Karlsruhe Mit Blut und Urin

Geht von Mobilfunktürmen Gefahr für die Gesundheit aus?
(Foto: Bettina Espejo)
Über fünf Jahre währt nun der Streit um die Errichtung eines Mobilfunkturmes am Wasserhochbehälter zwischen Etzenrot und Spielberg (ka-news berichtete). Nun scheint es unausweichlich, dass der 40 Meter hohe Mobilfunkturm gebaut wird. Aber die Bürger geben noch nicht auf: Sie lassen ihr Blut und ihren Urin untersuchen, um eventuelle Veränderungen durch Mobilfunkbelastung nachweisen zu können.

Die Bürgerinitiative "Bürger gegen Mobilfunktürme in Etzenrot" organisiert eine Blut- und Urinuntersuchung im Rahmen einer bundesweiten wissenschaftlichen Studie.Untersucht wird das Hormon Melatonin und seine Vorstufe das Serotonin. Melatonin ist unter anderem verantwortlich für gesunden Schlaf und das Immunsystem. Es wird in der Nacht gebildet. Durch Einwirkung von Elektrosmog kann der Körper nicht mehr erkennen, dass es Nacht ist und verringert die Produktion des Schlafhormons, so die Initiative. Serotoninmangel könne zudem zu vermehrten Depressionen führen. Außerdem bietet die Bürgerinitiative den Teilnehmern eine kostenfreie Schlafplatzuntersuchung an, um etwaige andere Elektrosmogbeeinträchtigungen zu erkennen.

Wenn der Turm steht und in Betrieb genommen wurde, wird diese Untersuchung wiederholt. Mit den damit vorhandenen Vergleichsdaten erhoffen sich die Betroffenen bei eventuell auftretenden Gesundheitsbeschwerden gegen den Mobilfunkbetreiber zur Wehr setzen zu können.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.