Karlsruhe Lücke vergrößert sich

In Karlsruhe gibt es für die 4.361 Suchenden nur 3.324 freie Stellen
(Foto: ka-news)
Zwar ist die Arbeitslosenquote in der Fächerstadt im Vergleich zum Vormonat leicht zurückgegangen, trotzdem herrscht weiterhin Flaute am Arbeitsmarkt (ka-news berichtete). Auch bei der Zahl der Ausbildungsplätze kann die Agentur für Arbeit in Karlsruhe keine erfreulichen Zahlen vermelden. Zwar hat sich die Zahl der Stellen im Vergleich zum April 2003 um 0,5 Prozent erhöht, doch ist gleichzeitig aber auch die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden um 2,7 Prozent gestiegen. Auf 3.324 Stellen fallen jetzt 4.361 Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen. Damit hat sich die Lücke zwischen Ausbildungsplätzen und Ausbildungssuchenden weiter vergrößert.

Das sieht auch der Chef der Karlsruher Agentur für Arbeit, Hartmut Pleier, so: "Die Zwischenbilanz am Karlsruher Ausbildungsmarkt macht uns Sorgen, da die Schere zwischen Angebot und Nachfrage noch auseinander klafft." Deshalb mahnt er die Unternehmen und die Politik an, mehr Plätze zu schaffen: "Ausbildung ist Investition für die Zukunft. Wer heute nicht ausbildet, wird später, wenn die Konjunktur wieder anzieht, händeringend Fachkräfte suchen. Daher ist es auf jeden Fall richtig, auf die eigene betriebliche Ausbildung zu setzen."

Die Agentur für Arbeit will darum auch in Zukunft eng mit allen Partnern auf dem Ausbildungsmarkt zusammenarbeiten, um Lösungen zur Gewinnung eines bedarfsgerechten Angebots zu finden. Deshalb veranstaltet das ehemalige Arbeitsamt am morgigen Donnerstag auch einen Tag des Ausbildungsplatzes. Dann werden sich die Berufsberater im persönlichen Kontakt mit den Betrieben, Kammern und Verbändern über die Situation beraten. Für die suchenden Jugendlichen steht weiterhin das Berufsinformationszentrum zur Verfügung. Außerdem weist Jochen Wagner, Teamleiter der Berufsberatung, auch auf das große Internetangebot hin.

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