Karlsruhe Korruptionsprozess

Das Landgericht folgte der Argumentation der Verteidiger nicht, die für mildere Strafen plädierten (Foto: ka-news)
Im Karlsruher Korruptionsprozess gegen einen ehemaligen Angestellten der Stadt Karlsruhe hat das Landgericht Karlsruhe am heutigen Freitag das Urteil verkündet. Der Angeklagte, der zusammen mit einem Komplizen die Stadt um zirka eine halbe Million Euro betrogen haben soll (ka-news berichtete), ist zu sechs Jahren Haft verurteilt worden, berichtet der SWR. Sein Komplize, ein Geschäftsmann aus dem Saarland, muss für vier Jahre ins Gefängnis.

Der 53-jährige Angeklagte, der beim Amt für Gebäudewirtschaft für die Beschaffung von Elektroartikeln zuständig war, hatte im Laufe des Prozesses ein weitreichendes Geständnis abgelegt (ka-news berichtete). Sein Verteidiger plädierte allerdings für mindestens ein Drittel weniger als die vom Staatsanwalt für den Ex-Angestellten der Stadt geforderten sechs Jahre und neun Monate wegen Untreue und Bestechlichkeit in besonders schwerem Fall, berichten die BNN in ihrer heutigen Ausgabe. Nach Ansicht des Verteidigers seien viele Luftrechnungen nicht als solche bewiesen. Außerdem hätte nicht sein Mandant, sondern der Elektrohändler aus dem Saarland die führende Rolle in dem Korruptionsfall gespielt.

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