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Karlsruhe Kunstaktion verwirrt Karlsruhe: Taucht hier ein Mann im Brunnen an der Ettlinger Straße?

Ein ungewöhnliches Bild bietet sich den Passanten am Karlsruher Festplatz: Eine über ein Lattengerüst gezogene Hose mit Gummistiefeln taucht kopfüber ins Wasser. Es handelt sich um ein Kunstprojekt des Künstlerehepaar Barbara Jäger und OMI Riesterer. Gleich zweimal wurde die Figur versehentlich aus dem Brunnen geholt: Einmal durch städtische Arbeiter - ein anderes Mal von Unbekannten.

Für einen in Not geratenen Menschen könne das Kunstwerk nicht gehalten werden, ist sich Riester sicher. "Wir wollten nicht, dass die Beine sich bewegen und wir wollten auch nicht an den Rand des Brunnens Kleidungsstücke und einen Helm legen." Denn das hätte missverstanden werden können.  Zuerst hatten die Zeitung Badische Neueste Nachrichten darüber berichtet.

Entstanden ist die Idee nach Riesterers Angaben auf der Rückfahrt aus dem Urlaub. Die Stadtwerke Karlsruhe hatten dazu aufgerufen, die Brunnen künstlerisch zu nutzen. Offenbar habe es jetzt aber ein Kommunikationsproblem gegeben, so dass Arbeiter der Stadtwerke das Kunstwerk schon kurz nach der ersten Installation am Montag als vermeintlichen Müll abräumten.

Auch der zweite Versuch am Abend scheiterte, weil Unbekannte die Skulptur wieder aus dem Wasser nahmen. So stellte der Künstler sein Werk am Dienstag ein weiteres Mal neu auf. "Die Leute machen Fotos und finden es lustig."

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  •   Revilo
    (7 Beiträge)

    29.08.2019 09:44 Uhr
    Interner Machtkampf
    Bei dieser ganzen Posse werden wieder mal die Machtkämpfe innerhalb der einzelnen Ämter der Stadtverwaltung Karlsruhe ersichtlich. Einfach nur erbärmlich.
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  •   silberahorn
    (9999 Beiträge)

    29.08.2019 11:07 Uhr
    Was sagen andere Künstler dazu?
    beim swr stand: Das Künstlerpaar Riesterer/Jäger hatte sich von einem, von den Stadtwerken ausgeschriebenen Kunstwettbewerb zur Brunnengestaltung inspirieren lassen und die Skulptur zur Überraschung der Stadtwerke spontan in den Brunnen gestellt. hier
    Wobei ich schon lange die unübliche Reihenfolge der Namensnennung seltsam finde, weil man zuerst den Namen nennt, der im Alphabet weiter vorn steht.
    Wo ist denn die Ausschreibung zu diesem Wettbewerb zu lesen und wer hat den Wettbewerb gewonnen?
    Vielleicht hat es in Wirklichkeit gar nicht so viel mit Stadtverwaltungsmachtkämpfen zu tun.
    Wenn er/sie die Idee noch überarbeiten kommt eventuell sogar noch Kunst heraus.
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  •   Holzbierebub
    (295 Beiträge)

    28.08.2019 21:41 Uhr
    Ferz do......
    absolute Egozentriker, dieses "Künstler"-Paar.
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  •   Bodybuilder
    (28 Beiträge)

    28.08.2019 14:14 Uhr
    Mit Kunst hat das gar nichts zu tun.
    Für mich ist das keinr Kunst, einfach lächerlich.
    Man hätte da zum Beispiel ins Wasser etwas reinlegen können.ein Krokodil vielleicht oder etwas anderes.
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  •   silberahorn
    (9999 Beiträge)

    28.08.2019 04:43 Uhr
    Bundesweit
    schlägt die Karlsruher Kunstaktion jetzt Wellen. Das steht so in den heutigen BNN, denn das Kunstwerk ist nun doch verboten worden, weil es Kindern als Vorbild dienen könnte und sie ins Wasser springen.
    Davon unabhängig:
    Als Kunstwerk hätte ich es betrachten können, wenn noch eine Ergänzung dabei gewesen wäre. Z.B. ein Schild auf dem steht: auf der Flucht vor Gesichtserkennung.
    Der Unterschied zur Wanne von Beuys ist doch auch erkenbar. Diese hatte schon einen Wert von 80.000 DM und war in einem gesonderten Raum untergebracht. Das Männle von OMI ist im öffentlichen Raum der vom Gartenbauamt gepflegt wird und somit hatten die Arbeiter die Aufgabe, dass sie ihnen nicht zuvor bekannt gemachte Gegenstände entfernen müssen. Das ist ein großer Unterschied zur Wanne von Beuys.

    Dass OMI nicht in der Lage ist solche Unterschiede zu erkennen, das leuchtet mir ein, jedenfalls so wie ich ihn kenne. Der träumt wahrscheinlich vom "großen Skandal".
    OMI, träum weiter.
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  •   ALFPFIN
    (6886 Beiträge)

    27.08.2019 18:36 Uhr
    Was ist jetzt daran Kunst
    Was will der Künstler denn damit sagen, also künstlerisch?
    Oder wollte er einfach nur auf sich aufmerksam machen, damit man sich seine Kunstwerke einmal anschaut. Das ist ihm ja gelungen.
    Ja und der Vergleich mit Beuys, nun ja, es gibt eine Gemeinsamkeit, der Fettfleck, künstlerisch ausgestaltet von Beuys wurde von einer gewissenhaft arbeitenden Putzfrau weggewischt und die städtische Arbeiter haben auch ihre Arbeit gewissenhaft gemacht.
    Kunst liegt halt im Auge des Betrachters, die Augen der Arbeiter haben da ein bissle kritisch geguckt.
    Der Künstler kann froh sein, dass niemand die Stiefel und die Hose mitgenommen hat, kommt heutzutage ja auch vor, hätte einer auch gebrauchen können so ganz ohne künstlerischen Hintergedanken.
    😊.
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  •   barheine
    (172 Beiträge)

    27.08.2019 17:07 Uhr
    Ist das Kunst oder kann das weg?
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  •   kommentar4711
    (2304 Beiträge)

    27.08.2019 19:14 Uhr
    Ganz eindeutig:
    Kann weg!
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  •   silberahorn
    (9999 Beiträge)

    27.08.2019 17:32 Uhr
    Mit Professor Beuys
    hat er sich auch schon vergleichen lassen, weil - oh, welch Zufall - tatsächlich Arbeiter das Kunstwerk bereits aus dem Brunnen entfernt hatten. Und jetzt wartet man auf viele neugierige Besucher. Mindestens, wenn nicht noch mehr, so viele Besucher wie bei der Mona Lisa in Paris.
    Es ist tatsächlich lustig. Man fragt sich: Hatte der Künstler zuvor in diesem Brunnen zu heiß gebadet?
    Ist das die Aufarbeitung dieses Traumas?
    Es werden Kunsthistoriker aus der ganzen Welt diverse Meinungen dazu kontrovers diskutieren, es wird Dissertationen dazu geben und dies wird Omi Riester unsterblich machen.
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  •   silberahorn
    (9999 Beiträge)

    27.08.2019 16:22 Uhr
    Suuupaaa
    Was der Witzlesmacher aus Kerlsruhe alles kann.
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