Karlsruhe Patriotismus in Gold

Die Vorderseite des badischen Rheingold-Dukat 2006 (Foto: pr)
Zum 200. Badenjubiläum haben sich zwei "Goldjäger" etwas ganz besonderes einfallen lassen. Der ehemalige Geschäftsführer des Klinikums Manfred Common und sein Freund Horst Meder entwarfen eine Medaille aus selbstgeschürftem Gold und ließen sie prägen. Musterexemplare überreichte Common gestern im Rathaus an Bürgermeister Ullrich Eidenmüller und Landrat Claus Kretz.

Seit seiner Pensionierung zählt Common zu einem der passioniertesten und erfolgreichsten Goldwäscher. Dieses Hobby teilt auch sein Freund Meder. "Wir haben uns vor einiger Zeit zusammen gesetzt und uns die Frage gestellt, was Karlsruhe wohl zum 200. Badenjubiläum machen wird. Da nicht sonderlich viel geplant war, haben wir uns überlegt eine Medaille zu entwerfen", erklärt Common die Ambition des Vorhabens. Sowohl Common als auch Meder sind Profis in ihrem Gebieten und verstehen ihr Handwerk. In den Jahren 1993 und 2000 haben die "Goldjäger" bereits Dukaten entworfen.

Es herrscht Platzmangel unter den Hobby-Goldwäschern

Die Original Medaille von ihrer Vorder- und Rückansicht zum Badenjubiläum aus selbstgeschürftem Gold (Foto: pr)

"Der überwiegende Teil des Goldes kommt aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe, der Rest aus dem angrenzenden Oberrheingebiet", fährt der ehemalige Geschäftsführer fort. Für die Gewinnung des Goldes, die Entwürfe und die Modelle der Medaillen waren die beiden Hobby-Goldwäscher zuständig. Die Gravur und Prägung der badischen Rheingold-Dukate 2006 nahm der Medailleur Victor Huster aus Baden-Baden vor. Für das Badenjubiläum wurde eine Auflage von 99 Stück angefertigt. Interessierte können eine Medaille mit einem Durchmesser von 20,5 Millimeter für einen Verkaufswert von 290 Euro erwerben. Common und Meder kreieren aus dem gewonnen Gold nicht nur Medaillen, sondern auch Schmuck. Common hat für seine Frau bereits Armringe und Ketten gemacht.

Bei der Vorstellung der Medaillen zum Badenjubiläum: Horst Meder, Bürgermeister Ullrich Eidenmüller, Manfred Common und Landrat Claus Kretz (v.l.) (Foto: ka-news)

Aber selbst bei einem Goldwäscher ziehen dunkle Wolken auf. "Das Hobby hat einen kleinen Makel. Es herrscht eine Art Platzmangel unter den Goldwäschern", erklärt Common. Hat er ein Gebiet gefunden wo sich Gold befindet, baut er seine Geräte auf, die er für die Gewinnung des Goldes benötigt. Leider gebe es aber Goldwäscher die, wenn sie vom Fundort Wind bekommen, sich nicht nur die Geräte, sondern auch das gewonnene Gold unter den Nagel reißen. "Gold macht aus fast allen Freunden Feinde. Bei mir und Horst ist das aber nicht der Fall", sagt "Goldjäger" Common abschließend.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.