Martin Wacker: Kabarettist

Radiojournalist, Kabarettist, Synchronsprecher, Schauspieler, Regisseur und nicht zuletzt Stadionsprecher des KSC - Martin Wacker, ein Mann mit vielen Talenten. Nach dem Abitur hat er nach eigener Aussage erst mal ein "ein wenig studiert", allerdings immer mit dem Hintergedanken einmal Journalist zu werden. So brach er sein Literaturwissenschafts- und Geschichtsstudium an der Uni Karlsruhe kurzerhand zugunsten einer Karriere als Radiomoderator ab. Nach zwei Schnupperjahren beim Klinikfunk des Städtischen Klinikums Karlsruhe trat er 1989 einen Volontariatsplatz bei Radio Badenia an.

Dort war man von seiner Arbeit dermaßen angetan, dass ihm im Anschluss an die zweijährige Volontärszeit ein Redaktionsstuhl angeboten wurde. Im Laufe der Jahre kamen mit Radio Victoria, dem Kulturmagazin "Klappe auf" und Radio Regenbogen weitere Stationen in der Karlsruher Medienlandschaft hinzu. Mittlerweile ist der `68 geborene Karlsruher beim Regionalsender "Die Welle" als Redakteur, Moderator und Chef vom Dienst zugange.

Das Theater ist Wackers zweite große Leidenschaft. Schon während seiner Zeit am Helmholtz-Gymnasium stellte er sein Können in verschiedenen Schultheatergruppen unter Beweis. Seit ´87 ist er Mitglied des Karlsruher Sandkorn-Theaters, wo er seither als Darsteller, Kabarettautor und Regisseur in Erscheinung tritt. ´94 gründete er mit seinem Kompagnon Erik Rastetter das "KomedyKabarett rastetter & wacker", das im süddeutschen Raum mit über 400 Aufführungen von sich Reden machte. Mit seiner Frau Kristine hat das Multitalent zwei Söhne, Lukas und Jonathan. Zu deren Freude besitzt Wacker, als passionierter Donald Duck-Fan, eine Figurensammlung und etliche Comics des quakenden Disney-Stars. Viele verbinden den Namen Martin Wacker auch mit dem hiesigen Fußballclub: Seit der Saison 2000/01 hat er beim Karlsruher Sportclub das Amt des Stadionsprechers inne.

Beschreiben Sie sich mit drei Worten:
Humorvoll, ehrlich, arbeitswütig.

Was ist Ihre größte Stärke?
Im Chaos den Überblick zu behalten.

Was ist Ihre größte Schwäche?
Meine Arbeitswut.

Was war als Kind oder Jugendlicher Ihr Traumberuf? Haben Sie damals jemals daran gedacht, das zu werden, was Sie heute sind?
Ich wollte tatsächlich Radiomoderator werden. Dass dann auch noch die Schauspielerei und das Kabarett dazukamen, damit habe ich nicht gerechnet - aber heute würde das eine ohne das andere nicht funktionieren.

Was würden Sie im Leben gerne noch erreichen?
Die Durchsage als KSC-Stadionsprecher: "Willkommen in der 1. Fußball-Bundesliga". Etwas ernsthafter: Eine finanzielle Situation, die mir mehr Zeit für die Familie ermöglicht.

Was nervt Ihre/n Partner/in am meisten an Ihnen?
Meine Arbeitswut.

Auf welchen Gegenstand möchten Sie im Leben nicht verzichten?
Alle Maschinen, mit denen man Musik hören kann. Musik ist in ihrer Wirkung so wichtig für die Menschen.

Wen würden Sie gerne auf den Mond schießen?
Roland Koch, weil ich nicht verstehen kann, dass unehrlich so lange währt.

Welcher Mensch beeindruckt Sie?
Dietmar Schönherr, wegen seines großartigen Engagements für Nicaragua.

Welche Musik (Interpret und Titel) und welcher Film haben Sie am meisten beeindruckt?
Konstantin Wecker: "Wenn der Sommer nicht mehr weit ist" und Volker Schlöndorff/Margarethe von Trotta: "Die verlorene Ehre der Katharina Blum".

Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
Gregor Schöllgen: "Willy Brandt".

Sie werden als Tier geboren. Als welches?
Als Löwe, mein Sternzeichen.

Sie tauschen einen Tag mit einer Person des anderen Geschlechts - wer wäre das?
Mit meiner Frau, um mehr Zeit für meine Söhne zu haben.

Was finden Sie an Karlsruhe reizvoll?
Die Mischung aus Ruhe und Lebendigkeit - der Schlossgarten im Sommer, die Rheinauen im Herbst, die Klotze im Winter und der Stadtgarten im Frühling.

Was würden Sie an Karlsruhe ändern, wenn Sie Oberbürgermeister/in wären?
Mehr Geld für die Kultur.

Welches sind die markantesten Karlsruher / deutschen Köpfe?
Karlsruhe: Hanne Landgraf, Carl Drais, Ludwig Marum. Deutschland: Willy Brandt, Dieter Hildebrandt, Erich Fried.

Sie leben in einem anderen Land. Welcher Grund könnte Sie dazu bewegen beziehungsweise davon abhalten, nach Deutschland einzuwandern?
Die Kulturgeschichte könnte mich dazu bewegen, abhalten die Intoleranz.

Es geht um das Glück der Republik. Welche Person, Gruppierung oder Idee sollte mehr Einfluss gewinnen?
Amnesty International.

Wie und wo möchten Sie sterben?
Schnell und zuhause.

Kommen Sie in den Himmel oder in die Hölle?
Wenn im Himmel noch ein Plätzchen frei ist...

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