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Durlach Park-Chaos am Turmbergbad: "Wir können nicht mehr Parkplätze schaffen"

In einer kürzlich gestellten Anfrage will die SPD-Fraktion im Durlacher Ortschaftsrat wissen, wann die Parkplatzsituation rund um das Durlacher Turmbergbad endlich verbessert wird. Mit Beginn der Badesaison kommen auch die bekannten Probleme wieder - und die für Badegäste, aber auch Anwohner und das Gewerbe in der Umgebung inakzeptable Verkehrssituation.

"Schon im Jahr 2013/14 war eine Neugestaltung der Parkplatzflächen geplant, doch die Maßnahme wurde bis heute nicht in den Haushalt eingestellt", erklärt SPD-Stadt- und Ortschaftsrat Hans Pfalzgraf, Initiator der Anfrage, mit der die SPD-Fraktion nun auf eine langfristige Lösung der Parkprobleme rund um das Bad hofft.

Die Parkfläche vor dem Turmbergbad ist schon seit Jahren unzureichend, das weiß auch die Stadtverwaltung. Gerade nach der umfangreichen Sanierung des Turmbergbades und seinen neuen Attraktionen wie der rasanten Doppelrutsche "Redblaxx" habe das Bad eine tolle Aufwertung erfahren, so die SPD in ihrer Anfrage. Das habe sich natürlich und erfreulicherweise auch in steigenden Besucherzahlen niedergeschlagen, umso mehr steige aber nun auch der Bedarf an ausreichenden Parkflächen.

Neue Rutsche im Turmbergbad
Das Turmbergbad in Durlach. | Bild: Peter Eich

Denn die Parksituation beeinträchtigt die gesamte Umgebung: An den warmen Tagen wird überall in den anliegenden Straßen wild und zum Teil auch sehr gefährlich geparkt - an ein Durchkommen für Pkw, aber auch für Fußgänger und Radfahrer, ist oft kaum mehr zu denken.

Parkplatz Turmbergbad
Unterschiedliche Höhenniveaus, fehlende Markierungen: An der Parksituation vor dem Turmbergbad wird sich so schnell nichts ändern. | Bild: Schwitalla

Neuordnung verspricht kaum mehr Parkplätze

Eine Neugestaltung der Parkierungsflächen am Turmbergbad wurde 2013/2014 geplant und war ursprünglich bereits für den städtischen Doppelhaushalt 2015/2016 vorgesehen. "Seinerzeit lag die Kostenrechnung bei rund 700.000 Euro", weiß die SPD, doch die Maßnahme sei bis heutet in keinen Haushalt eingestellt. "Uns ist bekannt, dass zwischenzeitlich eine neue Planung oder Kostenrechnung von rund 1,2 Millionen Euro vorliegen soll, die jedoch wegen fehlender Kostenkontrolle auch nicht in den kommenden Haushalt eingestellt werden kann", begründet die SPD ihre Anfrage.

Die aktuellen Planungen befänden sich derzeit noch in einem Vorstadium, erklärte Oliver Sternagel, Geschäftsführer der Karlsruher Bäder, auf Anfrage von ka-news. "Weil die ursprüngliche Planung schon so alt ist, muss sie unbedingt angepasst werden, damit verbunden ist auch eine neue Kostenüberprüfung", sagt der Bäder-Chef.

Karlsruher Chefs: Oliver Sternagel, Bäderchef
Bäderchef Oliver Sternagel an seinem Arbeitsplatz. | Bild: (Karlsruher Bäder)

Wildes Parken abstellen und für mehr Sicherheit sorgen

"Die Parksituation am Turmbergbad ist natürlich unbefriedigend", so Sternagel weiter. Und das sei schon seit vielen Jahren so, weshalb man sich damals mit dem Tiefbauamt an eine Überplanung gesetzt habe. Allein aus Sicherheitsgründen müsse das mehr oder minder "wilde Parken" vor dem Durlacher Turmbergbad reguliert werden - allein schon, damit in Notfällen ein Krankenwagen schnell am Bad sein kann.

"Wir wollen die Situation dort natürlich verbessern", so Sternagel im Gespräch mit ka-news. "Man muss sich aber auch darüber bewusst sein, dass dort nicht wesentlich mehr Parkplätze geschaffen werden können. Mehr Platz können auch wir dort nämlich nicht machen, aber durch neue Markierungen und ähnliches können wir das ganze ordnen und sinnvoll strukturieren."

Das Schild weist einen Parkplatz aus (Symbolbild). | Bild: Paul Needhem

Dadurch würden dann auch ein paar mehr Parkplätze entstehen, aber in erster Linie gehe es darum, das "wilde Parken" zu regeln und für gesicherte Zufahrten in Notfällen zu sorgen. Rund eine Million Euro werde das wohl kosten, sagt der Karlsruher Bäder-Chef. Aber weil man sich in der ganzen Neuplanung noch in einem so frühen Stadium befände, könne man noch keine konkreten Zahlen nennen und auch noch kein Datum für eine Berücksichtigung im städtischen Haushalt.

