Karlsruhe Kommunalwahl 2004

(Grafik: ka-news)
Noch zwei Tage bis zur Kommunalwahl und zum letzten Mal hier nun die wöchentliche ka-news-Umfrage bei den zur Wahl stehenden Parteien. Ganz kurz vor der Wahl wollten wir von den Fraktionsvertretern in einem knappen Statement wissen, wie sie selbst ihre Chancen am Wahltag sehen und wie das Ergebnis wohl aussehen könnte. Die beiden konkreten Fragen lauten:
"Mit welchem Ergebnis rechnen Sie Sonntag? Glauben Sie, dass Sie die Inhalte Ihres Wahlkampfes der Öffentlichkeit vermitteln konnten?"

"Wir gehen davon aus, etwas zulegen zu können." (Foto: pr)
Bernhard Weick, Stadtrat der CDU: "Wir gehen davon aus, dass es uns gelungen ist, die für uns wichtigen Themen den Bürgern zu vermitteln. Insofern sind wir recht zuversichtlich für den Sonntag.
Daraus folgert, dass wir auf jeden Fall mit dem selben Ergebnis wie vor fünf Jahren rechnen können. Wir gehen aber davon aus, dass wir sogar noch etwas zulegen können."

"Vielen Menschen hat unsere Wahlwerbung zugesagt." (Foto: pr)
Heinrich Maul, Stadtrat der SPD: "Wir haben von wirklich vielen Leuten gehört, dass sie unsere Wahlkampfwerbung als sehr gut empfunden haben. Auch unserer Gegner haben zum Teil darauf reagiert, Stichwort sind da die Plakate der FDP.
Insofern denke ich, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen werden, das heißt mindestens so gut wie vor fünf Jahren, eventuell mit einer leichten Verbesserung. Leider wirken da auch ein wenig die Schwierigkeiten der Bundespolitik auf uns ein."

"Die CDu darf nicht die absolute Mehrheit bekommen." (Foto: pr)
Michael Obert, Stadtrat von FDP/Aufbruch für Karlsruhe: "Ich hoffe, dass wir unsere Inhalte gut vermitteln konnten. Wir haben festgestellt, dass vor allem die vergangenen zwei Wochen das Interesse an unserem Programm, also am Inhalt deutlich zugenommen hat.
Für den Sonntag bin ich zuversichtlich, dass wir unsere gute Ausgangsposition halten können. Das würde uns, betrachtet man die Positionierung unserer Fraktion derzeit im Gemeinderat, ausreichen. Eine absolute Mehrheit der CDU darf nicht eintreten."

"Der Bundestrend spricht dieses Mal für uns." (Foto: ka-news)
Gisela Splett, Stadträtin von Bündnis90/Die Grünen: "Ich denke, dass wir unsere Inhalte vermitteln konnten. Und das trotz unseres beschränkten Budgets, das dazu führt, dass wir keine Materialschlachten betreiben können, wie die größeren Parteien.
Wir sind zuversichtlich und rechnen mit einem Ergebnis von deutlich über zehn Prozent. Das wäre ein besseres Ergebnis als vor fünf Jahre, wo wir ein wenig eingebrochen sind. Aber der Bundestrend spricht dieses Mal wieder für uns."

"Natürlich hoffen wir wieder auf drei Sitze." (Foto: pr)
Lüppo Cramer, Stadtrat der KAL: "Wir hoffen natürlich wieder auf mindestens drei Sitze. Nur dann haben wir wieder Fraktionsstatus, nur dann können wir weiterhin Anträge stellen. Was die Inhalte im Wahlkampf betrifft: Die interessierten Bürger habensicher verstanden, worum es der KAL geht: Um mehr Bürger, die sich an der Stadtentwicklung beteiligen, um eine soziale und grüne Stadt, um eine Stadtmit einem Angebot, das Lust auf Stadt macht. Bei den vielen Podiumsdiskussionen vom Sport bis zur Umwelt, an den Wahlkampfständen, oder in vielen persönlichen Gesprächen kam eines rüber: Uns traut man zu, dass wir uns nicht nur vor, sondern auch aktiv nach der Wahl fürKarlsruhe einsetzen."

"Wir erhoffen uns, Fraktionsstärke zu erlangen." (Foto: pr)
Niko Fostiropoulos, Stadtrat der PDS: "Die PDS hat mit ihren Plakaten und dem Wahlinfo, zahlreichen Podiumsdiskussionen, Statements in den Karlsruher Medien und dem Interview beim lokalen Fernsehen den Kern ihrer Politik sehr gut darstellen können.
Die PDS erhofft sich am 13. Juni Fraktionsstärke zu erlangen, um so den anderen Fraktionen gleichgestellt zu sein. Dazu sind mindestens drei Sitze im Stadtparlament nötig. Frischer Wind und sozialer Druck von links bringen mehr kontroverse Debatten und damit mehr Demokratie ins Rathaus."

"jedes Ergebnis bis hin zur Fraktionsstärke möglich." (Foto: pr)
Jürgen Wenzel, Gemeinderatskandidat für Büka + ödp: "Da wir erstmals und einzig zur Karlsruher Gemeinderatswahl antreten, hatten wir es schon weitaus schwieriger als die bereits im Stadtrat vertretenen Parteien unsere Inhalte der Öffentlichkeit vermitteln zu können. Während alle anderen Parteien mit dem Wahlkampf bereits begonnen hatten, mussten wir erstmals alle wahlrechtlichen Hürden nehmen.
Diese sind genommen und am Wahlsonntag ist daher für uns 'Bürger für Karlsruhe + ödp' jedes Ergebnis bis hin zur Fraktionsstärke möglich."

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