Karlsruhe Lebensgefahr am Boden

Einer der Männer auf dem Baugerüst (Foto: ka-news)
Ein spektakulärer und gefährlicher Einsatz hielt in der Nacht auf den heutigen Donnerstag Teile der Karlsruher Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr auf Trab. Gegen 23.30 Uhr gelang es zwei jungen Männern, durch die Bauabsperrungen der Baustelle der Sankt-Bernhardus Kirche am Durlacher Tor zu brechen. Über die Außenleiter gelangten sie bis an die Turmspitze der Kirche.

Die beiden Männer warfen danach offensichtlich wahllos schwere Eisenstangen, die sie aus dem Baugerüst der Kirche entfernten, auf die Straße unter ihnen. Die daraufhin alamierte Polizei sperrte den Bereich am Durlacher Tor großräumig ab. Einer der Polizisten soll dabei beinahe selbst von einer Eisenstange getroffen worden sein. Auch der Straßenbahn- und Autoverkehr kam in diesem Bereich vollständig zum Erliegen.

Der Bereich war von der Polizei großräumig gesperrt worden (Foto: ka-news)

Über einen längeren Zeitraum von über einer Stunde setzten die beiden Männer ihr Tun fort und schmissen Bretter, Eisenteile und Kanister mit Flüssigkeiten vom Kirchturm herab, die mit großer Wucht auf dem Boden aufschlugen. Dabei irrten sie scheinbar ziellos auf dem Gerüst immer wieder auf und ab. Einer der beiden hantierte offensichtlich auch mit einer Gasflasche. Die Polizei verzichtete zunächst auf einen direkten Zugriff. Gegen 1.15 Uhr traf an Ort und Stelle ein Sondereinsatzkommando aus Stuttgart ein, das den Turm stürmte.

Zum Teil über zwei Meter lange Eisenstangen warfen die Männer nach unten
(Foto: ka-news)

Die beiden Männer wurden von den Einsatzkräften noch auf dem Kirchturm festgenommen und abgeführt. Nach ersten Angaben der Polizei soll Liebeskummer der Auslöser für die Tat der jungen Männer gewesen sein. Menschen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden am Baugerüst dürfte hoch sein, ob an der Kirche selbst Schaden entstand, ist noch nicht bekannt. Hunderte von Menschen verfolgten rund um die von der Feuerwehr mit Scheinwerfern erhellte Kirche das Geschehen.

Die Ermittlungen zum Sachverhalt und zu den genauen Beweggründen der Jugendlichen hat die Kriminalpolizei aufgenommen, sie dauern derzeit noch an. Auch zum entstandenen Sachschaden liegen bis zum jetzigen Stand noch keine Angaben vor. Dies teilte die Karlsruher Polizei am frühen Donnerstagmorgen in einer Pressemitteilung mit.

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