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Kommentare (23)
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  •   DonHasi
    (913 Beiträge)

    25.05.2018 20:57 Uhr
    Immer die gleiche Leier
    Keine Parkplätze, zu wenig Parkhäuser, überfüllte Straßenbahnen. Manchmal glaube ich es ist von beiden Seiten überhaupt kein Wille und keine Bereitschaft zu erkennen, sein Verhalten der geänderten Situation anzupassen. Mit dem SUV bis vors Schwimmbecken fahren wird halt nix. Handtuch, Badelatschen und Sonnenhut und dann "A walk in the Park" und anschliessend "Ice in the sunshine"
    Aber Deutschland wird lieber fett, faul, bequem und verblödet. So sind wir leichter zu manipulieren. Auf oder unter dem Gelände des ASV Durlach wäre z.B genug Platz für ein Parkhaus oder eben eine Tiefgarage. Egal was da später mal entsteht. Parken wollen schließlich alle.
    Aber Gott bewahre, was tun wir wenn obendran ein Frosch quakt?
    Ist doch klar: Wir fragen den Frosch ob er einverstanden ist!
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  •   badesalz
    (474 Beiträge)

    24.05.2018 19:53 Uhr
    Auf der Seite
    der Polizeikaserne hätte es reichlich Parkplätze,aber die werden ständig von dauergeparkten Anhängern zugestellt.Auch das scheint beim OA niemanden zu interessieren.
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  •   betablocker
    (3544 Beiträge)

    25.05.2018 01:13 Uhr
    Generell
    ein Ärgernis. Anhänger und Wohnmobile.
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  •   Route66
    (1286 Beiträge)

    24.05.2018 16:38 Uhr
    Eigentlich
    sollte man schon bei der Planung eines Schwimmbads dafür sorgen, daß genug Parkplätze zur Verfügung stehen. Aber jetzt liegt das Kind im Brunnen und spätestens jetzt müsste man anfangen, diese zu organisieren. Wenn der Campingplatz wirklich geschlossen bleiben sollte, hätte man ein Grundstück. Und dort ein paar Parkflächen herzustellen dürfte m. A. nach nicht im Millionenbereich liegen. Ins Durlacher Bad kommen auch viele Leute aus Grötzingen usw. , mit der Anreise per Bahn mit ein paar Kindern ist das ein richtiger Umstand. Natürlich geht es nicht, dass einfach jeder parkt wo er will. Aber ein wenig mehr Bürger-und Kundenfreundlichkeit schadet nie. Sonst ist auch für alles Geld in Karlsruhe da.
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  •   dipfele
    (4911 Beiträge)

    24.05.2018 19:59 Uhr
    Es könnte ja auch.....
    ..die Anreise mit Bahn und Bus erleichtert werden. Das wäre ein Antrag wert, zumal die SPD den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden bei der VBK stellt. Werden die 1,2 Mio auf 10 Jahre verteilt bei (angenommene)100.000 zahlenden Badegästen p.a. dann müsste der Eintrittspreis um mindestens 1,20 angehoben werden. Es kann nicht sein, dass sich die SPD um Freizeit- Autofahrer kümmert.
    Wie sind die Leute vor 100 Jahren dahin gekommen?
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  •   Route66
    (1286 Beiträge)

    24.05.2018 20:09 Uhr
    Vor 100 Jahren
    bist Du mit der Badehose und dem Handtuch ins Bad gegangen, die meisten sind wahrscheinlich auch von Grötzingen dahin gelaufen. Das läuft heute eben anders. 10 Gummikrokodile und zwei Kühltaschen im Gepäck, nicht zu vergessen die Sonnenliege.
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  •   mueck
    (9957 Beiträge)

    24.05.2018 17:38 Uhr
    !
    Das Bad wurde um 1905 rum geplant, der Parkplatz ist also eigentlich völlig überdimensioniert ...
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  •   Route66
    (1286 Beiträge)

    24.05.2018 17:58 Uhr
    Klar
    hatte ich verdrängt... Aber dann muss halt jetzt was passieren oder? Nur Bad renovieren und für neue Attraktionen sorgen, die mehr Besucher anlocken sollen, reicht halt nicht.
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  •   Bahnnutzer100
    (173 Beiträge)

    24.05.2018 12:34 Uhr
    Sorgen der SPD: Zu wenig Parkplätze
    Es gibt nicht zu wenig Parkplätze, sondern zu viele Autos!
    Im Zuge des benachbarten neuen Baugebietes, sollte man die Straßenbahn verlängern, dann könnten auch die vielen Gehbehinderten mit der Bahn zum Bad fahren.
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  •   zweiundvierzig
    (99 Beiträge)

    24.05.2018 12:33 Uhr
    Steht da nicht der Campingplatz hinterm Bad leer
    Zumindest dieses Jahr?
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