Karlsruhe Nuklidkarte als Aushängeschild für Karlsruhe

Seit mehr als fünf Jahrzehnten liefert die "Karlsruher Nuklidkarte" Naturwissenschaftlern übersichtlich wertvolle Informationen über Halbwertszeiten, Zerfallsarten und Energien von Radionukliden. Die FDP-Fraktion möchte die Nuklidkarte als Marketinginstrument für die Stadt nutzen.

Ihre Erfolgsgeschichte nahm bereits 1956, dem Gründungsjahr des Forschungszentrums, im damaligen Institut für Radiochemie und jetzigem Institut für Instrumentelle Analytik (IFIA) ihren Anfang und wird bis heute in der nunmehr siebten Auflage fortgeschrieben. Mit dieser Ausgabe werden Daten zu 2.962 experimentell beobachteten Nukliden und 652 Isomeren bereitgestellt. Außerdem wurden mit Russisch und Chinesisch zwei weitere Sprachen aufgenommen. Inzwischen sind weit über 150.000 Wandkarten und über 200.000 Broschüren der Karlsruher Nuklidkarte aufgelegt und weltweit verbreitet.

Die FDP stellt jetzt einen Antrag, dass die Verwaltung eine Strategie vorbereitet, wie die Stadt - gemeinsam mit dem Stadtmarketing - die weltberühmte Karlsruher Nuklidkarte so nutzten kann, dass die Kernforschungskapazität in der Karlsruher Technologieregion in der globalen Wissenschaft noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gebracht werden könnte.

Das Institut für Transurane in Karlsruhe habe gerade mit großer internationaler Aufmerksamkeit das 50-jährige Jubiläum der Karlsruher Nuklidkarte gefeiert, erinnerten die Liberalen. Neben den Radiowellen, entdeckt von Heinrich Hertz, sei wahrscheinlich keine andere wissenschaftliche Initiative so global bekannt wie die Karlsruher Nuklidkarte. Sie sei während der letzten 50 Jahre in mehr als 350.000 Kopien verkauft worden und damit ein aktiver Teil der globalen wissenschaftlichen Welt. Karlsruhe hätte eine lange Tradition und Erfahrung in der Kernforschung.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sei sehr stark auf diese Forschungsrichtung fokussiert, die Kräfte der Kernkraftforschung hätten sich laut der FDP-Fraktion vor kurzer Zeit in Karlsruhe gebündelt. Vorbereitende Gespräche der Stadtverwaltung mit Vertretern des KIT und der Transurane könnten öffentlichkeitswirksame Initiativen einleiten. Die ursprüngliche Initiatorin der Karlsruher Nuklidkarte, Gerda Pfennig, lebt und wohnt in der Waldstadt.
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