Karlsruhe Kommunalwahl 2004

Gespanntes Warten auf das Ergebnis aller Wahlbezirke (Foto: ka-news)
Pünktlich um 19 Uhr verkündete heute Oberbürgermeister Heinz Fenrich im Rathaus das vorläufige amtliche Endergebnis der Gemeinderatswahl in Karlsruhe. Gegenüber dem vorläufigen Ergebnis des Vorabends ergaben sich noch ein paar Verschiebungen zu Gunsten der kleineren Parteien. Nach dem amtlichen Ergebnis erzielte die CDU in Karlsruhe ein Ergebnis von 37,2 Prozent. Damit wird die Union im neuen Gemeinderat 19 Sitze erhalten.

Die SPD kam auf 23,8 Prozent. Von den zwölf Sitzen werden zwei Drittel mit Frauen besetzt sein. Angela Geiger von der SPD zu dem Ergebnis: "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Insgesamt gesehen bin ich hocherfreut darüber, dass nun so viele Frauen im Gemeinderat sitzen." Die Hälfte der Fraktion ist gefüllt mit Mitgliedern, die im derzeit noch aktuellen Gemeinderat nicht vertreten sind. Die bisher drittstärkste Kraft im Gemeinderat, die FDP, rutscht nun hinter die Grünen. Die Liberalen bekamen 9,6 Prozent der Stimmen und verlieren somit einen Sitz. Neues Mitglied der nun vierköpfigen Fraktion ist Tom Hoyen.

Die Büka + ödp kommt neu in den Gemeinderat

Neue drittstärkste Kraft im Gemeinderat werden die Grünen sein. Sie konnten 16,6 Prozent der Stimmen für sich verzeichnen. Im neuen Gemeinderat werden die Grünen acht Sitze haben und somit die doppelte Fraktionsstärke im Vergleich zum alten Gemeinderat erlangen. Klaus Stapf von den Grünen ist sichtlich erfreut über das Abschneiden seiner Partei: "Zwar wird es immer noch keine gesamtpolitisch grüne Politik in Karlsruhe geben, aber ich erwarte, dass wir nun viel deutlicher Akzente setzen können."

Die KAL kann die Fraktionsstärke mit drei Sitzen im Stadtparlament halten. 7,1 Prozent der Stimmen fielen auf die KAL. Somit schnitt sie sogar noch ein wenig besser ab als vor fünf Jahren. Ebenfalls einen leichten Stimmengewinn konnte die PDS verzeichnen. Jedoch wird Niko Fostiropoulos auch weiterhin der einzige Politiker der Partei im Gemeinderat bleiben. Neu dazu gekommen ist die Listenverbindung BüKa + ödp, die drei Prozent aller Stimmen ergattern konnte. Auch sie wird im zukünftigen Gemeinderat einen Sitz erhalten. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,5 Prozent.

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