10  

Karlsruhe/ Wörth Kritik aus der Pfalz: CDU-Politiker werfen Regierungspräsidium Fehlplanung vor

Der südpfälzische CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart und der Landtagsabgeordnete Martin Brandl (ebenfalls CDU) haben erneut Kritik an der Vorbereitung der Rheinbrückensanierung geäußert.

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, seien die Vorbereitungen für die anstehende Sanierung der Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe mangelhaft. Bei einem ersten Termin am vergangenen Mittwoch wurden ausgewählte Vertreter über den bisherigen Stand der Planungen informiert. Für die beiden CDU-Politiker habe sich dort erneut gezeigt, dass die handelnden Behörden viel zu spät die Tragweite der Ertüchtigungsmaßnahme erkannt haben. 

Thomas Gebhart äußert sich in einer Pressemitteilung irritiert darüber, dass der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr (ZSPNV) offenbar erst vor Kurzem offiziell über den Bedarf zusätzlicher ÖPNV-Kapazitäten informiert worden sein soll. "Es ist ein Armutszeugnis, dass wenige Monate vor den ersten Verkehrseinschränkungen noch nicht einmal belastbare Kapazitätsberechnungen, geschweige denn ein ÖPNV-Konzept vorliegen", so der CDU-Politiker.

Die Engpässe seien schon lange bekannt, scheinbar habe dies im Regierungspräsidium Karlsruhe aber niemanden interessiert. Zudem sei es laut Gebhart erschreckend, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung die Interessen der pfälzischen Pendler ebenfalls nicht offensiv vertreten habe. "Sonst wäre der Planungsstand nicht dermaßen unterentwickelt", begründet der 46-jährige. 

Kritik am technischen Verfahren

Die beiden Abgeordneten verdeutlichen in der Pressemeldung ihre Forderung, dass Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz endlich ihre Hausaufgaben erledigen müssten und die Auswirkungen von Vollsperrungen und massiven Verkehrseinschränkungen konsequent durchdenken sollten. Man sei entsetzt über den Planungsstand der Maßnahme im Hinblick auf die Auswirkungen für die Pendler, heißt es in dem Pressebericht. "Man hat den Eindruck gewonnen, dass das verantwortliche Regierungspräsidium viel zu lange die Augen verschlossen hat, wenn es um die Belange der Pendler geht", heißt es in der Presseerklärung abschließend.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (10)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Waterman
    (5953 Beiträge)

    14.02.2018 18:58 Uhr
    Stehen Wahlen an?
    Wenn ".....wenige Monate vor den ersten Verkehrseinschränkungen noch nicht einmal belastbare Kapazitätsberechnungen," vorliegen, woher nehmen dann die Herren Abgeordneten ihre dringenden Erkenntnisse?

    Gefühlte Stunden des eigenen Wartens in Staus oder Inaugenscheinnahme vor Ort?

    Oder einfach aus dem totsicheren Gefühl des erfahrenen Politikers, hier ein populäre Kampagne zu wittern?

    Die Brücke wird saniert; wir stehen im Stau und kommen dann auch mal durch und irgendwann ist wieder freie Fahrt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Sachsenpaula
    (4 Beiträge)

    14.02.2018 16:13 Uhr
    Umsteigen auf ÖPNV - Zu kurz gedacht.
    Mit dem täglichen Stau auf der Brücke kann ein "geübter" Pendler sehr gut umgehen. Dieser rechnet die max.15 - 20 Minuten Stauzeit in die Fahrzeit mit ein und ist 362 Tag im Jahr Pünktlich.
    Einen Blick, zeitig vor Start auf die Webcam der B10 und man steht nicht vor unbekannten "Tatsachen" in der Schlange.
    Was macht der Bahnpendler.
    Der kann, wenn es ganz blöde läuft mit dem SEV Bus dann im Stau über die Rheinbrücke zuckeln...Zeitverlust...Pünktlichkeit...
    Das macht man 14 Tage lang mit und fährt wieder Alternativ.
    Wenn die S5 nur zwischen Wörth und Knielingen Rheinbergstr. pendeln würde, währe es ein 100% Gewinn und eine Alternative.
    So ist es Mist weil die S5 durch den ganzen Innstadtbereich schleicht und sich täglich Verspätungen einfährt egal in welche Richtung.
    Wer pünktlich auf Arbeit sein muss fährt Rad,Roller, Inliner, Auto oder Joggt und ganz zum Schluss mit der Bahn.
    Alle andern Verkehrsmittel sind mehr oder minder Planbar, die Bahn und gerade die S5 sind es nicht !
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   betablocker
    (1533 Beiträge)

    14.02.2018 19:13 Uhr
    362 Tage
    im Jahr zur Arbeit pendeln - das nenne ich eine vernünftige und fleissige Arbeitseinstellung. grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   kommentar4711
    (1526 Beiträge)

    14.02.2018 17:55 Uhr
    Was fehlt
    Was fehlt ist in meinen Augen eine kurze Linie Durlach-Hbf-West-Mühlburg-Knielingen-Wörth im Pendelverkehr. Mit so einer Verbindung wäre es nämlich auch endlich mal für alle, die z. B. von Knielingen nach Durlach zur Arbeit müssen, interessant den ÖPNV zu nutzen. Mit der S5 ist das einfach unattraktiv, wenn ich auf beiden Seiten noch ein paar Minuten laufen muss bin ich über eine Stunde unterwegs, mit dem Auto geht es in 20 Minuten. Das sind pro Woche knapp 7 Stunden mehr Pendelzeit! Eine Direktverbindung über das bestehende DB Gleis würde die Verbindung deutlich attraktiver machen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andip
    (8447 Beiträge)

    14.02.2018 15:25 Uhr
    Na so was
    Glauben die im Ernst, das wegen der Baustelle auf der Brücke mehr Leute auf die Bahn umsteigen werden anstatt wie bisher allein im Auto im Stau zu stehen?
    Wer bisher die Bahn nicht nutzte, wird es vermutlich auch dann nicht machen.
    Vollsperrungen soll es m.W. auch nur an Wochenenden geben. Da sind erfahrungsgemäss auch nur sehr wenige Pendler unterwegs.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Mili
    (541 Beiträge)

    14.02.2018 14:54 Uhr
    Brot kann schimmeln
    was können die ?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Svetogor
    (71 Beiträge)

    14.02.2018 14:04 Uhr
    .
    >Erdogan hätt schon längst eine neue Brücke gebaut und alle Kritiker weggesperrt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   schmidmi
    (596 Beiträge)

    14.02.2018 19:45 Uhr
    Sehr kreativ
    der Herr Erdogan. Wollen wir das hier auch so haben?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   alpinium
    (5510 Beiträge)

    14.02.2018 13:54 Uhr
    Die Seggl von der CDU
    verstehen eh' nix vom Bau. Haben sie bestens bewiesen mit dem am bestgeplanten Projekt aller Zeiten: Stuttgart 21.
    Aber das werden sie, wie es konservative Tradition ist, anderen in die Schuhe schieben und sich selbst als Saubermänner darstellen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   M.S.
    (251 Beiträge)

    14.02.2018 12:41 Uhr
    die sollen net
    wie die Hutsimpel dumm rum schwätzen wegen einer popeligen Baustelle, sondern zusehen dass Ersatz her kommt!
    Wenn die jetzt schon so ne Panik schiben, was passiert dann bei einer Beschädigung welche die Rheinbrücke komplett unpassierbar macht?
    Die sollten selber mal ihre Hausaufgaben machen, und anfangen zu bauen!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben