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Offenburg Mann ersticht Arzt und verletzt Helferin in Offenburg

Ein Unbekannter hat in Offenburg in einer Arztpraxis einen Mediziner erstochen und eine Mitarbeiterin schwer verletzt. Die Tat in der Ortenau ereignete sich am Donnerstagmorgen, wie die Polizei mitteilte. Der Arzt starb an seinen Verletzungen, seine Praxishelferin kam in ein Krankenhaus. Ein Verdächtiger wurde gut eine Stunde später im Stadtgebiet festgenommen.

An der Fahndung waren mehr als 20 Polizeistreifen aus Offenburg und Umgebung, die Bundespolizei sowie Hubschrauber und eine Hundestaffel beteiligt. Jetzt müssten die Ermittler zunächst prüfen, ob der Festgenommene als Täter infrage komme, sagte eine Polizeisprecherin. Angaben dazu, ob die Tatwaffe gefunden wurde, zum Hintergrund und zu den Opfern gab es zunächst nicht.

+++ Aktualisierung: 14.23 Uhr +++

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Offenburg am Mittag in einer Pressemitteilung mitteilen, gibt es neue Erkenntnisse. Demnach konnte ein Tatverdächtiger festgenommen werden. Aufgrund von Zeugenaussagen suchte die Polizei nach einem jüngeren dunkelhäutigen Mann, der eine Mütze auf hatte. Kurz nach 10 Uhr fiel einer Streife der Bundespolizei ein Mann auf, auf den die Personenbeschreibung zutraf.

Der Tatverdächtige konnte an der Straßeneinmündung festgenommen werden - etwa 1,5 Kilometer vom Tatort entfernt. Nachdem die Spurensicherung aktuell noch läuft und auch die Ermittlungen gegen den Mittzwanziger noch andauern, hat sich der Tatverdacht gegen den vorläufig festgenommenen Mann allerdings erhärtet. Es handelt sich laut Polizei um einen aus Somalia stammenden 26-Jährigen. Nach bisherigen Angaben kam der Angreifer ohne Termin in die Arztpraxis und attackierte den anwesenden Mediziner sofort mit einem mitgebrachten Messer.

Der Arzt erlitt bei dem Angriff tödliche Verletzungen und verstarb noch in den Praxisräumen. Eine hinzukommende Helferin wurde durch die Messerattacke leicht verletzt. Sie konnte noch vor Ort durch den Rettungsdienst ambulant behandelt werden. Das Messer blieb am Tatort zurück, der Täter flüchtete. Die genauen Hintergründe der Tat sind bislang noch unklar. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln zur Aufklärung des Verbrechens weiterhin auf Hochtouren, heißt es in einer Pressemitteilung.

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