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Karlsruhe MdL Groh für Nordtangente und zweite Rheinbrücke

Der Landtagsabgeordnete Manfred Groh (CDU) spricht sich eindeutig für eine Fortführung der Nordtangente und für die Realisierung einer zweite Rheinbrücke aus. Die Sinnhaftigkeit und die verkehrlichen Wirkungen vorgeschlagener Teillösungen für den Norden von Karlsruhe seien nicht zu erkennen.

Gleiches gelte für den Anschluss und die Fortführung der Trasse von der zweiten Rheinbrücke nur bis zur B36. Beide Fälle bedürften einer schlüssigen Erklärung, wie der Verkehr aufgenommen und verteilt werden soll bei der Wahrung der Durchgängigkeit von Nord nach West. Deshalb müssten die Ergebnisse der Nordtangentenkommission, verkehrliche Untersuchungen und die Positionierung des Bundes abgewartet werden.

Groh betont in seiner Pressemitteilung, dass er die problematische Situation für die Bewohner in Hagsfeld nicht verkenne. Gleichwohl verweist er auf das höchstrichterliche bestätigte Baurecht zur Fortsetzung der B10-Anbindung bis zur Theodor-Heuss-Allee. Damit werde den Bedürfnissen von Hagsfeld, Rintheim und der Waldstadt voll und ganz Rechnung getragen.

Die Baufinanzierung sei vom Bund allerdings immer von einer Durchgängigkeit vom Autobahnanschluss Karlsruhe-Nord bis zur zweiten Rheinbrücke abhängig gemacht worden. Die Hängebauchlösung erfülle diese Forderung. Deshalb könne und dürfe von dieser Beschlusslage nicht abgerückt werden, denn ein Ausbleiben der Bundesförderung berge die Gefahr, keine weiteren Mittel des Landes zu erhalten. Damit sei nicht nur die Nordtangente, sondern auch die zweite Rheinbrücke gefährdet.

"Wirtschaftsstandort Karlsruhe ist gefährdet"

Eine Anbindung der zweiten Rheinbrücke an die Südtangente würde auf Dauer den Verkehrskollaps für die bereits heute an ihrer Belastungsgrenze stehenden Südtangente bedeuten.

Deshalb lehnt Groh einen Weiterbau ohne Fortschreibung der Nordtangente nur bis zur B36 ab, da durch diesen Torso nahezu sämtlicher Verkehr in Richtung Süden und dann wieder auf die Südtangente abfließen würde.

Für Groh geht es auch um den Wirtschaftsstandort Karlsruhe sowie die Technologieregion, die in höchstem Maße gefährdet sei, sollten mit einer durchgängigen Nordtangente die erforderlichen Verkehrsinfrastrukturen nicht geschaffen werden. "Auch die vom Kollegen Stober, SPD, genährte Hoffnungen, mit einer kleinen Lösung in kommunaler Trägerschaft schnelle Abhilfe zu schaffen, wird sich als Luftblase entpuppen", so Groh. Eine solche Lösung widerspreche der vorgegebenen Rechtslage.

Dabei sei klar heraus zu stellen, dass diese kleine Lösung, die ohne Not den städtischen Haushalt mit bis zu 50 Millionen Euro stark belasten werde, mehr als doppelt so teuer werde, als der jetzige Autobahnanschluss. "Auch ein Weiterbau bis zur Theodor-Heuss-Allee in kommunaler Trägerschaft führt nicht weiter", ist sich Groh sicher. Ohne Hängebauch sei die geforderte Durchgängigkeit nicht herzustellen.

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Kommentare (11)
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  •   motzki
    (687 Beiträge)

    21.03.2009 22:30 Uhr
    das erste mal...
    dass ich von dem was vernünftiges höre.
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  •   bobber
    (2119 Beiträge)

    21.03.2009 17:49 Uhr
    @Betonpolitik rudolfo
    Also ich weiß jetzt nicht wie lange dieser H. Groh an der Nord-Tangende ist. Tatsache ist aber, die BAB-Ausfahrt "KA-Nord" geht schon auf die Anfang 70er Jahren zurückt. Damals wurde in weisser Planung das UNIKA im Storrenacker gebaut. Allerdings hat ein gewisser Hugo Mann die Ausfahrt wegen seinem WERTKAUF verhindert.
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  •   bobber
    (2119 Beiträge)

    21.03.2009 17:20 Uhr
    @Betonpolitik rudolfo
    Also ich weiß jetzt nicht wie lange dieser H. Groh an der Nord-Tangende ist. Tatsache ist aber, die BAB-Ausfahrt "KA-Nord" geht schon auf die Anfang 70er Jahren zurückt. Damals wurde in weisser Planung das UNIKA im Storrenacker gebaut. Allerdings hat ein gewisser Hugo Mann die Ausfahrt wegen seinem WERTKAUF verhindert.
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  •   80er
    (5589 Beiträge)

