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Karlsruhe "Nachvollziehbare Zahlen" von "Luftnummer Newport"

"Nachvollziehbare Zahlen" für den Stadionneubau am "Gleisdreieck" soll die Firma Newport mit Unterstützung der Fachbehörden vorlegen. Parallel dazu muss die Stadtverwaltung die nötigen Kosten für die Maßnahmen am Standort Wildpark bewerten. Diese beiden Ergebnisse sollen dann gegenübergestellt werden, um die Auswirkungen beider Projekte für den Stadthaushalt deutlich zu machen.

Es war denkbar knapp: 25 Stimmen der Gemeinderatsmitglieder waren für den Vorschlag, das Newport-Modell weiterhin als Option für die Stadion-Zukunft beizubehalten, 23 stimmten dagegen. Der interfraktionelle Antrag von CDU, FDP und KAL löste eine teilweise hitzig geführte Debatte aus: Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) wollte das "interessante Konzept von Newport näher beleuchten". Manchmal müsse man eben "zwei Schritte zurück machen, um einen Schritt voran machen zu können," so Luczak-Schwarz.

"Nicht die billigste, sondern die zukunftsträchtigste Lösung"

Laut Rita Fromm (FDP) würde man "mit der kleineren Lösung Wildpark mehr kaputt machen als man gewinnen kann." Zudem könne man nicht vom Investor verlangen, bis ins kleinste Detail zu arbeiten, ohne zu wissen, ob der Standort überhaupt in Frage komme. Eberhard Fischer (KAL) bestätigte Fromm darin, dass nur "auf Basis von Fakten entschieden werden darf", denn bei beiden Standorten seien Fragen zu den Kosten offen. "Nicht die billigste, sondern die zukunftsträchtigste ist die beste Lösung," fügte Fischer an.

Dem gegenüber stellten die SPD- und Grünen-Fraktion ihre Sicht der Dinge dar: Heinrich Maul (SPD) kritisierte zunächst das "Chaos der Anträge" und das offensichtlich "tiefgreifende Zerwürfnis" zwischen dem Oberbürgermeister und der CDU-Fraktion in der Stadionfrage. Er halte die Firma Newport solange für nicht fähig, eine nötige Zwischenfinanzierung bis zu Beginn des Spielbetriebs aufzubringen, bis der Gegenbeweis erbracht sei. Ebenso skeptisch äußerte sich Andreas Ruthardt (Grüne) zu dem "riskanten Investorenmodell". Er fragte: "Wie oft soll denn noch geprüft werden?" Die Zahlen aller möglichen Standorte seien zumindest soweit durchgerechnet worden, dass eine politische Entscheidung getroffen werden könne. Doch laut Ruthard würden sich die Newport-Unterstützer nur nicht trauen, vor den anstehenden Wahl eine möglicherweise unpopuläre Entscheidung zu treffen.

"Keine weiteren Abenteuer - privat heißt auch privat finanziert"

Ingo Wellenreuther (CDU) wollte die Ängste und Sorgen, mit denen gespielt werden würde, nicht akzeptieren. Es gäbe keine Rockveranstaltungen und das Stadion würde nicht wie behauptet 70 Meter, sondern nur 35 Meter hoch gebaut werden. Doch er räumte auch ein: "Wenn am Ende des Tages herauskommt, dass die Stadtverwaltung recht hatte und die Zahlen von Newport falsch sind, dann sind wir natürlich bereit, das zu akzeptieren."

Hans Pfalzgraf (SPD) erinnerte daran, dass ein Stadionbau am "Gleisdreieck" den Freizeitpark Durlach aufgrund der räumlichen Situation verdrängen würde. Seine Parteigenossin Doris Baitinger forderte "keine weiteren Abenteuer", denn ein "privater Investor sollte auch eine private Finanzierung" bedeuten.

KSC-Präsident Raase: "Die Zahlen sind ausschlaggebend"

Zuletzt warnte Oberbürgermeister Fenrich vor den Konsequenzen, welche das Newport-Modell mit sich bringe: Alle Gutachten sprächen deutlich für eine Wildpark-Lösung, 180 Gärten an der Mastweide und 155 Gärten an der Durlacher Allee zu verplanen sei ein "vermeidbarer Flächenverbrauch" und das Tiefbauamt habe bezüglich der Erschließungskosten in Sachen Infrastruktur über 150 Millionen Euro an Kosten errechnet. Die "Luftnummer" Newport hätte bisher nur "flache Tiefe in seinen Aussagen" durchblicken lassen.

Trotz der geschlossenen Ablehnung des Antrags seitens der SPD- und Grünen-Fraktion kamen die nötigen 25 Ja-Stimmen für eine knappe Mehrheit zusammen - weiterhin heißen die Optionen für den Karlsruher SC Gleisdreieck oder Wildpark.

KSC-Präsident Hubert Raase meinte hierzu direkt im Anschluss: "Eine der beiden Lösungen wird in jedem Fall zum Tragen kommen. Der ausschlaggebende Punkt sind die Zahlen, die der Karslruher SC zu tragen hat. Darauf basierend werden wir dann entscheiden."

