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Karlsruhe Nicht jeder Radfahrer darf in den Wald: Stadt weist auf Regeln für E-Bikes hin

Viele Fahrradfahrer zieht es in den Wald, ein beliebtes Ausflugsziel, doch dabei stören sie oft andere Waldbesucher und -bewohner. Da elektrische Räder immer häufiger genutzt werden, klärt das Forstamt auf, welche Regeln beachtet werden müssen.

Der Wald ist ein Ökosystem, das sich durch eine große Vielfalt an Lebewesen und Funktionen auszeichnet. So bildet er einen der wichtigsten Grundsteine des menschlichen Daseins, indem er das von uns produzierte Treibhausgas CO2 bindet und uns mit Sauerstoff versorgt. Zudem ist er eine Heimat für unzählige Tiere und Pflanzen.

Gleichzeitig habe der komplexe Lebensraum auch eine große Bedeutung für die Waldbesucher: Er verspricht Ruhe - ein Gegenpol, abseits der alltäglichen Hektik. Laut einer Umfrage der Forstverwaltung Baden-Württemberg besuchen über sechs Millionen Menschen im Land einmal in der Woche den Wald. Das geht aus der Pressemeldung des Forstamts hervor. 

Daher fordert das städtische Forstamt von Fahrradfahrern Rücksichtnahme auf den Wald und seine Bewohner sowie auf die Spaziergänger. Da neben den herkömmlichen Fahrrädern heutzutage auch Elektro-Zweiräder unterwegs sind, gibt es ein Waldgesetz, das die Waldbesucher einhalten müssen. 

Klare Regeln für Fahrräder im Wald

"Das Radfahren ist nur auf Waldwegen erlaubt, die eine Mindestbreite von zwei Metern haben. Gekennzeichnete Sport- und Lehrpfade, Fußwege sowie unbefestigte Trassen sind tabu", so das Forstamt in seiner Pressemeldung weiter. Zudem darf nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden.

Darüber hinaus sind nur Räder erlaubt, bei denen der Pedalantrieb bis zu 25 Kilometer pro Stunde unterstützt wird - die sogenannten Pedelecs. Andere motorisierte Fahrzeuge, die ein Versicherungskennzeichen benötigen und dadurch rechtlich als Kleinkrafträder gelten, sind im Wald nicht genehmigt. Bei Verstoß gegen diese Regeln drohen Bußgelder. E-Bikes, Speed-Pedelecs und Co müssen also der grünen Idylle fern bleiben.  Die einzige Ausnahme stellen Krankenfahrstühle dar, die trotz elektrischen Betriebs auf Waldwegen willkommen sind. 

Wie das Forstamt betont, muss Rücksicht aufeinander genommen werden, damit sowohl die Waldbewohner als auch die menschlichen Besucher ungestört bleiben. Deshalb sollen die Radfahrer besonders darauf achten, defensiv zu fahren und ein geeignetes Tempo einzuhalten - auch zur eigenen Sicherheit.

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Kommentare (41)
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  •   KlausKalle
    (336 Beiträge)

    13.08.2018 16:12 Uhr
    Graf-Rhena-Weg...
    Hier darf man stellenweise auch mit dem Mofa durch den Wald fahren. Und der Weg ist definitiv nicht überall 2 Meter breit...
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  •   bier2
    (843 Beiträge)

    13.08.2018 16:39 Uhr
    für ausgeschilderte Radwegs
    bzw. MTB Wege zieht die 2m Regel nicht.
    Am Wattkopf und Kreuzelsberg sind auch Trails freigegeben.
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  •   mikado46
    (128 Beiträge)

    13.08.2018 14:09 Uhr
    Anspruchsdenken
    Bevor nicht alle Bundes- und Landstraßen nicht über sichere Fahrradwege verfügen, hat die Forderung nach
    Ausbau von irgendwelche Fahrradautobahnen, oder , wie hier Fahrradschnellwege im Wald, keine Berechtigung.
    Es gibt noch unzälige Ortschaften, die für Fahrradfahrer nur über gefährlichen, schmalen Landstraßen zu
    erreichen sind. Und der Bus im Zweistundentakt fährt.
    Daher : erst die Mindestversorgung sichern. Der Wald ist kein Spielplatz für gelangweilte Stadtmenschen.
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  •   Tirak
    (558 Beiträge)

    14.08.2018 07:07 Uhr
    Zuständigkeiten
    Da bringst Du wohl so einiges durcheinander. Die Stadt kümmert sich um ihre Gemarkung. Wenn Du außerhalb der Stadtgrenzen wohnst und miserable Radwege hast, dann spreche deine Gemeinde oder den Landkreis an. Wäre ja noch schöner, dass wir Städter auf bessere Radwege warten müssen, bis die Ländler aufgeschlossen haben, nachdem dort jahrzehntelang nichts getan wurde.
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  •   mueck
    (10037 Beiträge)

    13.08.2018 13:32 Uhr
    !
    Zitat von Zudem darf nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden.
    Das ist die Quelle der 30 km/h: Kein Gesetz, sondern nur eine Verwaltungsvorschrift (wie ganz unten zu finden ist), die sich nur an Verwaltungen richtet, also nicht an die einfachen Wegenutzer, die ohne Genehmigungspapierkram, in der man das verpflichtende Befolgen dieser Regel reinschreiben könnte, den Wald befahren. Zudem gilt diese Vorschrift ganz offensichtlich nur für Staatswald, also nicht für Stadtwald, Genossenschaftswald, Kirchwald, Privatwald, ...
    Ok, hier in der Ebene komme ich im Wald eher selten auf mehr als 30 km/h ... zwinkern
    Aber es gibt ja auch nahe Schwarzwälder, wo es asphaltiert flotter abwärts gehen kann ...
    Also dort muss keiner Angst vor Blitzern haben, Gesetzesgrundlage unzureichend ...
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  •   alpinium
    (5582 Beiträge)

    13.08.2018 14:14 Uhr
    Schwarzwald - vor Blitzern
    muss man da keine Angst haben, aber evtl. vor gespannten Drahtseilen.
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  •   Malerdoerfler
    (4652 Beiträge)

    13.08.2018 12:58 Uhr
    Dann bleiben wir halt
    bei unserem guten alten Fahrrad.
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  •   Robert1959
    (1874 Beiträge)

    13.08.2018 12:00 Uhr
    Man sollte nicht alles verteufeln!
    Ich halte nichts von der 2 m Regel und ob befestigt oder nicht befestigt. Die nichtbefestigten sind oft sicherer, da man dort kein Rollsplit findet. Ich fahre langsam, schon aus Sicherheitsgründe, dennoch sind mir auch dort schon Mountainbiker mit Elektroantrieb mit hoher Geschwindigkeit begegnet, dafür habe ich wenig Verständnis!
    Dieses Jahr entschied ich mich für ein leichtes Trekkingrad, aber später wird es ganz sicher ein E-bike pedelec sein mit starkem Motor
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10702 Beiträge)

    13.08.2018 10:50 Uhr
    und wieder taucht die Frage auf,
    ob das die einschlägigen Fahrradzausel (eben diejenigen, die gemeint sind) überhaupt interessiert...
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  •   Garrincha
    (423 Beiträge)

    13.08.2018 16:19 Uhr
    dich Oberzausel interessiert bestimmt nicht
    aber Hauptsache du hast wieder mal deinen Senf dazu gegeben
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