    21.03.2009 12:32 Uhr
    @baeuerchen:
    Kläre uns doch mal über die Intrigen des Herrn Groh, MdL auf. Ich kenne keine, aber kann ja sein, dass du andere, bessere Informationne hast. Ach ja, übrigens: es gibt in Deutschland kein imperatives Mandat.
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  •   baeuerchen
    (657 Beiträge)

    20.03.2009 21:11 Uhr
    Groh lebt noch?
    Von dem hat man doch schon Monate nichts mehr gehört.
    Hat der eigentlich als Landtagsabgeordneter auch mal zu Arbeiten und seinen Wahlkreis zu vertreten oder denkt er mal wieder nur an seine Schäfchen?
    Groh verkörpert perfekt das Bild des erzkonservativen, absolut kenntnisfreien Politiker, der nur an diese Posten in Karlsruhe kam, weil er viele gefährliche Interna von Seiler kannte und dazu noch Fenrich zum OB-Job verhalf mit seinen Intrigen.

    Hallo Herr Groh wo kommt denn der neue zusätzliche Verkehr auf einmal her? Wo doch seit Jahren die Verkehrszahlen auf der Rheinbrücje und der Südtangente fallen!
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  • unbekannt
    (5089 Beiträge)

    20.03.2009 18:18 Uhr
    Groh
    ist doch wie ein Schnupfen, hast du ihn mal los, kannst du sicher sein , daß er in absehbarer Zeit wiederkommt.
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  •   rudolfo
    (12 Beiträge)

    20.03.2009 16:39 Uhr
    Betonpolitik
    Herr Groh ist als ehemaliger Bürgermeister der Stadt Karlsruhe maßgeblich für das Verkehrschaos verantwortlich, das mit der Errichtung der Ausfahrt Karlsruhe Nord in Hagsfeld angerichtet wurde. Sein Ziel war und ist es eine vierspurige Autobahn durch das Stadtgebiet zu betonieren. Das versucht er noch immer durch eine unseriöse Salamitaktik zu erreichen, bei der die Nordtangente stückweise verlängert weird. So kann sich das Verkehrschaos so lange durch das Stadtgebiet fressen bis der Rhein erreicht ist. Es ist zu hoffen, daß die Bürger der betroffenen Stadtteile Herrn Groh bei der nächsten Landtagswahl die Quittung für seine katastrophale Betonpolitik ausstellen.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    20.03.2009 16:27 Uhr
    nach Süden?
    "da durch diesen Torso nahezu sämtlicher Verkehr in Richtung Süden und dann wieder auf die Südtangente abfließen würde."

    Angenommen dem sei so. Was würde dieser Verkehr tun, wenn es die Hängebauchlösung gäbe? Er würde entweder (bzw. zum Teil) woanders auf der Strecke der Nordtangente nach Süden abbiegen (aber wo? -> eher geringer Anteil), wenn er zentrale Stadtteile als Ziel hat oder als Durchgangsverkehr weiterfahren, denn für Durchgangsverkehr ist es egal, ob er im Norden oder Süden fährt. Also auch diese Aussage sagt: "Die Nordtangente wird für Durchgangsverkehr benötigt."

    Wenn es für die Nordtangente aber keine lokalen bzw. regionalen Argumente gibt, sollte sich für den überregionalen Verkehr eine andere Lösung finden lassen. Es kann doch nicht sein, dass es erforderlich ist überregionalen Verkehr keine 1,5 km vom Zentrum einer der vier großen Städte des Oberrheins entlang zu lotsen über eine Straße, die derzeit noch alle zwei Wochen Parkplatz für Bundesligaspiele ist.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    20.03.2009 16:17 Uhr
    also doch mehr überregionaler Verkehr
    "Eine Anbindung der zweiten Rheinbrücke an die Südtangente würde auf Dauer den Verkehrskollaps für die bereits heute an ihrer Belastungsgrenze stehenden Südtangente bedeuten."

    Diese Aussage kann nur dann richtig sein, wenn eine zweite Rheinbrücke zu zusätzlichem Durchgangsverkehr in der Region führt. Ob dies der Fall ist, sei dahin gestellt. Groh jedoch geht offensichtlich davon aus und arbeitet aktiv daran dies seinem Wahlkreis zuzumuten.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    20.03.2009 16:13 Uhr
    Fachlich argumentieren, nicht finanziell
    "Die Baufinanzierung sei vom Bund allerdings immer von einer Durchgängigkeit vom Autobahnanschluss Karlsruhe-Nord bis zur zweiten Rheinbrücke abhängig gemacht worden."

    Wenn ich es richtig verstehe, wird damit dafür argumentiert, größer zu bauen als sachlich notwendig, damit der Bund sich an der Finanzierung beteiligt. Das ist absurd.
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