gibt es dort auch viel zu tun. Da bist du schnell bei dem Kosten für einen Neubau, gehst zig komprommisse ein hast eine schlechte Platznutzung und dem Energiestandard von vor 30 Jahren ...
    Eine Bank hat vermutlich noch andere Besonderheiten, wie beispielsweise einen Tresorraum der vermutlich allein von Wert des Altmetalls rausgerissen wird und womöglich sogar tragend ist.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10773 Beiträge)

    12.12.2018 18:16 Uhr
    diese Dinger stehen oftmals
    im Kellergeschoss eines Hauses.
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  •   10tacle
    (256 Beiträge)

    12.12.2018 15:40 Uhr
    Die
    Waldshuterstraße war mal eine gute, sprich ruhige Wohngegen, jetzt fahren dort Kfz im Sekundentakt. An Schlaf ist da an Nachmittagen nicht mehr zu denken. Ebensowenig wie das Lüften der Wohnung.
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  •   Berty87
    (447 Beiträge)

    12.12.2018 15:12 Uhr
    Kann
    Man hier nicht das so lösen das nur 1 Spur zur Verfügung steht.
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  •   Chris23
    (203 Beiträge)

    12.12.2018 18:08 Uhr
    Momentan ist eine Richtung befahrbar
    ist eine Spur offen, die aber nur in eine Richtung befahren werden kann. So wie sich das im Text liest, soll dies auch weiterhin der Fall bleiben:
    "..., stellten das Projekt noch einmal vor und erklärten, warum etwa eine Ampelschaltung an dieser Stelle in der Pfinzstraße nicht funktionieren kann
    ...
    Deshalb habe man sich entschieden, den Verkehr lieber in eine Richtung, kontrolliert über diese Straßen zu lenken, statt dort für mehrere Jahre ein unkontrolliertes Verkehrschaos entstehen zu lassen."
    Die Überschrift liest sich aber für mich auch wie eine Vollsperrung.
    Zu der Nutzung als Schleichweg, Da ich früher nähe Endhaltestelle Durlach Turmberg gewohnt habe, kann ich nachvollziehen das dies als Schleichweg richtung Durlacher Allee genutzt wird. Die Leute von ausserhalb, die nicht gerade zur Untermühlsiedlung wollen werden aber wohl meisten die Bundesstrasse Richtung Hagsfeld nehmen.
    Aber Richtung Südtangente fährt man dort doch nicht rein, sondern bleibt auf der Grötzingerstr.
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