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  •   treuerkscfan
    (666 Beiträge)

    24.04.2009 10:45 Uhr
    Zu den Zahlen vom OB
    Habe mich mal Schlau gemacht: die Infrastruktur in München für die AllianzArena hat 180 Millionen gekostet, dort war aber KEINE Autobahnausfahrt, KEINE Bahngleise und das Parkhaus wurde unter das Stadion gebaut. Daher sind die Zahlen überzogen, denn am GD liegen Straßenbahnschien, DB Gleise und die Autobahnausfahrt ist auch schon da.
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  •   treuerkscfan
    (666 Beiträge)

    23.04.2009 09:17 Uhr
    Konzerte
    Es ist aber nicht zu rechtfertigen, dass in diesem neues Stadion keine Konzerte Statt finden sollen. Viele werden es so oder so nicht werden, vielleicht 2-5 im Jahr und dazu noch ca. 20 Spiele (wovon die meisten am WE sind) wird ja wohl noch zu verkraften sein.
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  •   treuerkscfan
    (666 Beiträge)

    23.04.2009 09:15 Uhr
    Einnahmen/Kosften bei Fußballspielen
    Für Polizeieinsätze muss meines wissens das Land aufkommen, oder sehe ich das Falsch. Zu dein Einnahmen: MwSt. auf Tickets, Benzin, das man für die Fahrt insStadion braucht, Die Wurst und das Bier bringen MwSt, und die Firma, die den Imbisstand betreibt bezahlt auch Steuer, usw.
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  •   teflon
    (2682 Beiträge)

    22.04.2009 20:07 Uhr
    ja wie nun
    Ich bin der meinung, dass die Zaheln von Newport min. 25 % zu niedrig angesetzt sind - mit was will der Betreiber bitte den Fussballbunker auuslasten, wenn von vorn herein keine Konzerte veranstaltet werden sollen?
    Das Ganze wird IMO ein riesiges Fass ohne Boden, wo die Stadt schneller mehr Geld drauflegen wird, als sie glaubt - beginnend von den Erschliessungskosten, über die Investitionen für dei Infrastrukturmaßnahmen, hin zum ständig klammen KSC, der die deutlich höhere Pacht irgendwann nicht mehr begleichen kann bis hin zum pleite gehenden Betreiber...dann muss die Stadt ran. Zusammen mit der U-Strab ist das Ganze Schwachsinn hoch 2.
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  •   80er
    (5692 Beiträge)

    22.04.2009 19:44 Uhr
    @brigadir
    Und außerdem, jetzt lese ich es erst: "...Direkte Einnahmen durch Profifussball 665 Mio. Euro...." Ich wollt eigentlich wissen was davon an den Staat geht.
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  •   80er
    (5692 Beiträge)

    22.04.2009 19:42 Uhr
    @brigadir
    Nun schön. Und wieviel bleibt davon in KA? Deine Zaheln sind bundesweit und außerdem bisher noch nicht vom statistischen Bundesamt bestätigt. Will damit sagen: die Quelle deiner Zahlen hat so den Hauch von Eigennutz.
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  •   brigadir
    (3 Beiträge)

    22.04.2009 16:33 Uhr
    Kosten-Nutzen
    Die Polizeieinsätze kosten pro Jahr dagegen 50Mio. da bleibt doch ein satter Überschuss, damit kann dann auch der NATO Gipfel bezaht werden (kostete auch rund 50 Mio.) nur so als Vergleich wie man Steuergelder richtig verschwendet.
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  •   brigadir
    (3 Beiträge)

    22.04.2009 16:20 Uhr
    steuern
    @haenger 80er am 21.04.2009 17:27:32
    teile uns doch mal mit, wieviel Geld durch den Verein dierekt oder indirekt in die Staatskasse fließt. Ich kann dir schon mal ein Geheimnis verraten: allzuviel ist es nicht. Es deckt noch nicht mal die Kosten der Polizeieinsätze.


    Direkte Einnahmen durch Profifussball 665 Mio. Euro, ich denke das reicht für die Polizeieinsätze.
    Dazu noch über 37000 Beschäftigte.
    Dazu könnte man noch die Ausgaben der Fans auserhalb der Stadien rechnen ich glaube es waren über 17 Mio Zuschauer letztes Jahr.

    hier die Quelle:http://www.rp-online.de/public/article/sport/fussball/bundesliga/683958/Die-Fussball-Bundesliga-boomt.html
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  • unbekannt
    (29 Beiträge)

    22.04.2009 09:50 Uhr
    @rot
    Deine Aussagen disqualifizieren Dich nur selbst und erwecken auch eher den Eindruck das Du einer der schlimmsten und düm... Fans Deutschlands bist, für welchen Verein Du auch immer sympathisierst.
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  • unbekannt
    (94 Beiträge)

    22.04.2009 09:12 Uhr
    Steuern
    Schon klar, dass auch Bundesligaspieler alle "Tricks" nutzen und manche auch im Ausland wohnen.
    Wollte nur mal schnell hochrechnen um was für Summen es in der Bundesliga geht.
    Es gibt ja auch noch Zuschauereinnahmen usw. die zu versteuern sind...

    Wollte nur sagen, dass die These: "Es werden dadurch nicht mal die Polizeieinsätze bezahlt" kaum haltbar sein dürfte.
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