Karlsruhe Konjunktur nicht stark genug

Die Zahl der Arbeitslosen im Stadt - und Landkreis ist im April leicht zurückgegangen. Ende des Monats waren bei der Agentur für Arbeit in Karlsruhe 24.920 Personen als Arbeitslose gemeldet. Dies sind 120 oder 0,5 Prozent weniger als im Vormonat. Bezogen auf alle Erwerbspersonen blieb die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat unverändert bei 6,9 Prozent. Den Arbeitslosen standen Ende April 3.490 freie Stellen gegenüber.

Hartmut Pleier, Leiter der Karlsruher Agentur für Arbeit, bewertet die aktuellen Arbeitsmarktdaten kritisch. Zwar sei den zweiten Monat in Folge die Arbeitslosigkeit im Stadt- und Landkreis gesunken, jedoch verzeichne die Agentur seit 1998 die höchste Erwerbslosenrate in einem April. "Die Konjunktur ist nicht stark genug, um den Arbeitsmarkt spürbarer zu entlasten. Allerdings verhinderten zuletzt auch Einzelkonkurse eine positivere Entwicklung. Immerhin gelang es, im April trotz der Auswirkungen des Quartalskündigungstermins 31. März die Arbeitslosigkeit leicht zu senken.", so Pleier.

Auf eine offene Stelle kommen sieben Arbeitslose

Im April haben sich 4.230 Menschen bei der Agentur für Arbeit Karlsruhe neu arbeitslos gemeldet. Gut die Hälfte von ihnen kamen nach einer vorherigen Erwerbstätigkeit, weitere 460 nach einer Ausbildung aber auch 1.620 Personen aus Nichterwerbstätigkeit. Ein Teil dieser hohen Zugangszahlen ist auf den Quartalskündigungstermin 31. März zurückzuführen. Seit Jahresbeginn haben sich 17.700 Menschen bei der Karlsruher Agentur arbeitslos gemeldet. Das sind elf Prozent mehr als im ersten Drittel des vergangenen Jahres.

Den 4.230 Neuanmeldungen von Arbeitslosen standen im April nur 1.180 neu gemeldete Stellenangebote gegenüber. Seit Jahresbeginn waren es 6.770 und damit 300 oder vier Prozent weniger neue Angebote als im vergleichbaren Zeitraum 2003. Ende April belief sich der Stellenbestand auf 3.490 Angebote. Das sind 470 freie Stellen weniger als im März diesen Jahres. Damit kommen auf eine offene Stelle sieben Arbeitslose.

Im Vorjahresvergleich sind aktuell noch 430 Personen mehr als Arbeitslose gemeldet. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 6,8 Prozent, heute bei 6,9 Prozent. Eine Zahl, die zeige, dass zumindest die Spitze der Arbeitslosigkeit inzwischen überschritten sein dürfte, so die Agentur für Arbeit.

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